"Fahrradgerechte Stadt"

| Kultur Grand Départ

Ein Kreuzrahmenrad aus dem Jahr 1889 wird bei der Ausstellung "Fahrradgerechte Stadt" im Stadtmuseum gezeigt, Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf.

In der Ausstellung zu sehen: Ein Rad aus dem Jahr 1901, Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf.

In der Ausstellung wird auch das original Siegerrennrad gezeigt, mit dem Eddy Merckx 1970 die Tour de France gewann, Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf.

Sammler Harry Schönröck stellt ein historisches Dreirad vor, Foto: Uwe Schaffmeister.

Museumsdirektorin (4. von links) Dr. Susanne Anna und die Kooperationspartner des Stadtmuseums bei der Ausstellung "Fahrradgerechte Stadt" freuen sich auf die Tour de France, Foto: Uwe Schaffmeister.

Sammler Harry Schönrock (l.) mit Ehefrau und Museumsdirektorin Dr. Susanne Anna (r.) am Nachbau des Laufrads von Karl Baron von Drais aus dem Jahr 1877, Foto: Uwe Schaffmeister.

Impressionen aus Ausstellung "Fahrradgerechte Stadt", Foto: Uwe Schaffmeister.

Blick in die Ausstellung, Foto: Uwe Schaffmeister.

Unter dem Titel "Fahrradgerechte Stadt" steht die Ausstellungseröffnung mit Sommerfest am 16. Juni im Stadtmuseum.

Unter dem Titel "Fahrradgerechte Stadt" laden Stadtmuseum, Freundeskreis des Stadtmuseums Düsseldorf e.V., Stadtwerke Düsseldorf, BDA Düsseldorf, Amt für Verkehrsmanagement, Peter Behrens School of Arts (PBSA) der Hochschule Düsseldorf und das Institut français Düsseldorf am Freitag, 16. Juni, 19 Uhr, zur Eröffnung der Ausstellung mit Sommerfest in das Stadtmuseum, Berger Allee 2, und in den von SIGMA farbig beleuchteten Garten des Spee’schen Palais ein.

"Fahrradfahren und Stadtmuseum gehören zusammen. Das Stadtmuseum soll ein Treffpunkt für Fahrradfahrer in Düsseldorf werden", erklärt Dr. Susanne Anna, Direktorin des Stadtmuseums, zur Ausstellung "Fahrradgerechte Stadt". Anlässlich des Grand Départ Düsseldorf 2017 und des 200. Geburtstags des Fahrrads wird im Stadtmuseum bis zum 2. Juli die einzigartige Sammlung historischer Fahrräder von Harry Schönrock präsentiert. Wie kreativ die Bauweise der einzelnen "Drahtesel" ist, wird für Überraschungen sorgen. Unter anderem wird ein Nachbau des 1817 angefertigten Laufrads von Karl von Drais, dem Erfinder des "Ur-Fahrrads" gezeigt. Aber auch modernere Exemplare wie das Rennrad, mit dem Eddy Merckx, einer der erfolgreichsten Radsportler der Geschichte, 1970 seine zweite Tour de France gewann, werden zu sehen sein.

Ergänzt werden die historischen Fahrräder mit Dokumenten der städtischen Verkehrsplanung wie Plänen, Fotos und Videos. Auch historische Tour de France-Plakate und -Fotos werden in Kooperation mit dem Institut français Düsseldorf gezeigt. Ein besonderes Highlight sind zudem die  Entwürfe der Studierenden der PBSA für die der BDA Düsseldorf einen Preis ausgelobt hat, der am Abend des 16. Juni verliehen wird. Unter anderem stellten die Professoren Peter Pütz, Jörg Leser, Robert Niess, und Jochen Schuster unabhängig voneinander verschiedene Aufgaben von der kleinen Fahrradwerkstatt bis hin zu Unterkünften an den neuen Radautobahnen des Landes NRW. Ein Ausschnitt der Ergebnisse und der noch laufenden Arbeiten wird – eingeteilt in die Kategorien "Ziel erreicht" und "Prolog" – präsentiert.

Stadtwerke exklusiver Sponsor der Ausstellung
Als exklusiver Sponsor der Ausstellung "Fahrradgerechte Stadt" im Stadtmuseum sind die Stadtwerke Düsseldorf mit dabei. "Wir unterstützen seit jeher die Kultur sowie den Breiten- und Spitzensport in der Stadt. Da lag es nahe, sich auch beim Grand Départ als Unterstützer einzubringen", begründet Stadtwerke-Vorstand Manfred Abrahams das Engagement. Tatsächlich fördert das Unternehmen aber auch ganz konkret den Radverkehr in der Stadt. An diversen Stellen in Düsseldorf stellen die Stadtwerke Stromtankstellen für Kunden mit E-Bikes zur Verfügung. Dort können Radfahrer kostenlos Strom tanken. Eine der Ladestationen befindet sich gegenüber vom Stadtmuseum am Biergarten des Lokals "Zicke". Hintergrund ist, dass die Stadtwerke den Fahrradverkehr als wichtigen Teil eines neuen, umweltfreundlichen Mobilitätskonzeptes sehen. Mit Blick darauf, dass Mobilitäts- und Energie-Infrastrukturen zukünftig immer weiter zusammenwachsen, ist das Unternehmen einer der Partner in Düsseldorf, die an einer intelligenten Vernetzung emissionsarmer Verkehrsträger arbeiten.

