SchiLF| Prävention von Cybergewalt und Cybermobbing

| Fortbildungen auf Anfrage Fachtage, Fortbildungen LPS

Prävention von Cybergewalt

Mit der zunehmenden Bedeutung von WhatsApp, Instagram, Snapchat und TikTok werden Kinder und Jugendliche mit Beleidigungen, Hassbotschaften, Hate Speech, extremen politischen Ansichten und Verschwörungstheorien, Cybergrooming und Cybermobbing konfrontiert. Laut JIM-Studie 2020 haben 38 Prozent der Jugendlichen –in ihrem Umfeld schon einmal mitbekommen, dass jemand im Internet absichtlich fertig gemacht wurde. Elf Prozent bestätigen, dass sie selbst schon einmal Opfer einer solchen Attacke wurden. Die Landesanstalt für Medien NRW veröffentlicht aktuelle die Zahlen zu Cybergrooming. Ein Viertel aller Kinder und Jugendlichen wurden bereits im Netz von Erwachsenen zu einer Verabredung aufgefordert

Kinder ab der 5. Klasse nutzen wie selbstverständlich WhatsApp, häufig ohne Begleitung der Eltern. Klassen-Chats sind für Schüler*innen und Lehrkräfte zunehmend belastend, denn neben den Inhalten wie Kettenbriefe, Challenges, Gewaltvideos, Pornografie verursacht auch die Masse an Nachrichten Stress. Straftaten wie das Verschicken von Gewaltvideos und Pornografie, die Verletzung des Rechts am eigenen Bild durch das Verbreiten von Bildern bzw. Videoaufnahmen etc. stören das Wohlbefinden von Schüler und Schülerinnen und Lehrkräften gleichermaßen. Der dadurch ausgelöste psychosoziale Stress ist immens. Doch wie können Schulen auch in Zukunft sichere Orte sein und bleiben?

  • Was können wir präventiv tun?

  • Wie könnte die spezifische Prävention von Cybergewalt in die unspezifische Prävention von Gewalt integriert werden?

  • Was können Klassenlehrkräfte präventiv tun, um sich und die Klasse zu schützen?

  • Welche Unterrichtsmaterialien und Fortbildungen gibt es?

  • Wie verhalte ich mich als Lehrkraft und Schulleitung bei einer Cyberattacke?

Für Ihre Schule, Ihr Kollegium oder Ihr Team können Sie Schwerpunkte für Ihre schulinterne Fortbildung mit uns absprechen. Auch sog. Kick-Offs für die erweiterte Schulleitungsebene bieten wir als Impulsveranstaltung für die Prävention als Schulentwicklungsprozess an.

Grundlagen:

  • Mediennutzung, Phänomene mit Gefährdungspotential

  • Formen von Cybergewalt

  • Social Media und Grundbedürfnisse von Kindern und Jugendlichen

  • Mobbing und Cybermobbing: Merkmale und Dynamik

  • Rechtliche Grundlagen mit Anwendung an Fallbeispielen

Prävention:

  • Prävention als Schulentwicklung:

  • Präventionsmaßnahmen auf Klassenebene

  • Präventionsprogramme: Medienscouts, Gemeinsam Klasse sein, MindMatters usw.

  • Möglichkeiten der Umsetzung an Ihrer Schule

  • Unterrichtsmaterialien

  • Unterstützung- und Beratungsangebote

Intervention:

  • Interventionsschritte

  • Lehrerverhalten: Arbeit am Fallbeispiel

  • Vorstellung der Interventionsprogramme: No Blame Approach, Systemische Kurzintervention
  • Notfallordner -Hinsehen und Handeln

  • Möglichkeiten der Umsetzung an Ihrer Schule

 

Alle Teilnehmenden bekommen eine Dokumentation mit den Inhalten und Übungen der Fortbildung.

Zielgruppe: Schulleitungen, Lehrerinnen und Lehrer, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter

  • Termine: nach Bedarf

  • Dauer: 2-2,5 Stunden

  • Referentinnen: Annabel Krome, Evelyn Schuster (LPS)

  • Medien: Beamer, HDMI-Kabel, Flipp-Chart-Ständer, 2 Stellwände

  • Teilnehmerzahl: max. 20

  • Ort: Inhouse-Veranstaltung