Fachtagung "Was tun gegen "Hate Speech"? Kinder, Jugendliche und der Hass im Netz

Am 04.04.2017 fand die Fachtagung: Was tun gegen "Hate Speech"? statt. Die verbreitung von Diskriminierung, Hass und Hetze im Internet, genannt "Hate Speech", wird zunehmend alltäglich - vor allem in den Sozialen Netzwerken. 91 % der 14 - 21-Jährigen haben bereits Erfahrungen mit Hate Speech gemacht (FORSA Studie 2016). Bestimmte Personen oder Personengruppen werden bewusst und gezielt online abgewertet, beleidigt oder bedroht, aber niemand muss diese rassistischen, antisemitischen oder sexistischen Kommentare akzeptieren.

Besuch des Landtagsabgeordneten Stefan Engstfeld, Bündnis 90/ Die Grünen am Tag der Medienkompetenz

Am 22.11.2016 besuchte Stefan Engstfeld im Rahmen des Tags der Medienkompetenz 2016 das Zentrum für Schulpsychologie der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Das ZfS kooperiert seit vielen Jahren in einem professionellen Netzwerk, unter anderem mit der Landespräventionsstelle gegen Gewalt und Cybergewalt an Schulen in Nordrhein-Westfalen, dem LVR - Zentrum für Medien und Bildung/ Medienzentrum für die Landeshauptstadt Düsseldorf und der Landesanstalt für Medien NRW (Lfm). Ziel der Zusammenarbeit ist es, den Kinder- und Jugendmedienschutz aktiv zu gewährleisten.

Als Mitglied der Medienkommission der Landesanstalt für Medien NRW ist es Stefan Engstfeld ein besonderes Anliegen, die medienpädagogische Arbeit sowie Bildungs- und Entwicklungsprozesse von Kindern und Jugendlichen zu unterstützen.

Herr Engstfeld lernte anlässlich seines Besuches vor Ort die Ausbildung der Medienscouts kennen. In einer Diskussion mit den beteiligten Schülerinnen und Schüler wurde z.B. das Pro und Contra von Computerspielen beleuchtet. Fast alle Kinder und Jugendliche spielen, setzen sich aber nicht mit der Wirkung von Computerspielen auseinander. Medienkompetenz bedeutet, auch in diesem Genre die Chancen und Risiken des Mediums verstehen zu lernen.

08.11.2016 Fachtag/Netzwerk Tag: "Beziehungsarbeit in der Schule – Prävention gegen Gewalt und Krisen"

Besonders Jugendliche, die in ihrem sozialen Umfeld keine nennenswerte Unterstützung erfahren, haben ein erhöhtes Risiko in psychische Krisen zu geraten oder aus Mangel an Alternativen Kompetenzen Gewalt als probates Mittel der Konfliktlösung anzusehen. Viele Studien belegen, dass eine positive Bindung an die Schule und eine gelingende Beziehungsgestaltung mit Lehrkräften starke Schutzfaktoren für Schülerinnen und Schüler darstellen. Kurzum: Eine gute Bindung an die Schule ist die beste Gewalt- und Krisenprävention und somit ein wesentlicher Baustein einer guten und gesunden Schule mit einem guten und gesunden Schulklima.

Im Rahmen des Fach-/Netzwerktages wurden insbesondere die Aspekte „Bindung“ und „Beziehungsgestaltung“ sowie ihr Einfluss auf krisenhafte Entwicklungen und Gewaltvorfälle in Schule näher betrachtet. In Form von Info-Foren wurden am Vormittag Projekte und Angebote gewalt- und krisenpräventiver Maßnahmen zu folgenden Themen vorgestellt:

  • Jugend stark machen gegen salafistische Radikalisierung
  • Diskriminierung passiert im Kopf – Schule der Vielfalt
  • Seelische Gesundheit, psychische Krisen und Beziehungsarbeit in der Schule
  • Medienkompetenz - systematische Prävention statt Intervention
  • Sexuelle Übergriffe unter Jugendlichen in Schule

Am Nachmittag referierte Rita Steffes-enn, Kriminologin (M.A.), klinische Sozialarbeiterin, Ausbildungen in Systemischer Therapie, Bindungsbasierter Psychotherapie und Beratung, Zentrum für Kriminologie & Polizeiforschung zum Thema Beziehungsarbeit als Prävention von Gewalt und Krisen.
Es schloss sich eine Podiumsdiskussion mit Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis an.

