Fachstelle Schulverweigerung

Wir beraten und unterstützen Fachkräfte der Jugendhilfe und Schule zu der Thematik Schulverweigerung. Ebenso können sich betroffene Schülerinnen und Schüler und deren Eltern an uns wenden.

Die Fachstelle Schulverweigerung ist Teil des Rather Modells.

 

Infos für Kinder und Jugendliche

Kein Bock auf Schule?
Unlust zum Schulbesuch kann viele Gründe haben. Oft hilft ein klärendes Gespräch mit den Mitschülern, der Klassenlehrerin/ dem Klassenlehrer oder der Schulsozialarbeit. Manchmal willst du aber gar nicht mehr zur Schule gehen.

Du bekommst schon Bauchschmerzen, wenn du nur an die Schule denkst.
Dir ist alles zu viel, du hast Angst, du kommst nicht mehr mit und schaffst die Arbeiten nicht.
Du wirst gemobbt.
Du musst zu Hause so viele Pflichten erfüllen, dass für Schule und Hausaufgaben keine Zeit mehr ist.
Du hast zu nichts mehr Lust und möchtest am liebsten gar nicht vor die Tür gehen.

Wir überlegen gemeinsam mit dir und auf deinen Wunsch auch mit deinen Eltern, was dir helfen könnte, wieder zur Schule zu gehen. Wenn du möchtest, begleiten wir dich auch zu Gesprächen in der Schule.

Infos für Eltern

Es ist ganz normal, wenn Kinder oder Jugendliche einmal nicht zur Schule gehen wollen. Aber manchmal hilft kein gutes Zureden und es bleibt nicht bei der einen Ausnahme.

Ihr Kind weint, wenn es in die Schule gehen soll.
Ihr Kind klagt über Bauchschmerzen und Kopfschmerzen, wenn es zur Schule gehen soll.
Sie haben von der Schule erfahren, dass Ihr Kind im Unterricht fehlt.
Sie kämpfen jeden Morgen darum, dass Ihr Kind zur Schule geht.
Ihr Kind hat zu nichts mehr Lust und verlässt das Haus nicht mehr.

Schulverweigerung kann viele Gründe haben. Gemeinsam können wir überlegen, welche Schritte notwendig sind, um Ihrem Kind den Schulbesuch (wieder) zu ermöglichen. Wenn Sie es wünschen, sprechen wir mit dem/ der Lehrer/ in. Bei Bedarf begleiten wir Sie und Ihr Kind zu Gesprächen in der Schule oder Einrichtungen, die weitere Hilfen anbieten.

Infos für Jugendhilfe und Schule

Die Fachstelle Schulverweigerung ist seit 2012 integrierter Bestandteil der etablierten Hilfen für Schulverweigerer im Rahmen des Gesamtkonzeptes Rather Modell. Die Fachstelle ist personell mit Mitarbeitenden aus Jugendhilfe und Schule besetzt und mit den Aufgabenschwerpunkten Prävention von und Intervention bei Schulverweigerung beauftragt.
Sie nimmt diesen Auftrag insbesondere wahr durch:

  • Informationsveranstaltungen und Fortbildungen zum Thema "Schulverweigerung, Ursachen, Prävention Intervention" für Lehrerinnen und Lehrer sowie Fachkräfte der Schulsozialarbeit und anderer Bereiche der Jugendhilfe. Den Schulen werden kostenfreie ein- oder mehrtägige schulinterne Lehrerfortbildungen (SchiLF) angeboten.
  • Begleitung und Unterstützung bei der Erarbeitung schuleigener Konzeptionen zur Prävention bei und Intervention von Schulverweigerung (z.B. Absprachen und Regelungen im Umgang mit Fehlzeiten, einheitliches Dokumentations- und Rückmeldeverfahren, Helfersystem bei Schulverweigerung innerhalb und außerhalb von Schule, Elternarbeit, Schul- und Klassenklima sowie Gestaltung von Übergängen als protektive Maßnahmen gegen Absentismus).
  • Präventionsprojekte zum Thema Schulverweigerung für Schülerinnen und Schüler der 5. - 8. Klassen aller Schulformen.
  • Beratung und Unterstützung für Mitarbeitende in Schule und Jugendhilfe, für Eltern bzw. Erziehungsberechtigte sowie Schülerinnen und Schüler.
  • Vermittlung von schuldistanzierten Schülerinnen und Schülern (Sek1), die trotz Bemühungen seitens der Schule nicht mehr in die Schule zu integrieren sind, in die Standorte des Rather Modells (außerschulische Lernorte) sowie die Vermittlung von aufsuchenden Hilfen für Kinder aus Grundschulen, die Schwierigkeiten haben, den Unterricht regelmäßig wahrzunehmen.

Standort

Fachstelle Schulverweigerung

Burscheider Straße 29
40591 Düsseldorf
Haltestelle: Opladener Straße

Kontakt

  • Catja Plätzer
    0211 - 54475064
    0178 - 2407230

    E-Mail
  • Frauke Feindt

    0211 - 8994042

    E-Mail