Bastian Fleermann: Ulmer Höh. Das Gefängnis Düsseldorf-Derendorf im Nationalsozialismus

Ulmer Höh

Ulmer Höh’ Das Gefängnis Düsseldorf-Derendorf im Nationalsozialismus
von Bastian Fleermann

Schließlich stand ich mit meinem Eßgeschirr in einer kleinen Zelle. Die verkratzen fettigen Wände, der alte wackelige Holztisch, die schmale verrostete Bettstelle, der Abortkübel in einem alten brauen Holzgestell, der alte Schemel, das kleine Spiegelchen, der Spind, der oft geflickte Fensterrahmen mit den billigen Glasscheiben, die Eisentür – alles atmete den Dunst von tausenden verschiedenen Unglücklichen, von tausenden verschiedenen Schicksalen.“ Karl Schwesig (1898-1955)

In der „Ulmer Höh‘“ – dem 1893 eröffneten Gefängnis an der Ulmenstraße in Düsseldorf – waren zwischen der Machtübernahme 1933 und der Befreiung im Frühling 1945 zehntausende Menschen inhaftiert. Viele dieser Gefangenen waren völlig Bürgerinnen und Bürger: politische Gegner des Regimes, gesellschaftliche Außenseiter, jüdische Männer und Frauen, Künstler und Journalisten, Homosexuelle, Sinti, Kirchenleute oder Pazifisten, ausländische Zwangsarbeiter oder angebliche „Wehrkraftzersetzer“. Erstmals lässt dieser Band die Gefangenen ausführlich zu Wort kommen: In Tagebüchern und Briefen schildern sie ihr Leid und ihre Sorgen als Inhaftierte eines Unrechtsstaates.

 

Ulmer Höh’ Das Gefängnis Düsseldorf-Derendorf im Nationalsozialismus
von Bastian Fleermann
488 Seiten, gebundene Ausgabe, mit Leseband 22,00 €

Herausgegeben im Auftrag des Förderkreises der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf e.V.

Erhältlich in der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf und im Buchhandel

ISBN 9-783-7700-6044-3
www.droste-verlag.de