Investorenauswahlverfahren „Torfbruchstraße 171/173“

Die Landeshauptstadt Düsseldorf plant die Bestellung eines Erbbaurechtes - vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Gemeindeorgane - der im Lageplan gekennzeichneten Grundstücksfläche zur Realisierung eines Wohnbauvorhabens.

Im Vorfeld werden mittels des nachfolgend beschriebenen Verfahrens Investoren ermittelt, die unter Berücksichtigung der nachfolgenden Bedingungen mit Ihrem Ideenkonzept überzeugen.

Gemarkung Flur Flurstück Fläche
Gerresheim 20 28/226 Gesamt ca. 1.530

Verfahrensbeschreibung | PDF-Datei 346 KB

Kurzbeschreibung
Objektbeschreibung Das Erbbaurechtsgrundstück befindet sich im östlichen Teil der Landeshauptstadt Düsseldorf im Stadtbezirk 7 sowie der Gemarkung Gerresheim.

Neben dem guten ÖPNV-Angebot (Buslinien, S-Bahnhof Düsseldorf Gerresheim,) sowie der guten Verkehrsanbindung an das überregionale Verkehrsnetz (A 46), sind die sozialen Infrastruktureinrichtungen (Kindertagesstätten, Schulen) gut erreichbar. Geschäfte des täglichen Bedarfes erreichen Sie fußläufig. Neben den im Baugebiet befindlichen ausgedehnten Grünflächen, laden auch die innerhalb weniger Minuten erreichbaren Naturschutz-, Erholungs- und Freizeitgebiete (Stadtwald Düsseldorf, Unterbacher See) zu Freizeitaktivitäten ein.

(Die örtlichen Verkehrsverhältnisse können bei der Umsetzung einer Bebauung insbesondere bei der Stellplatzthematik Berücksichtigung finden. Die aktuellen Regelungen entnehmen Sie bitte www.duesseldorf.de/ bauaufsichtsamt/a-z/stellplaetze-und-garagen-fuer-wohnnutzung.html bzw. maps.duesseldorf.de/stellplatzrichtlinie/.)

Der Bebauungsplan setzt Lärmpegelbereich VI bzw. V fest. Gemäß textlicher Festsetzung Nr. 15.1 sind an den Fassaden im Mischgebiet (MI) zwischen den im B-Plan genannten Lärmpunkten (Bereiche mit Schrägschraffur) Fenster und Öffnungen zu Aufenthaltsräumen nicht zulässig. (Hinweis: Aufenthaltsräume in Wohnungen sind z. B. Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer, Wohnküchen, Gemeinschaftsräume, Gästezimmer etc., nicht als Aufenthaltsräume gewertet werden z.B. Treppen, Bäder, Abstellkammern, reine kleine „Kochküchen“). Demzufolge ist eine Wohnbebauung auf dem Eckgrundstück nur schwer realisierbar (Ausschluss von Fenstern und Öffnungen zu Aufenthaltsräumen (vorgelagerte Loggien mit öffenbaren Fenstern gelten als Öffnung)). Es wird geraten eine unsensible Nutzung, insbesondere für den am stärksten belasteten Gebäudeeckbereich Dreher- / Torfbruchstraße, vorzusehen. Hier bietet sich für stark verlärmte Gebäude-Eckbereiche an, den Erschließungskern des Gebäudes (Treppenhaus etc.) oder eine unsensible Nutzung (Büros, Arztpraxen etc.) vorzusehen. Am Quellenbusch wurden z.B. für die zur Torfbruchstraße ausgerichtete Seite einer Wohnnutzung (langgestreckte riegelförmige Bebauung) Treppenräume, Bäder, kleine Kochküchen und Abstellräume vorgesehen, während die Aufenthaltsräume zur abgewandten, ruhigen Seite orientiert sind. Große „durchgesteckte“ Wohnräume können eine Festverglasung zur Straße und öffenbare Fenster zum Hof haben. Denkbar wären Konzepte mit einer Wohngruppe und/oder Wohnen und Arbeiten sowie kleinere Gewerbeeinheiten und Büros (zur Straße Co-Working-Arbeitsräume, zum Hof Co-Living). Im Mischgebiet ist auch eine gewerbliche Nutzung (z.B. Praxis oder Bereiche für ärztliche verordnete Anwendungen) z.B. im Erdgeschoss zulässig.

