Literatur im Fokus

Literatur ist in Düsseldorf auf verschiedene Arten erlebbar - vom Besuch eines Museums oder einer Lesung bis zum Schmökern in Büchern vor Ort in den Stadtbüchereien oder online im Netz.

Fassade des Heinrich-Heine-Institutes
Das Heinrich-Heine-Institut auf der Bilker Straße

Heinrich-Heine-Institut

Das Heinrich-Heine-Institut an der Bilker Straße ist mit seinen umfangreichen Archiv- und Bibliotheksbeständen ein Zentrum der Heine-Forschung. Das Haus wendet sich mit der ständigen Exposition "Romantik und Revolution. Die Heine-Ausstellung" an eine an Heine interessierte Öffentlichkeit und informiert mit wechselnden Sonderausstellungen über Themen, die sich aus dem Heine-Umkreis und den verschiedensten Heine-Bezügen ebenso ergeben wie aus den Themenschwerpunkten des Hauses im 20. Jahrhundert.

Goethe-Museum

Der Geist der Goethe-Zeit wird lebendig im Goethe-Museum, mit dem Düsseldorf neben Frankfurt und Weimar als dritte bedeutende Stätte der Goethe-Pflege gilt. Das im Schloss Jägerhof an der Jacobistraße residierende Institut ging hervor aus der kostbaren Kippenberg-Sammlung, die als Stiftung in die Obhut der Stadt kam. Dort werden permanent knapp 1000 Originalzeugnisse zu Leben und Werk präsentiert. Handschriften wie Entwürfe, Reinschriften von Werken und Briefe sind ergänzt durch Erstausgaben, Münzen, Medaillen und Porzellane, in zehn chronologisch angeordneten Räumen begleitet von Städtebildern, Landschaften, Porträts und Büsten.

Blick in die Stadtteilbücherei Kaiserswerth
Über 800.000 Medien stehen bei den Stadtbüchereien zur Auswahl.

Stadtbüchereien Düsseldorf

Literaturfreunde werden auch fündig in den mehr als 800.000 Medien, die die Stadtbüchereien Düsseldorf vorhalten - in der Zentralbibliothek am Bertha-von-Suttner-Platz am Hauptbahnhof, in den 14 Stadtteilbibliotheken und in der Onleihe im Netz. Neben Büchern gehören auch CDs, DVDs, Spiele, Digitalmedien und Noten zum Bestand. Über fünf Millionen Nutzer machen jährlich von dem Angebot Gebrauch. Beliebt ist auch die Veranstaltungsreihe "Frisch gepresst", bei der neue Bücher aus dem Rheinland vorgestellt werden.

Das Heine-Geburtshaus Bolkerstraße 53
Das Heine-Geburtshaus Bolkerstraße 53

Heine Haus Düsseldorf

Ein Zentrum für Literatur in Düsseldorf ist das Geburtshaus Heinrich Heines an der Bolkerstraße 53. Nach Kernsanierung und Umbau wurde es am 17. Februar 2006, seinem 150. Totestag, zum Literaturhaus, dem "Heine Haus". Es beherbergt in den vorderen Räumen die Literaturhandlung Müller & Böhm, im hinteren Bereich einen Veranstaltungssaal. Rund 50 Veranstaltungen pro Jahr werden von Selinde Böhm und Rudolf Müller mit dem Verein zur Förderung des Heinrich-Heine-Geburtshauses inhaltlich verantwortet und organisiert, das Programm wird vom Kulturamt der Landeshauptstadt unterstützt. Die zeitgenössische Literatur bildet den Schwerpunkt der Autorenlesungen. Veranstaltungsreihen wie etwa "Kunst trifft Literatur" beleuchten Schnittpunkte der Künste.

Impressionen vom Bücherbummel 2016
Einmal im Jahr auf der Kö: der Bücherbummel, Foto: Malte Krudewig

Bücherbummel und Büchermeile

Fester Bestandteil des literarischen Jahres sind inzwischen der "Bücherbummel auf der Kö" und die "Büchermeile" am Rheinufer. Der Bücherbummel auf der Kö findet seit den achtziger Jahren einmal im Jahr statt und zieht Menschen aus der ganzen Region an. Auf die Besucher warten nicht nur Bücher, sondern auch Live-Musik, Lesungen, Performances und kulinarische Verpflegung. Mehrmals im Jahr können Literatur-Fans daneben im Rahmen der Büchermeile auf der Rheinuferpromenade das Angebot von rund 60 Buchhändlern, Antiquariaten, und privaten Sammlern aus dem gesamten Bundesgebiet durchstöbern.

Öffentlicher Bücherschrank an der Rheinuferpromenade neben dem KIT
Der Öffentlicher Bücherschrank an der Rheinuferpromenade neben dem KIT.

Literaturbüro und Poetry Slam im zakk

Der Förderung der Literatur und der Literaten in NRW hat sich das Literaturbüro NRW verschrieben. In eigener Regie oder mit Partnern wie dem Kulturamt oder den Stadtbüchereien organisiert der gemeinnützige Verein literarische Reihen und Projekte mit thematischen Schwerpunkten. Dazu gehören auch die Öffentlichen Bücherschränke wie zum Beispiel der am Rheinufer neben dem KIT, der inzwischen auch in anderen Stadtteilen Nachahmer gefunden hat. Für literarische Überraschungen  der besonderen Art sorgt seit 1997 das soziokulturelle Zentrum zakk beim monatlichen  Poetry-Slam. Bekannte wie unbekannte Autoren kämpfen dort um Aufmerksamkeit.