Projekte der Fachgruppe Gewaltprävention Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Inter* und Queers

Projekte der Fachgruppe Gewaltprävention Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Inter* und Queers

Neuer Leporello und Filmclip mit Anlaufstellen

Trotz der umfangreichen und vielseitigen Aufklärungsarbeit sind die Menschen der Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Inter* und Queers-Community (LSBTIQ+) weiterhin verbaler und auch körperlicher Gewalt ausgesetzt. Für die Betroffenen von Gewalt gibt es daher unterschiedliche Anlaufstellen, die Hilfe bieten und Unterstützungsarbeit leisten.

Die Fachgruppe LSBTIQ+ hat ein Leporello (Faltbuch) mit Anlaufstellen neu aufgelegt. Dieser weist einerseits auf unterschiedliche Anlaufstellen hin, andererseits erhalten Betroffene einen ersten Überblick über mögliche Schritte nach Erleben einer Gewaltsituation. Die 2026 erstellte Version ist bereits die dritte Neuauflage des Leporellos.

Im Jahr 2022 hat die Fachgruppe zusätzlich zum aktualisierten Leporello unter dem Slogan "Wir sind da!" einen Videoclip erstellt. und den Leporello neu aufgelegt.

Beratungsstellen

Ambulanz für Gewaltopfer - Gesundheitsamt

0211 - 8995368

gewaltopferberatung@duesseldorf.de

www.duesseldorf.de/gewaltopferberatung


Fachstelle queer-lesbische Beratung der frauenberatungsstelle düsseldorf e.V.

0211 - 686854

queer-lesbisch@frauenberatungsstelle.de

www.frauenberatungsstelle.de


SÜT - Schwules Überfalltelefon

0211 - 19228

www.duesseldorf19228.de


Trans*beratung Düsseldorf

0211 - 7709525

Info@transberatung-duesseldorf.de

www.transberatung-duesseldorf.de


PRADI - Beratung für schwule und bisexuelle Männer* mit Migrationsgeschichte

0211 - 7709531

amit.marcus@duesseldorf.aidshilfe.de

www.pradi-nrw.de

 

Weiterführende Hilfe

PULS* Queeres Jugendzentrum

0211 - 21094852

info@puls-duesseldorf.de

www.puls-duesseldorf.de


Fachstelle Regenbogenfamilien

0211 - 60025558

regenbogenfamilien@awo-duesseldorf.de

www.awo-duesseldorf.de


Gendertreff e.V.

kontakt@gendertreff.de

www.gendertreff.de

Überregionale Hilfsangebote

MIQ - Melde- und Informationsstelle Queerfeindlichkeit NRW

info@miq.nrw

www.miq.nrw


QUAGA - Landesfachstelle Queere Anti-Gewalt-Arbeit

0221 - 276699953

kontakt@quaga-nrw.de

www.quaga-nrw.de


Polizeilicher Opferschutz

0211 - 8705249

opferschutz.duesseldorf@polizei.nrw.de

www.duesseldorf.polizei.nrw

Als Opfer oder Zeug*in kannst du eine Anzeige bei der Polizei stellen. Das geht auf der Wache oder online: http://www.service.polizei.nrw.de/anzeige

Die Polizei ist verpflichtet, jedem Anfangsverdacht einer Straftat nachzugehen.

Schwul-lesbische Aufklärung (SchLAu)

Gewalt gegen Lesben und Schwule sowie andere Angehörige der LSBTIQ+-Community geht häufig von Jugendlichen oder jungen Erwachsenen aus. Da Gewalt gegen LSBTIQ+ nicht selten aus der Angst vor dem Unbekannten resultiert und da Prävention nachgewiesenermaßen im Kinder- und Jugendalter wirkt, ist das Aufklärungskonzept von "SchLAu" besonders sinnvoll und wirkungsvoll.

Als wesentliche Ziele der Aufklärungsveranstaltung werden der Abbau von Vorurteilen und Klischeevorstellungen über Lesben und Schwule, die Förderung von Akzeptanz und der Abbau von Diskriminierung gegenüber LSBTIQ+, die Vorbeugung gegen physische und psychische Gewalt sowie die Bewusstmachung der eigenen sexuellen Selbstbestimmtheit verstanden.

Überfalltelefon

1997 wurde auf Initiative der Fachgruppe Gewalt gegen Lesben und Schwule das "Schwule Überfalltelefon" (SÜT) eingerichtet. Hier erhalten Schwule, die Opfer von Gewalt wurden, Informationen, Hilfestellung und Unterstützung. Ein Mitarbeiter kann unter der bundeseinheitlichen Telefonnummer (19228) einmal wöchentlich erreicht werden. Für die übrige Zeit ist ein Anrufbeantworter geschaltet.

Im Sommer 1998 wurde auf Antrag der Fachgruppe, mit Genehmigung des Ministeriums, eine Notrufsäule im Hofgarten in Betrieb genommen. Ziel der Notrufsäule war zum einen die schnelle Erreichbarkeit von polizeilichen Dienstkräften für Opfer von Straftaten (insbesondere bei Überfällen auf Schwule). Zum anderen sollte die Notrufsäule eine abschreckende Signalwirkung auf potenzielle Täter haben. Die Säule wurde zwischenzeitlich abgebaut, da heutzutage die meisten Menschen über ein Mobiltelefon verfügen und die Säule daher nicht mehr erforderlich ist.

Posterkampagne

Schwule & Lesben Gibt's in jedem Stadion

Das Thema „Homophobie“ ist insbesondere im Fußball noch sehr tabuisiert. Daher haben sich das Jugendzentrum PULS, die Fachstelle für Gewaltprävention der Stadt Düsseldorf, der Kriminalpräventive Rat der Stadt Düsseldorf sowie die Fortuna dazu entschieden, hier tätig zu werden. Um eine themenbezogene Auseinandersetzung zu fördern, wurde eine Poster-Kampagne entwickelt, die insbesondere Jugendliche ansprechen soll. Die Plakate wurden in erster Linie an lokale Fußballvereine verschickt, mit der Bitte diese im Verein aufzuhängen und damit ein Zeichen für mehr Aufgeschlossenheit gegenüber dem Tabuthema der Homophobie im Fußball zu setzen.

Schwule & Lesben Gibt's überall - In Deutschland respektiert und von Dir?

Insbesondere lesbische und schwule Jugendliche mit Migrationshintergrund treffen immer noch auf viele Widerstände in unserer Gesellschaft. Nicht nur in ihren Herkunftsgemeinschaften sondern auch in der deutschen Gesellschaft wird ihnen oftmals mit Ablehnung, Anfeindungen und Diskriminierung begegnet. In diesem Umfeld braucht es sehr viel Mut, um sich als schwul oder lesbisch zu outen. Mädchen wie Jungen sind zwischen dem Wunsch nach einer selbstbestimmten Lebensführung und dem Wunsch, den Ruf der Familie nicht zu gefährden hin und her gerissen. Traditionelle Rollenerwartungen, vermeintlich religiöse Gebote und Ängste führen dazu, dass im Alltag über Sexualität nicht gesprochen wird. Viel zu oft gilt Homosexualität als eine Schande für die ganze Familie. Ein Coming Out (akzeptieren und sich mitteilen) scheint oftmals nicht möglich. Daher hat die Fachgruppe das Plakat erstellt und es an Düsesldorfer Schulen und Einrichtungen der Jugendhilfe geschickt. Ziel ist es, ein gemeinsames Statement zur Unterstützung der betroffenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen abzugeben.