Juli-Hochwasser 2021: Stadt bittet Bürgerinnen und Bürger um Teilnahme an Umfrage

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Hochwasser in Düsseldorf 2021

Das Unwetter „Bernd“ im Juli 2021 ist...

mit seinen katastrophalen Folgen inzwischen fast ein Jahr her. Auch Düsseldorf war davon betroffen.Die Düssel trat an mehreren Stellen über die Ufer, und es kam zu großflächigen Überschwemmungen. Aber auch abseits der Gewässer traten viele weitere, zum Teil starke Überflutungen auf.

Der Stadtentwässerungsbetrieb Düsseldorf dreht an vielen Stellschrauben, um den Hochwasserschutz in kritischen Bereichen zu verbessern, wie beispielsweise durch die Installation eines provisorischen Hochwasserschutzes entlang der Düssel an der Zweibrückenstraße (Ostparksiedlung). Dazu gehören aber auch Projekte, die für die meisten Bürgerinnen und Bürger unsichtbar im Hintergrund ablaufen. So sollen mittels neuer Modellberechnungen für die innerstädtischen Gewässer die Geschehnisse bei Hochwasser möglichst präzise berechnet und dargestellt werden und Aufschluss geben, welche Bereiche bei welchen Wasserständen überflutet werden. In diesem Zusammenhang soll auch das Hochwasserereignis vom Juli 2021 im Berechnungsmodell nachgebildet werden und mit den tatsächlichen Vorkommnissen abgeglichen werden, damit das Modell überprüft und gegebenenfalls verbessert werden kann.

Dem Stadtentwässerungsbetrieb liegen bereits zahlreiche Daten vor, die anhand der Meldungen von Bürgerinnen und Bürgern ausgewertet werden konnten. Um jedoch noch mehr Praxiswissen und gegebenenfalls nicht bekannte Teilbereiche zu erfassen, führt der Stadtentwässerungsbetrieb daher jetzt eine Umfrage durch, an der alle Bürgerinnen und Bürger Düsseldorfs ab sofort teilnehmen können.

Es handelt sich um eine kurze Online-Umfrage, die bis zum 15.09.2022 verfügbar ist:  www.duesseldorf.de/umfrage-hochwasser.

Im Rahmen der Umfrage können die Befragten angeben, an welcher Position und zu welcher Zeit sie Überflutungen festgestellt haben. Der Standort kann auf einer Karte ausgewählt werden. Zusätzliche Beobachtungen, Wasserstände, Angaben wie Wassereindrang und auch Fotos werden gerne entgegengenommen, um die genauen Geschehnisse der Katastrophentage zu rekonstruieren. Die Beantwortung dauert nur wenige Minuten und kann für verschiedene Standorte auch mehrmals ausgefüllt werden. Alle Angaben sind freiwillig und werden datenschutzkonform behandelt.

Es fällt immer wieder auf, dass das Engagement und die Hilfsbereitschaft gerade bei den Betroffenen nach wie vor sehr hoch ist. Viele Betroffene haben auch während des Ereignisses sehr gewissenhaft dokumentiert, was vorgefallen ist. Diese Aufzeichnungen sowie Beschreibungen und Fotos werden jetzt noch einmal von großem Wert sein. Durch die einheitliche Fragestellung kann eine optimale Bündelung aller zusätzlichen Informationen erfolgen.

Besonders wichtig ist daher natürlich die Mithilfe von Menschen in den damals überschwemmten Gebieten. Aber auch, wenn jemand gar nicht oder nur am Rande betroffen war, hilft eine Teilnahme bei der räumlichen Abgrenzung des Ereignisses. Alle Teilnehmenden unterstützen mit dem Ausfüllen des Fragebogens, auch wenn nur angegeben wird, dass am eigenen oder einem anderen bekannten Standort keine Überflutungen auftraten. Jede Aufzeichnung, Schilderung und auch Fotos sind hilfreich.

Bei Fragen können sich Bürgerinnen und Bürger an grundlagenplanung_wasserbau@duesseldorf.de wenden. Bei etwaigen Veröffentlichungen der Ergebnisse der Umfrage wird sichergestellt, dass keine Rückschlüsse auf persönlich getätigte Eingaben möglich sind.