Facetten der Kunst

Freunde der bildenden Kunst können in der Landeshauptstadt aus dem Vollem schöpfen. Vor allem die Achse entlang des Rheins - vom Ehrenhofkomplex bis zur Carlstadt - bietet Kunstgenuss in höchster Dichte.

Blick auf das Kunstmuseum im Ehrenhof
Blick auf das Kunstmuseum im Ehrenhof

Stiftung Museum Kunstpalast

Ein Schwergewicht im Ehrenhof ist die Stiftung Museum Kunstpalast. Die Sammlung des Kunstmuseums schlägt den historischen Bogen von Jan Wellems Galerie bis hin zur Moderne. Der Kunstpalast gegenüber ist Bühne für ein Ausstellungsprogramm von internationalem Rang, sein Robert-Schumann-Saal ein Ort der Musik, der Literatur und des Disputs. Nicht nur im Gebäude des Kunstmuseums, sondern auch im Grünen Gewölbe der Tonhalle zeigt das Kunstmuseum darüber hinaus kostbare Gläser - seine Glassammlung ist durch das vom Düsseldorfer Ehrenbürger gestiftete und nach ihm benannte Glasmuseum Hentrich an Breite und Geschlossenheit einzigartig. Zur Stiftung gehört auch das Museum Kunstarchiv Kaiserswerth. Dort sind ausgewählte Werke aus der Sammlung Volker Kahmen, Gemälde von Bruno Goller und Arbeiten der Fotografen Bernd und Hilla Becher zu sehen.

NRW-Forum Düsseldorf
NRW-Forum Düsseldorf, Foto: Land NRW/ R. Teller

NRW-Forum

Ebenfalls am Ehrenhof ansässig ist das NRW-Forum, ein internationals Kulturzentrum mit den Schwerpunkten Zeitgenössische Fotografie, Kunst, Design, Architektur, Popkultur und Kreativwirtschaft. Im Mittelpunkt der Gruppen- und Einzelausstellungen, Festivals, Symposien, Workshops, Messen, Filmvorführungen und anderer neuartiger Formate stehen aktuelle gesellschaftliche Themen.

Kunstsammlung NRW am Grabbe-Platz (K20)Aussenansicht
Die Kunstsammlung NRW am Grabbeplatz (K20), Foto: Kunstsammlung NRW.

Kunstsammlung NRW - K20, K21, Schmela Haus

Eine Sammlung von Weltklasse des 20. und 21. Jahrhunderts erwartet die Besucher am Grabbeplatz in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. Einer der Schwerpunkte im K20: die klassische Moderne. Auch große Wechselausstellungen tragen zur besonderen Attraktivität dieses Museums bei. Nur wenige Schritte davon entfernt steht dem Haus mit dem F3 - Schmela Haus ein Ort für Diskussionen und Debatten sowie für Konferenzen und Performances zur Verfügung. In der Dependance K21 - im historischen Ständehaus und früherem Landtag untergebracht - werden auf drei Etagen die zahlreichen Kabinette hinter den Arkadengängen als "Künstlerräume" für die Präsentation von Werken international anerkannter Künstlerinnen und Künstler genutzt. Das großzügige Untergeschoss und die repräsentativen Räume der Bel Etage beherbergen Wechselausstellungen.

Unter einem Dach vereint: die Kunsthalle und der Kulturverein für die Rheinlande und Westfalen
Unter einem Dach vereint: Die Kunsthalle und der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Foto: Kunsthalle.

Kunsthalle und Kunstverein

Die ebenfalls am Grabbe-Platz beheimatete Kunsthalle setzt in ihrem Ausstellungsprogramm den Schwerpunkt auf junge, talentierte Nachwuchskünstler und Avantgardekunst mit historischen Bezügen.

In der Kunsthalle hat auch der 1829 gegründete Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen  seinen Sitz. Im Mittelpunkt steht hier Förderung der Gegenwartskunst. Mit einem vielseitigen Ausstellungs- und Vermittlungsprogramm zu Themen der zeitgenössischen Kunst macht der Verein auch international auf sich aufmerksam.

Das KIT von aussen
KIT - Kunst im Tunnel unter der Rheinuferpromenade, Foto: KIT.

