Merkblatt zur Neuerteilung von Fahrerlaubnissen

Der Fahrerlaubnisantrag ist nach vorheriger Terminvereinbarung persönlich bei der Straßenverkehrsbehörde Ihres Wohnortes zu stellen.Zur Antragstellung für die Klassen A, A 1, A 2, AM, B, BE, L, und T benötigen Sie folgende Unterlagen:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • 1 biometrisches Passbild (35 x 45 mm)
  • Sehtestbescheinigung (erhalten Sie bei Ihrem Optiker oder Augenarzt)
  • Nachweis über die Schulung in Erster Hilfe

Zur Antragstellung für die Klassen C,C1, CE, C1E, D, D1, DE und D1E benötigen Sie folgende Unterlagen:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • 1 biometrisches Passbild (35 x 45 mm)
  • augenärztliches Gutachten nach Anlage 6 FeV (erhalten Sie bei Ihrem Augenarzt)
  • ärztliche Untersuchung nach Anlage 5 Nr. 1 FeV
  • Nachweis über die Schulung in Erster Hilfe 
  • Leistungstest nach Anlage 5 Nr. 2 FeV (gilt nur für die Klassen D1 und D)


Hinweis: Es wird empfohlen, die ärztliche und die augenärztliche Untersuchung bei einem Betriebsarzt, Arbeitsmediziner oder dem Gesundheitsamt (Tel: 89-96966) durchführen zu lassen.

Die Verwaltungsgebühren in Höhe von 222,40 Euro sind bei der Antragstellung zu zahlen.Die Dauer der Antragsbearbeitung beträgt circa 10 - 12 Wochen

Seit 1999 es neue Fahrerlaubnisklassen, die zum 19.01.2013 nochmals geändert wurden. Bitte beachten Sie bei der Antragstellung, welche Klassen nach altem Recht den neuen Fahrerlaubnisklassen gemäß Anlage 3 der FeV entsprechen.

Übersicht über die Fahrerlaubnisklassen
Fahrerlaubnisklasse alt Fahrerlaubnisklasse neu eingeschlossene Klassen
1 A A1, A2, AM
1a A2 A1, AM
1b A1 A1, AM, L
2 CE C, C1, C1E, B, BE, L, AM, T
3 C1E C1, B, BE, L, AM
4 AM L
5 T L

 

Was passiert, wenn sich bei der Eignungsüberprüfung im Neuerteilungsverfahren Zweifel ergeben?

Bei Eignungszweifeln (geistig oder körperlich) ordnet die Fahrerlaubnisbehörde regelmäßig ein fachärztliches Gutachten zur Klärung an.

Sind die Zweifel charakterlicher Art, so wird oftmals eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) bei einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung erforderlich. Dieses kommt unter anderem in Betracht

  • bei einem wiederholten Entzug der Fahrerlaubnis
  • bei einer wiederholten Alkoholauffälligkeit im Straßenverkehr
  • bei einer erstmaligen Alkoholauffälligkeit mit einem Blutalkoholgehalt von 1,6 Promille oder mehr
  • beim Verdacht auf Alkoholmissbrauch
  • bei Straftaten, die im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr oder im Zusammenhang mit der Kraftfahreignung stehen
  • bei Straftaten, die Anhaltspunkte für ein hohes Aggressionspotenzial bieten
  • bei Eignungszweifeln im Zusammenhang mit Betäubungsmittel- oder Arzneimittelgebrauch
  • bei einer Entziehung aufgrund von Eintragungen beim Kraftfahrtbundesamt in Flensburg mit 18 oder mehr Punkten.

Die Aufzählungen sind nicht vollzählig, sondern nennen nur die häufigsten Fälle.
Eine Entscheidung, ob ein Eignungsgutachten erforderlich ist, kann erst nach Antragstellung und Beiziehung von Strafakten und Registerauskünften getroffen werden.