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Bürgerbegegnung Chemnitz und Düsseldorf

30 Düsseldorferinnen und Düsseldorfer sind am Freitag, 8. November, nach Chemnitz aufgebrochen: Programm zur innerdeutschen Geschichte


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Text: Mester, Annika

Die anstehenden Jubiläen der Friedlichen Revolution und der Deutschen Einheit sind für die gesamte Bundesrepublik von großer Bedeutung. Anlässlich der Feierlichkeiten zum 30. Jahrestag des Mauerfalls, haben die Stadtverwaltungen der Partnerstädte Chemnitz und Düsseldorf ein besonderes Bürgerbegegnungsprojekt ins Leben gerufen.

Am Freitag, 8. November, starteten 30 Düsseldorferinnen und Düsseldorfer eine Delegationsreise nach Chemnitz, um vor Ort gemeinsam mit 30 Chemnitzerinnen und Chemnitzern ein spannendes Programm zur innerdeutschen Geschichte wahrzunehmen. Die Düsseldorfer Delegation, die zu großen Teilen aus ehrenamtlich aktiven Bürgerinnen und Bürgern besteht, wurde am frühen Freitagmorgen auf dem Burgplatz von Oberbürgermeister Geisel verabschiedet. In Chemnitz angekommen, erwartet die Gruppe ein Empfang mit privater Stadtführung durch Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig. Beiden Stadtoberhäuptern liegt die städtepartnerschaftliche Verbundenheit ihrer Kommunen sehr am Herzen.

"Ich wünsche den Düsseldorferinnen und Düsseldorfern einen interessanten und informativen Aufenthalt in unserer Partnerstadt Chemnitz. Gerade in der heutigen Zeit, wo 30 Jahre nach dem 'Mauerfall' andernorts grundlegende Werte der Demokratie und Toleranz in Frage gestellt werden, ist der direkte Austausch zwischen Ost und West, Düsseldorf und Chemnitz, besonders wichtig", sagte Oberbürgermeister Thomas Geisel bei der Abfahrt. "Daher unterstützen meine Amtskollegin Barbara Ludwig und ich dieses Projekt von ganzem Herzen. Das Programm, das die Stadt Chemnitz für unsere Delegation vorbereitet hat, bietet hervorragende Möglichkeiten für intensive Gespräche und ich freue mich bereits jetzt auf den Gegenbesuch der Chemnitzerinnen und Chemnitzer im März."

Am Samstag werden die Düsseldorfer Gäste das Kaßberg Gefängnis besuchen, welches das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) unter anderem nutzte, um tausende politisch Verfolgte zu inhaftieren. Auch eine Führung durch das Stasi-Unterlagen-Archiv Chemnitz steht auf dem Programm. Am Samstagabend wird die Gruppe noch die Gelegenheit haben, der Uraufführung des Theaterstückes "Aufstand der Dinge. Ein Generationenprojekt zur Nachwendezeit" beizuwohnen. Am Sonntag wird die Delegation noch an einem Bürgerdialog im Rathaus teilnehmen. Dieser ist ein moderiertes Gespräch, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit haben sollen, sich über Vergangenheit und Zukunft der innerdeutschen Beziehungen auszutauschen.

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