KIT - Kunst im Tunnel

Als Pendant zur Akademie-Galerie ist das Ausstellungshaus KIT - Kunst im Tunnel unter der Rheinuferpromenade ein spektakulärer Szenetreff für zeitgenössische Kunst. Der außergewöhnliche Kunstschauplatz liegt in einem ungenutzten 888 Quadratmeter großen Raum zwischen den Tunnelröhren für den Autoverkehr. KIT ist organisatorisch der Kunsthalle angegliedert und bietet vor allem jungen, talentierten Absolventen der Kunstakademie erste Ausstellungsmöglichkeiten. Ein Pavillon-Café auf der Promenade bildet den Eingangsbereich.

Akademie-Galerie von aussen
Die Akademie-Galerie

Akademie-Galerie der Kunstakademie

Ein eigenes Ausstellungshaus hat die international renommierte Kunstakademie Düsseldorf mit der Akademie-Galerie am Burgplatz im Herzen der Altstadt, in der das Schaffen ihrer Künstler-Professoren dauerhaft dokumentiert und präsentiert wird. Damit knüpft Düsseldorf an die verschollene Tradition von Akademie-Galerien vergangener Jahrhunderte an - ein Ausstellungshaus dieser Art ist heute einmalig in Deutschland.

Atelier am Eck
Atelier am Eck

Raum für die Kunst

Weitere Ausstellungsmöglichkeiten für Künstlerinnen und Künstler bietet der Kunstraum, das Atelier am Eck und der Kulturbahnhof Eller. Der Kunstraum Düsseldorf ist ein öffentlicher Raum für aktuelle Kunst der lokalen Szene. Zum Ausstellungsprogramm gehören internationale und lokale Projekte, die Zusammenarbeit mit Gastkuratorinnen und -kuratoren und nicht kommerziellen Off-Räumen. In dem vom Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf betriebenen Ausstellungsraum Atelier am Eck werden Arbeiten eingeladener Gastkünstler gezeigt, die an den internationalen Künstleraustauschprogrammen teilnehmen. Auch im Kulturbahnhof Eller gibt es regelmäßig Ausstellungen zeitgenössischer Kunstschaffenden zu sehen.

Die Julia Stoschek Collection in Oberkassel
Die Julia Stoschek Collection in Oberkassel

Julia Stoschek Collection und imai

Die Julia Stoschek Collection ist eine internationale private Sammlung zeitgenössischer Kunst in Oberkassel mit dem Fokus auf zeitbasierten Medien. Sie beinhaltet schwerpunktmäßig Videoarbeiten, Installationen und Fotografien. In jährlich wechselnden Ausstellungen und deren Publikationen werden die verschiedenen Aspekte der Sammlung präsentiert, dokumentiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Vertrieb, die Erhaltung und Vermittlung von Medienkunst steht auch im Fokus der 2006 auf Initiative der Stadt ins Leben gerufenen Stiftung imai -  inter media art institute. In Kooperation mit dem NRW-Forum und der Stiftung Museum Kunstpalast wurde unter anderem eine umfangreiche Videokunstsammlung aufgebaut.

Sammlung Philara, Foto: Stephan Müller, Berlin.
Sammlung Philara, Foto: Stephan Müller, Berlin.

Sammlung Philara

Philara, die sich ständig erweiternde private Sammlung zeitgenössischer Kunst, ist öffentlich zugänglich und umfasst rund 1400 Arbeiten verschiedener Gattungen wie Malerei, Bildhauerei, Installation, Fotografie und Papierarbeiten. Entscheidendes Merkmal von Philara ist die Gegenüberstellung von lokalem Nachwuchs und etablierten, international agierenden Künstlern. Der in einem Hinterhof versteckte Ausstellungsort ist zurückhaltend in die urbane Struktur integriert, ohne von außen seine enorme Größe von 1.700 Quadratmetern Ausstellungsfläche preiszugeben. Das Raumprogramm der Sammlung wird durch das Café Glas Lennarz und eine über 500 Quadratmeter große Skulpturenterrasse auf dem Dach der einstigen Industriebrache ergänzt.

Kai 10 - Arthena Foundation
Kai 10 - Arthena Foundation, Foto: Kai 10

Kai 10 - Arthena Foundation

Den Fokus auf junge, aktuelle Kunst richtet das Kai10 - Arthena Foundation im Medienhafen. In den jährlich drei bis vier Ausstellungsprojekten fließen dabei verschiedene Medien und künstlerische Produktionsformen zusammen. Ziel ist es, internationalen Künstlern eine Plattform zur Präsentation und Diskussion ihrer Arbeiten bieten. Die aktive Auseinandersetzung mit den Werken steht im Mittelpunkt von thematischen Führungen und Diskussionen, die den Besuchern den Zugang zum aktuellen Kunstgeschehen erleichtern.