(Ein Rückblick)

Diese Entscheidung traf die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe - AGJ, die den Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag alle drei beziehungsweise vier Jahre ausrichtet. "Düsseldorf hatte sich um die Ausrichtung von Europas größtem Kinder- und Jugendhilfegipfel beworben, um einer breiten Fachöffentlichkeit auch unsere eigenen Leistungen und innovativen Projekte in der Kinder- und Jugendhilfe zu präsentieren. Daher bin ich froh und glücklich, dass sich die AGJ für Düsseldorf entschieden hat", so äußerte sich Stadtdirektor und Jugenddezernent Burkhard Hintzsche im gemeinsamen Pressegespräch mit der AGJ. Zusammen mit der AGJ-Vorsitzenden Prof. Dr. Karin Böllert, dem AGJ-Geschäftsführer Peter Klausch stellte er zugleich das Werbeplakat für den Kinder- und Jugendhilfetag 2017 vor.

Rund 800.000 Menschen arbeiten in Deutschland in der Kinder- und Jugendhilfe. Der Kinder- und Jugendhilfetag ist Fachkongress und gleichzeitig die größte kostenlose Fortbildungsveranstaltung für diese Fachkräfte. Aber auch Interessierte aus Politik und Wirtschaft konnten teilnehmen, ebenso wie die Bürgerinnen und Bürger. 40.000 bis 50.000 Besucherinnen und Besucher wurden an den drei Tagen erwartet. Themen waren unter anderem Kinderarmut, Ganztagsbildung (Jugendhilfe und Schule), Inklusion aber auch neue Wege der Finanzierung, der demographische Wandel oder die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen staatlichen Stellen und Freien Trägern.

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche hatte betont, dass Düsseldorf eine wachsende und familienfreundliche Stadt ist und daher das richtige Umfeld für die Veranstaltung sei. "Wir unterstützen Eltern bei der Erziehung, Betreuung, Förderung und Bildung von Kindern und Jugendlichen, um gute Lebensbedingungen zu schaffen und Teilhabe zu ermöglichen. So reicht beispielsweise das Angebot des Jugendamtes von einer qualitativ hochwertigen und zukunftsweisenden Kinderbetreuung, Erziehungs- und Familienberatung, dem Schutz des Kindeswohls bis hin zu wohnortnahen Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen. Im Zusammenspiel mit den freien Trägern werden dabei oftmals neue und innovative Wege beschritten. Ein Beispiel ist der i-Punkt Familie, mit dem wir in Düsseldorf seit vielen Jahren eine Anlaufstelle für Eltern haben, die eine Kinderbetreuung suchen.", so Hintzsche.

Das Motto des 16. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetages im Messe-/Kongresszentrum lautete "22 MIO. JUNGE CHANCEN - gemeinsam. gesellschaft. gerecht. gestalten." Entwickelt wurde es von einer fünfzehnköpfigen Expertengruppe, in der auch die Zuwendungsgeber des Kinder- und Jugendhilfetages Bund, Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Düsseldorf mitwirkten. Wichtig war es der Gruppe, damit ein gesellschaftspolitisches Signal zu setzen. "Im Mittelpunkt stand die Maxime einer gerechten Gesellschaft, in der alle junge Menschen in unserem Land die bestmöglichen Chancen für ihr Aufwachsen erhalten," erklärte die AGJ-Vorsitzende Prof. Dr. Karin Böllert. Voraussetzung dafür seien Erziehung, Bildung, Teilhabe und Inklusion für alle 22 Millionen junge Menschen. Den damit verbundenen Herausforderungen hatte sich die Kinder- und Jugendhilfe auf dem 16. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag 2017 gemeinsam mit anderen Akteuren aus Politik, Zivilgesellschaft, Schule, Wissenschaft, Wirtschaft und den Medien gestellt. Als Forum dafür gab es innerhalb des Fachkongresses rund 200 Veranstaltungen für bis zu 5.000 Menschen zeitgleich und eine Ausstellerfläche von 20.000 Quadratmeter. Die AGJ veranstaltet Kinder- und Jugendhilfetage seit dem Jahr 1964.