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Stadtentwicklung

Das Bearbeitungsteam für das Raumwerk D ist komplett

Stadtplanungsamt hat ein Koordinationsbüro und vier Planungsteams zur Begleitung des städtebaulichen Entwicklungskonzeptes beauftragt


Erstellt:
Text: Frisch, Michael

Auf Basis einer breit aufgestellten und im Prozess früh verankerten Beteiligungsphase arbeitet das Stadtplanungsamt an der Neuaufstellung eines städtebaulichen Entwicklungskonzeptes – dem Raumwerk D. Ziel des Konzeptes ist es, die unterschiedlichen Potenziale, Konsequenzen und Herausforderungen für die Stadtplanung zu identifizieren, zu analysieren und zu gestalten und in mit der Stadtgesellschaft vereinbarte Bahnen zu lenken.

Dazu hat das Stadtplanungsamt aktuell ein Koordinationsbüro und vier Planungsteams beauftragt. Das ausgewählte Koordinationsbüro ist die urbanista GmbH & Co. KG aus Hamburg, die die Stadtverwaltung bei Prozessorganisation, Durchführung der Beteiligungsbausteine und Moderation des Prozesses unterstützt. Die vier interdisziplinären, teils internationalen Planungsteams werden geführt von den Büros MUST Städtebau GmbH (Köln), CITYFÖRSTER architecture + urbanism (Hannover), berchtoldkrass space&options (Karlsruhe) und RHA Reicher Haase Assoziierte (Aachen).

Bis Ende des Jahres widmen sich die Planungsteams nun der Aufgabe, jeweils ein gesamtstädtisches Raumbild zu entwerfen. Aufbauend auf den Ergebnissen der ersten Beteiligungsphase sind die Planungsteams gefordert, mutige räumliche Aussagen für die zukünftige gemeinsame Stadtentwicklung Düsseldorfs zu visualisieren. Hier gilt es, Antworten auf Zukunftsfragen einer wachsenden Stadt wie Düsseldorf zu finden. Welchen Zwängen unterliegt die Entwicklung der Stadt, welche Möglichkeiten bieten sich uns? Wie lösen wir Flächenkonkurrenzen? Wie sichern wir unsere städtebaulichen Qualitäten?

Den Auftakt für diese Phase der Projektarbeit bildete eine Kick-Off-Veranstaltung Ende Juni. Nach einer gemeinsamen Stadtexkursion kamen die vier Teams, Vertreterinnen und Vertreter der Fachverwaltungen sowie beratende Experten unter der Moderation des Koordinationsbüros zusammen. Hier standen vor allem das Kennenlernen der Vielseitigkeit der Stadt sowie das Darlegen der ersten Ideen und Ansätze der Planungsteams zur Aufgabenstellung im Vordergrund.

"Die Planungsteams und ihre jeweils sehr individuellen Prägungen, Ansätze und Schwerpunkte stellen eine Kompetenzvielfalt, die begeistert. Gerade in der Kombination dieser Unterschiedlichkeiten und Erfahrungen aus anderen Städten, liegt ein großes Potenzial für die Entwicklung eines facettenreichen, vielschichtigen Zukunftsbildes. Ich bin überzeugt, dass wir durch den kooperativen Arbeitsprozess zwischen den Teams und der Stadtgesellschaft mit Politik und Verwaltung das beste Ergebnis für unsere Stadt erhalten", erklärt Cornelia Zuschke, Beigeordnete für Planen, Bauen, Mobilität und Grundstückswesen der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Im Herbst werden die vier Raumbildentwürfe der Teams im Rahmen einer Zwischenpräsentation öffentlich vorgestellt und diskutiert.

Hintergrund beauftragte Planungsteams:
MUST Städtebau GmbH (Köln), dtp Landschaftsarchitekten (Essen), STELLWERK (Darmstadt), ARUP (Berlin)
CITYFÖRSTER architecture + urbanism (Hannover), urbanegestalt (Köln), SHP Ingenieure (Hannover)
berchtoldkrass space&options (Karlsruhe) , bauchplan (München), ARGUS Stadt und Verkehr (Hamburg), Hochschule Luzern (Luzern)
RHA Reicher Haase Assoziierte (Aachen), LAND GERMANY (Düsseldorf), MIC -Mobility in Chain(Mailand), Burgdorff Stadt (Düsseldorf), IAT -Institut für Arbeit und Technik (Gelsenkirchen)

Raumwerk D: Der Entwicklungsprozess
Gestartet hat der Raumwerk D-Prozess Ende 2017 mit der vorbereitenden Phase und der Frage, wie an das großformatige und über mehrere Jahre gehende Projekt sinnvoll herangegangen werden kann. Die darauf aufbauenden Schritte widmeten sich schwerpunktmäßig insbesondere der Aufgabenformulierung. Unter umfangreicher Einbeziehung der Öffentlichkeit wurden dafür zentrale Fragestellungen, die das Raumwerk D adressieren soll, identifiziert. Über 400 Bürgerinnen und Bürger sowie Fachleute diskutierten bei verschiedenen Veranstaltungen und Formaten. Die dabei gesammelten Beiträge bilden ein erstes Stimmungs- und Meinungsbild der Stadtgesellschaft und damit eine wichtige Grundlage für die weitere Erarbeitung des Raumwerk D. In der zweiten Phase, die voraussichtlich im Frühjahr kommenden Jahres beginnt, wird sich das Koordinationsbüro der Aufgabe widmen, aus den vier Raumbildern ein strategisches Zielbild zu entwerfen.

Informationen zum aktuellen Stand des Prozesses gibt es unter: www.duesseldorf.de/raumwerkd

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