Innovative Wohnkonzepte ggf. kombiniert mit Arbeitsräumen entlang der lärmbelasteten Fassadenbereiche sind ausdrücklich erwünscht. Die Wohnungen sollten preisgünstig sein. Z.B. ein Wohnkonzept für Personen mit geringem Einkommen, die eine Hausgemeinschaft in einem Mietobjekt mit sozialer Verantwortung und gegenseitiger Hilfe bilden möchten. “barrierefrei - bezahlbar - gemeinschaftlich“ Kleine barrierefreie / -arme sogenannte Kernwohnungen mit reduzierter Wohnfläche, die durch Angebote / Flächen wie Gemeinschaftsräume, Gästezimmer, Terrassen, Arbeits- und Werkräume o. ä. ergänzt werden können. Ggf. Wohncafé auch als Treffpunkt für gemeinsame Mahlzeiten und Aktivitäten. Grundsätzlich ist eine Großtagespflege zu berücksichtigen.

Weitere Informationen können Sie der Verfahrensbeschreibung | PDF-Datei entnehmen.
Abgabefrist für die Konzeptbewerbung Die Unterlagen / das Angebot für die Teilnahme am Verfahren müssen im verschlossenem Umschlag

bis zum 22.10.2020 12.00 Uhr bei der

Landeshauptstadt Düsseldorf, Liegenschaften
Brinckmannstraße 4, Zimmer 0.13
40225 Düsseldorf
eingegangen sein.

Der Umschlag ist wie folgt zu beschriften:
„Nicht öffnen! Angebotsfrist 22.10.2020 12:00 Uhr Ausschreibungsverfahren: Torfbruchstraße 171/173“

Nach Ablauf dieser Frist eingehende Angebote sowie mündliche oder unvollständige Angebote und Angebote per E-Mail oder Fax werden nicht berücksichtigt. Sofern die Unterlagen per Post (über die Zentrale Poststelle der Stadtverwaltung) zugesandt werden, ist auf rechtzeitige Zusendung zu achten, da der interne Postverteilungslauf bis zu 3 Tagen Zeit in Anspruch nehmen kann.

Entscheidend ist der fristgerechte Eingang im o. g. Zimmer. Evtl. Verzögerungen bzw. Versäumnisse von mit dem Transport beauftragten Personen und Unternehmen sind Risiko des Bieters.

Sofern die Landeshauptstadt Düsseldorf von der Option Gebrauch macht, eine zweite Bearbeitungsstufe durchzuführen, wird für die Einreichung der Unterlagen die weitere Abgabefrist im Verfahren bekannt gegeben.
Erbbauzins Unter Berücksichtigung eines sinnvollen Mischungsverhältnisses zwischen der Errichtung von preisgünstigen Wohnungen, kleinteiligen Büro- und Gewerbeeinheiten und einer Großtagespflege geht die Stadt Düsseldorf von einem jährlichen Richterbbauzins von

62.500,50 Euro
(Bodenwert 1.250.010 Euro x 5 %)
aus.

Geringere Gebote sind nicht automatisch ausgeschlossen und können ggf. berücksichtigt werden, sofern diese nachvollziehbar begründet sind.

Im Erbbauzinsgebot ist gesondert darzustellen, wie sich der Bodenanteil für den Anteil im preisgünstigen Wohnungsbau und für den Anteil der zu errichtenden kleinteiligen Büros / Gewerbeflächen/ Großtagespflege jeweils zusammensetzt. Um eine Vergleichbarkeit zu erreichen, sind die Wohnflächen auf der Basis des Verhältnisses Wohnfläche/ BGF mit dem Faktor 0,75 umzurechnen. Die BGF ermittelt sich gemäß DIN 277 (Ausgabe Januar 2016), NUF gemäß DIN 277 und die WF gemäß Wohnflächenverordnung (WoFlV) (s.a. Anlage Definition Flächen).

