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Kultur

Zentralbibliothek im KAP1

Das Ende der heiteren Spiele

Ausstellung zum Gedenken an die Opfer des Olympia-Attentats in München am 5. September 1972/Rahmenprogramm mit zwei Veranstaltungen


Erstellt:
Redaktion: Buch, Michael

Die Zentralbibliothek im KAP1, Konrad-Adenauer-Platz 1, präsentiert vom 16. bis zum 25. September 2022, täglich während der Öffnungszeiten von 9 bis 21 Uhr, die Ausstellung "Das Ende der Heiteren Spiele". Sie wurde von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Düsseldorf initiiert, die auch ein Rahmenprogramm mit zwei Veranstaltungen organisiert hat.

Am Donnerstag, 15. September, um 18 Uhr lädt Dr. Norbert Kamp, Direktor der Stadtbüchereien Düsseldorf, zur Ausstellungseröffnung mit Zeitzeugen. Zu diesen gehört Hauptredner Prof. Dr. Manfred Lämmer von der Deutschen Sporthochschule Köln, der für die Olympiade 1972 in München arbeitete und sich seit Jahrzehnten für die deutsch-israelischen Sportbeziehungen engagiert. Am Freitag, 23. September, um 19 Uhr findet eine Veranstaltung mit Vortrag und Diskussion mit dem Historiker und Terrorismus-Experten Dr. Wolfgang Kraushaar sowie den Zeitzeugen Jürgen Kapplinghaus und Reinhard Kuretzky statt.

Am 5. September 2022 jährte sich zum 50. Mal der Tag des Attentates palästinensischer Terroristen auf die israelische Mannschaft während der XX. Olympischen Sommerspiele in München 1972. Die Ausstellung "Das Ende der Heiteren Spiele" rückt die Namen der zwölf Opfer in den Mittelpunkt und dokumentiert erstmals ihre persönlichen Schicksale: Bereits in München hatten die Terroristen des "Schwarzen September" Moshe Muni Weinberg und Yossef Romano erschossen. David Berger, Ze'ev Friedman, Yossef Gutfreund, Eliezer Halfin, Kehat Schor, Amitzur Shapira, Mark Slavin, Andrei Spitzer und Yakov Springer wurden in Fürstenfeldbruck ermordet, der deutsche Polizist Anton Fliegerbauer getötet. Auch fünf der acht Attentäter bezahlten den Anschlag mit ihrem Leben.

Ziel der Ausstellung ist es, an die Ereignisse der Nacht vom 5. auf den 6. September 1972 zu erinnern und insbesondere die jüngere Generation für dieses zeitgeschichtliche Thema zu interessieren. Prägnante und ansprechende Texte, umrahmt von zum Teil bis dahin unveröffentlichten Bildern, laden dazu ein, sich an die Schicksale der einzelnen Menschen zu erinnern. Diese Erinnerungsarbeit ruft dazu auf, in dem Bemühen nicht nachzulassen, Gewalt, Hass und Terror zu bekämpfen. Die Ausstellung wird um einige historische Fotos und Dokumente erweitert, die auch die damaligen Reaktionen in Düsseldorf zeigen. Hier wurde einige Tage nach dem Attentat ein großer Schweigemarsch organisiert, der sich durch die ganze Stadt zog.

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