Kampagne "RADschlag" - Fahrrad Verkehrsmittel der Zukunft
Ein weiterer Partner der Ausstellung, das Amt für Verkehrsmanagement, setzt sich für das Ziel der Landeshauptstadt ein, Fahrradstadt zu werden. Mit einer groß angelegten Kampagne "RADschlag", weiteren Verbesserungen für Radfahrer, einem kompetenten Team und einer Vielzahl von Maßnahmen und Aktionen, soll dies erreicht werden. Das Fahrrad ist das optimale, innerstädtische Verkehrsmittel der Zukunft. Immer mehr Menschen wissen das und nutzen die Vorteile. RADschlag will dazu beitragen, diesen Trend sprunghaft zu beschleunigen und Düsseldorf in eine Stadt zu verwandeln, in der noch mehr Menschen für ihre Wege oft, gerne und sicher das Fahrrad benutzen.

Passend zum Motto "Fahrradgerechte Stadt" gibt es natürlich den Abend hindurch ausgewählte Führungen und Gespräche mit den Leiterinnen und Leitern der Sammlungen des Stadtmuseums. Darunter zum Beispiel "Auf Schusters Rappen oder im Knochenknacker – Von A nach B ganz ohne Fahrrad" mit Sigrid Kleinbongartz, Stellvertretende Direktorin und Leiterin der Sammlungen Ältere Stadtgeschichte. Oder auch "Auf dem Weg in die autogerechte Stadt. Verkehrsplanung und Verkehrsbauten der 1920er – 50er Jahre am Beispiel Düsseldorfs" mit Bernd Kreuter, Leiter der Sammlungen 20./ 21. Jahrhundert und der Grafischen Sammlung.

Im romantisch beleuchteten Garten des Spee’schen Palais wird zudem Live-Musik mit der Düsseldorfer Band Via Notes geboten. Zusammen mit Dave Saunders, zuständig für Gitarre und Gesang, Michel Rogganland am Schlagzeug, Gary Jarmin am Altsaxophon, Carsten Seher am Bass und dem Stadtmuseumsnachbarn Norbert Ferkinghoff am Tenorsaxophon gibt es dort eine spannende, abwechslungsreiche Mischung aus R&B, Blues, Swing and Latin. Zu den Kompositionen bekannter Musiker wie Duke Ellington, George Gershwin und Bradford Marsalis gesellen sich eigene Kompositionen des Bassisten Carsten Seher. Die kurzweilige Darbietung dürfte daher jeden Liebhaber des musikalischen Genusses erreichen.

Kulinarische Stärkung gibt es im schönen Rosengarten, mit Unterstützung des langjährigen Stadtmuseum-Partners Broich Premium Catering. An Tischen und vielen Sitzmöglichkeiten können köstliche Weine, kühles Bier und sommerlich leichte Gerichte genossen werden.

Programm Sommerfest 2017
19 Uhr, Begrüßung: Dr. Susanne Anna, Eckhard Kranz, Bruno Braun
Führungen durch die Stadtgeschichte in den Sammlungen/Sonderausstellung

20 Uhr: "Auf Schusters Rappen oder im Knochenknacker – Von A nach B ganz ohne Fahrrad" mit Sigrid Kleinbongartz M.A., Stellvertretende Direktorin/Leiterin der Sammlungen Ältere Stadtgeschichte

20.30 Uhr: "Im Rausch der Geschwindigkeit – die Eisenbahn im 19. Jahrhundert" mit Stefanie Weißhorn M.A., Volontärin

21 Uhr: Auf dem Weg in die autogerechte Stadt. Verkehrsplanung und Verkehrsbauten der 1920er - 50er Jahre am Beispiel Düsseldorfs mit Bernd Kreuter M.A., Leiter der Sammlungen 20./21. Jahrhundert / Grafischen Sammlung / des Stadttheoretischen Forums

21.30 Uhr: Mobile Werbung mit Dr. Christoph Danelzik-Brüggemann, Leiter der Sammlungen 19. Jahrhundert / Fotografischen Sammlung

21 Uhr: "Hin und weg. Reisen von 1500 bis 1800" mit Anja Schumann M.A., Volontärin

22.30 Uhr: "Highlights der historischen Fahrräder in der Ausstellung Fahrradgerechte Stadt" mit Harry Schönrock

Die Sammlungspräsentation und die Sonderausstellung "Werbung. Die Kunst der Kommunikation" sind kostenfrei geöffnet!

Weitere Informationen und den Link zum Blog und den Social Networks gibt es unter: www.duesseldorf.de/stadtmuseum