Altstadtpflaster: Jetzt kommen Musterflächen

| Stadtentwicklung Verkehr

Stellte eine Auswahl von Pflastermaterial vor, das jetzt auf der Bolkerstraße getestet wird: Verkehrsdezernentin Cornelia Zuschke. Foto: Michael Gstettenbauer

Anhand von Musterflächen sollen verschiedene Pflastersorten in der Altstadt getestet werden. Helmut Ihnenfeld, Bernd Kentenich, Cornelia Zuschke und Ingo Pähler (v.l.) stellten Einzelheiten zum Verfahren vor. Foto: Michael Gstettenbauer

Verschieden Steinsorten werden getestet: Betonstein Umbriano mit verschiedenen Steinformaten, geschliffener Gussasphalt, geschliffener kunstharzgebundener Asphalt und Granit-Naturstein. Foto: Michael Gstettenbauer

Mit einem Plakat wird auf die Testflächen in der Bolkerstraße hingewiesen. Foto: Michael Gstettenbauer

Mit einem Plakat wird auf die Musterflächen für das neue Altstadtpflaster hingewiesen. Plakat: Amt für Verkehrsmanagement

Die Oberflächenerneuerung in den Straßen der Altstadt wird fortgeführt. Bevor der zweite Bauabschnitt beginnt, werden zur Auswahl des dafür passenden Pflastermaterials ab Montag, 6. Mai, auf der Bolkerstraße mehrere Musterflächen angelegt.

Die Verlegung der Musterflächen auf der Bolkerstraße soll nach rund acht Wochen abgeschlossen sein.

Im ersten Bauabschnitt war zwischen 2011 und 2017 auf 14 Straßen in der Altstadt der Belag erneuert worden. Im zweiten Bauabschnitt wird nun das Gebiet vom Bolker Stern bis zum Heinrich-Heine-Platz mit Hunsrücken- und Neustraße folgen. Diese Straßen sollen ebenfalls eine neue Oberfläche erhalten.

Die Lage der Musterflächen auf der Bolkerstraße zwischen Mertensgasse und Bolker Stern ist so gewählt, dass eine realitätsbezogene hohe Belastung durch den in der Altstadt üblichen Verkehr vor Ort getestet werden kann.

"Anhand dieser Musterflächen sollen Oberflächenmaterialien und Aufbaukonstruktionen im hochfrequentierten und stark beanspruchten Pflaster zwischen den Rinnen der Bolkerstraße getestet werden. Das neue Material soll den hohen Beanspruchungen in der Altstadt gerecht werden. Zudem soll sich der neue Belag mit der Gestaltung des ersten Bauabschnittes in 'Umbriano' optisch einheitlich verbinden und einen harmonischen Übergang bilden. Als Eingang zur Altstadt soll die neue Oberfläche dem lebendigen Treiben eine qualitätsvolle, robuste und adäquate Plattform bieten", erläuterte Verkehrsdezernentin Cornelia Zuschke.

Die Musterflächen werden mit folgendem Material angelegt:

  1. Betonstein Umbriano mit kleinen Steinformaten
  2. Geschliffener Gussasphalt
  3. Geschliffener kunstharzgebundener Asphalt
  4. Granit-Naturstein

Nach einer Testzeit von ein bis zwei Jahren wird je nach Bewährung ein Oberflächenmaterial mit entsprechender Baukonstruktion ausgewählt. Die Ausführungsplanung wird dann erneut in den politischen Gremien vorgestellt und bei Zustimmung im zweiten Bauabschnitt ausgeführt.

Anlass/Historie

Nach abgeschlossener Kanalsanierung hat der Rat der Stadt im Jahr 2010 die Oberflächenerneuerung für die Straßen der Düsseldorfer Altstadt beschlossen. Daraufhin wurde ein erster Bauabschnitt  von 2011 bis 2017 saniert.

In einem zweiten Bauabschnitt sollten später die damals noch von der Straßenbahn genutzten Verkehrsflächen neu hergestellt werden. Der zweite Bauabschnitt umfasst das Gebiet Bolker Stern bis zum Heinrich-Heine-Platz mit Hunsrücken- und Neustraße.

Im Zuge des ebenfalls in 2010 beschlossenen Gestaltungskonzeptes für beide Bauabschnitte hat man sich, nach einem breit angelegten und öffentlich begleiteten Bemusterungs- und Auswahlprozess, für die Verlegung des Pflasters "Umbriano" entschieden.

Aufgrund der außergewöhnlich starken Beanspruchung der Pflasterfläche durch sehr starken Lieferverkehr mit schweren Lastern, dem Rangieren mit Lieferwagen auf engstem Raum, sowie der erforderlichen intensiven Reinigung zwölf Mal pro Woche sind am vorhandenen Umbriano-Pflaster Schäden in Form von Abplatzungen, Setzungen und hochstehenden Steinen entstanden. Aus verkehrssicherungstechnischer Sicht ist eine Sanierung in Teilen des ersten Bauabschnittes erforderlich.

Sanierung von Teilen des ersten Bauabschnittes

Aufgrund der aufgetretenen Schäden an Teilen des Umbriano-Pflasters wird bei der Erstellung der Musterflächen gleichzeitig die mittlere Fahrbahn der Bolkerstraße zwischen Hunsrückenstraße und Kapuziner-/Mertensgasse saniert. Der vorhandene Pflasterbelag wird ausgetauscht und die Aufbaukonstruktion modifiziert. Optisch verändert sich die Oberflächengestaltung in Umbriano lediglich durch eine Neuverlegung von Pflaster kleinerer Abmessungen. Ziel ist es, den extrem hohen Beanspruchungen der Bolkerstraße zukünftig gerechter zu werden. Sofern die verwendeten Materialien diesen Ansprüchen genügen, ist ein Austausch der unterschiedlichen Oberflächenbefestigungen in der Bolkerstraße nicht erforderlich.

Für die Erstellung der Musterflächen einschließlich der Sanierungsarbeiten im ersten Bauabschnitt sind Kosten in Höhe von rund 370.000 Euro veranschlagt.

Ein Video zu diesem Thema finden Sie im Laufe des Tages auf YouTube unter:
www.youtube.com/stadtduesseldorf