ARAG Fachschultag 2016 für Schulmediatoren in Düsseldorf

„Interkulturelles Konfliktmanagement & Mediation“ für Schulen in NRW

Am 23.06.2016 fand unter Anwesenheit von Sylvia Löhrmann, Ministerin für Schule und Weiterbildung NRW, der „ARAG Fachschultag 2016“ im ARAG Tower in Düsseldorf statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, meist Schulleiter, Lehrkräfte und Fachkräfte für Schulsozialarbeit verschiedenster Schulformen aus ganz Nordrhein-Westfalen, konnten sich in zehn Workshops rund um das Thema „Interkulturelles Konfliktmanagement & Mediation“ weiterbilden. Die LPS beteiligte sich mit dem Workshop "Interkulturelles Konfliktmanagement - Vielfalt gestalten" an diesem Fachtag. Vorgestellt wurden Programme und Projekte zum sozialen & emotionalen Lernen, die zu einer konstruktiven und gewaltfreien Konfliktlösung befähigen.

21. Deutscher Präventionstag

6. Bis 7. Juni 2016 in Magdeburg

„Prävention und Freiheit: Zur Notwendigkeit eines Ethik-Diskurses“ war das den 21. Deutsche Präventionstag maßgeblich prägende Thema.

Bei Vorträgen, innerhalb  von Themenboxen oder in Form von Projektspots wurde über eine Ethik der Gewaltprävention und die grundsätzliche Frage, wozu man eine Ethik brauche, diskutiert. Aktuelle Themen, wie z. B. das der Salafismusprävention oder der Prävention von Cybermobbing wurden beleuchtet.

Die Landespräventionsstelle stellte ihr Angebot auf dem Messestand des Kriminalpräventiven Rates der Stadt Düsseldorf vor. Durch zahlreiche Begegnungen und interessante Gespräche mit Kooperationspartnern und Interessierten gelang es, vielfältige Vernetzungen voranzubringen und die Arbeit der LPS weiter bekannt zu machen.

Wettbewerb "Cybermobbing – Zivilcourage lohnt sich"

Am 22.02.2016 fand im Ministerium für Schule und Weiterbildung die Preisverleihung des Filmwettbewerbs "Cybermobbing – Zivilcourage lohnt sich" statt.

Aus 57 eingereichten Videoclips hatte die Jury fünf Preisträger ermittelt.

Den ersten Preis erhielt das Robert-Bosch-Berufskolleg aus Dortmund, den zweiten Preis die Gemeinschaftsgrundschule Dierath aus Burscheid und der dritte Preis ging an die Gemeinschaftshauptschule Nürnberger Straße aus Köln. Die Schule am Niedermühlenhof, Förderschule für geistige Entwicklung aus Bielefeld sowie die Georg-Schulhoff-Realschule aus Düsseldorf erreichten jeweils vierte Plätze.

Der Wettbewerb wurde im vergangenen Jahr vom Ministerium für Schule und Weiterbildung gemeinsam mit der Landespräventionsstelle gegen Gewalt und Cybergewalt an Schulen in Nordrhein-Westfalen, dem Zentrum für Schulpsychologie in Düsseldorf und mit Unterstützung des Düsseldorfer Familienunternehmens ARAG SE ausgeschrieben. Es sollten Videoclips zum Thema Zivilcourage im Netz eingereicht werden.

Ministerin Sylvia Löhrmann, Dr. Dr. h.c. Paul-Otto Faßbender sowie Thomas Hohler, Schauspieler und Pate des Wettbewerbs, gratulierten den Schülerinnen und Schülern und überreichten die Preise. Das Preisgeld für die ersten drei Plätze betrug 3.000, 2.000 und 1.000 Euro. Die beiden viertplatzierten Schulen erhielten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro.

Die Gewinner-Filme
Weitere Informationen und Fotos

Martin Oppermann, Ministerium für Schule und Weiterbildung  Christel Müller-Spandick, Landespräventionsstelle
Martin Oppermann, Ministerium für Schule und Weiterbildung, Christel Müller-Spandick, Landespräventionsstelle

19.02.2016 LPS auf der Didacta