Bei der Ermittlung der BGF bleiben Untergeschosse und Technikräume unberücksichtigt. Die gewerblich genutzten Räume in den Untergeschossen (außer Lager- und Archivräume) und in den Dach und Staffelgeschossen sind einschließlich ihrer Konstruktions- und Verkehrsflächen mit anzurechnen.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf behält sich vor, das Verfahren für das Erbbaugrundstück aufzuheben, wenn kein angemessenes Erbbauzinsangebot eingereicht wird.

Stadtplanausschnitt Torfbruchstraße

Kontakt

  • Frau Hachenberg
    Tel. 0211 - 8992385

    E-Mail
  • Herr Ehring
    Tel. 0211 - 89 92365

  1. Makleraktivitäten sind nicht erwünscht!
  2. Eine Belastung des Grundbuches vor Eintragung des Erbbaurechtes ist nicht möglich.
  3. Kosten für die Erstellung der Angebote werden von Seiten der Landeshauptstadt Düsseldorf nicht erstattet.
  4. Alle tatsächlichen und rechtlichen Angaben sind mit größtmöglicher Sorgfalt zusammengestellt worden. Gleichwohl kann für die Richtigkeit und Vollständigkeit keine Gewähr übernommen werden. Dies schließt auch die zur Verfügung gestellten Pläne ein. Änderungen bleiben vorbehalten. Die genannten Daten erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
  5. Diese Angaben stellen kein rechtsgeschäftliches Angebot der Landeshauptstadt Düsseldorf zur Bestellung eines Erbbaurechtes dar. Insbesondere ergibt sich hieraus keine Verpflichtung der Landeshauptstadt Düsseldorf zur Bestellung eines Erbbaurechtes an dem Grundstück. Die Interessenten können daher aus der Teilnahme am Verfahren keine Verpflichtungen der Landeshauptstadt Düsseldorf herleiten und insofern auch keine Ansprüche gegen die Landeshauptstadt Düsseldorf geltend machen.
  6. Die Landeshauptstadt Düsseldorf behält sich vor, das Verfahren jederzeit - aus welchen Gründen auch immer - abzubrechen oder ganz aufzuheben. Eine Erstattung von Aufwendungen findet nicht statt. Die Unterlagen werden nicht zurück gesendet.
  7. Während des Zeitraums der Veröffentlichung bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Unterlagen zur Abgabefrist kann nicht ausgeschlossen werden, dass Ergänzungen, Hinweise oder Änderungen hierzu vorgenommen werden. Diese werden dann hier auf dieser Seite ersichtlich sein. Bitte sehen Sie daher für den Zeitraum der Veröffentlichung in regelmäßigen Zeitabständen die hier veröffentlichen Unterlagen ein oder nehmen Sie Kontakt zum genannten Ansprechpartner auf.
  8. Im Verfahren werden nur Angebote berücksichtigt, die vollständig, bedingungs- und vorbehaltsfrei innerhalb der Abgabefrist eingereicht werden.
    Vollständigkeit: Das Angebot des Bieters muss vollständig sein, d.h. es muss die geforderten einzureichenden Unterlagen beinhalten.
    Bedingungsfrei: Das Angebot des Bieters darf an keine weiteren Voraussetzungen geknüpft sein, die nicht Bestandteil der Verfahrensbeschreibung sind.
    Vorbehaltsfrei: Das Angebot des Bieters darf keine Einschränkungen beinhalten

    Formblatt: Das Formblatt ist vollständig (soweit für das Projekt des Bieters möglich) auszufüllen und vom Bieter zu unterzeichnen. Wird das Formblatt nicht  vollständig (soweit wie für das Projekt des Bieters möglich) ausgefüllt und vom Bieter nicht unterschrieben, gilt das Angebot als nicht abgegeben.
  9. Die Stadt Düsseldorf wird mit der Auswertung der eingereichten Bewerbungen ggf. ein privates Unternehmen betrauen.