Drittes Frauenhaus für Düsseldorf - Erste gemeinsame Überlegungen von Stadt und Land NRW - Landeshauptstadt Düsseldorf

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Drittes Frauenhaus für Düsseldorf - Erste gemeinsame Überlegungen von Stadt und Land NRW

Gespräche über baldmöglichste Realisierung wurden aufgenommen


Erstellt:
Redaktion: Mertens, Nils

Die Landeshauptstadt Düsseldorf und das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKJFGFI) haben Gespräche über die mögliche Einrichtung eines dritten Frauenhauses in Düsseldorf aufgenommen. Ziel der laufenden Abstimmungen ist es, im kommenden Jahr die Voraussetzungen für eine weitere Schutzunterkunft für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder zu schaffen.

In der bisherigen Kommunikation durch die Landeshauptstadt mit dem Ministerium wurde darauf hingewiesen, dass in Düsseldorf ein hoher Bedarf an zusätzlichen Schutzplätzen besteht. Die bestehenden Frauenhäuser arbeiten seit längerem an ihrer Kapazitätsgrenze.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller betont die Bedeutung eines möglichen dritten Frauenhauses in Düsseldorf: "Jede Frau, die Schutz sucht, muss in Düsseldorf einen sicheren Ort finden können. Mit dem geplanten dritten Frauenhaus setzen wir ein klares Zeichen der Solidarität. Düsseldorf steht fest an der Seite von Frauen, die Gewalt erleben. Das ist nicht nur ein sozialpolitisches, sondern auch ein zutiefst menschliches Anliegen. Gleichermaßen arbeiten wir präventiv gegen jede Form der Gewalt, für ein Leben in Sicherheit, Respekt und ohne Angst."

"Mit der möglichen Einrichtung eines weiteren Frauenhauses würden die Stadt Düsseldorf und das Land auf den zunehmenden Bedarf reagieren und zusätzliche Schutz- und Unterstützungsangebote schaffen. Erste Überlegungen wurden bereits ausgetauscht und sollen im weiteren Verlauf vertieft werden. Wie die Umsetzung erfolgt, hängt von weiteren fachlichen und finanziellen Abstimmungen ab", ergänzt Stadtdirektor Burkhard Hintzsche.

Josefine Paul, Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen: "Die alltägliche Gewalt an Frauen und Kindern ist in Deutschland weiterhin traurige Realität. Der Ausbau der Gewalthilfestrukturen ist mir daher ein besonderes Anliegen. Daher unterstützt das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen die Landeshauptstadt Düsseldorf bei der Einrichtung eines dritten Frauenhauses. Unsere Haltung ist klar: Wir lassen gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder nicht allein. Die Einrichtung eines weiteren Zufluchtsortes trägt dazu bei, Betroffenen schnell Schutz und qualifizierte Unterstützung zu bieten."

Sowohl die Landeshauptstadt Düsseldorf als auch das Land NRW sehen in einem zusätzlichen Frauenhaus einen wichtigen Beitrag, um Versorgungslücken zu schließen und den Schutzauftrag für gewaltbetroffene Frauen weiter zu stärken.

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