Friedrich Wilhelm von Schadow

"Die Kinder des Künstlers" (1830)
Restitutionsersuchen durch die Erben nach Dr. Max und Iris Stern
Stiftung Kunstpalast, Inv.-Nr. M 1977-1

Das Gemälde „Die Kinder des Künstlers“ (1830) von Wilhelm Schadow wurde nachweislich im Frühjahr 1931 im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen ausgestellt. Leihgeber waren die Galerien Hans Bammann, Georg Paffrath, Dr. Schönemann und Julius Stern sowie die Kunsthandlung Leo Pauli. Sämtliche Exponate waren verkäuflich. Ob das Bild „Die Kinder des Künstlers“ hier veräußert wurde, lässt sich anhand der verfügbaren Unterlagen bislang nicht nachweisen.

Anschließend verlieren sich die Spuren des Werkes, bis es Ende 1936 in einem Bildband über Kindergemälde im Langewiesche Verlag erstmals wieder auftauchte. Wegen der fotografischen Vorlage hatte sich der Verlag nach einem Hinweis des damaligen Direktors der Kunstsammlungen der Stadt Düsseldorf, nach dessen Kenntnis die Galerie Stern „das Bild vor Jahren verkauft“ hatte, an die Kunsthandlung gewandt. Als das Buch schließlich erschien, war die Abbildung des Gemäldes mit dem Zusatz „Düsseldorf, Galerie Stern“ versehen.

Ob sich das Werk tatsächlich zu jener Zeit im Besitz der Galerie befand, bleibt fraglich. Weder tauchte es in jenem Konvolut auf, das im November 1937 als Teil des Galeriebestands im Kunstauktionshaus Lempertz in Köln versteigert wurde, noch machte Stern das Gemälde nach dem Krieg im Rahmen seiner umfassenden Wiedergutmachungsansprüche hinsichtlich seiner Galerie und seiner Privatsammlung geltend.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat daher in diesem Fall angeboten, zur Findung einer „fairen und gerechten Lösung“ die Beratende Kommission anzurufen.

Den aktuellen Forschungsstand zur Herkunft des Gemäldes finden Sie im

Digitalen Kunst- und Kulturarchiv (d:kult) Düsseldorf

 

Kontakt

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