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Internationales Wirtschaft
Düsseldorf stärkt Indien-Beziehungen: Wirtschaftsdelegation reist nach Delhi und Bengaluru
Erste offizielle Reise des Indien-Kompetenzzentrums/Netzwerk-Ausbau und Unternehmensbesuche vor Ort
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Eine Wirtschaftsdelegation der Landeshauptstadt Düsseldorf unter Leitung von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller reist am morgigen Mittwoch, 28. Januar 2026, nach Indien, um die wirtschaftlichen und institutionellen Beziehungen weiter zu vertiefen. Die Reise findet in einem besonderen politischen Kontext statt: Erst am Dienstag, 27. Januar, einigten sich Indien und die EU auf ein Freihandelsabkommen. Damit eröffnen sich neue Perspektiven für Handel, Investitionen und technologische Kooperationen – ein idealer Zeitpunkt für den Ausbau der deutsch-indischen Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene und die erste offizielle Reise des Indien-Kompetenzzentrums Düsseldorf (IKD).
"Das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Indien markiert einen historischen Schritt für die wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Partner", sagt Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller. "Für Düsseldorf als international vernetzter Wirtschafts- und Messestandort eröffnet es neue Spielräume für Investitionen, Innovationen und den Austausch von Talenten. Dass wir unmittelbar im Anschluss mit einer hochrangigen Delegation nach Indien reisen und dabei erstmals das 2025 gegründete Indien-Kompetenzzentrum Düsseldorf vor Ort aktiv einbinden, ist ein starkes Signal: Wir wollen die Chancen dieses Abkommens nutzen, Unternehmen miteinander vernetzen und die Zusammenarbeit in Schlüsselbereichen wie Digitalisierung, Gesundheitswirtschaft und nachhaltiger Stadtentwicklung weiter vertiefen."
Der Oberbürgermeister wird die Reise gemeinsam mit IHK-Präsident Andreas Schmitz und Messe-Düsseldorf-Geschäftsführer Marius Berlemann als Spitze des IKD antreten und dabei unter anderem vom Wirtschaftsdezernenten, dem Leiter des IKD sowie dem India Desk der Wirtschaftsförderung begleitet. Im Mittelpunkt der siebentägigen Reise stehen der Ausbau belastbarer Netzwerke, die Vertiefung bestehender Unternehmensbeziehungen sowie der Dialog zu Zukunftsthemen wie Digitalisierung, nachhaltiger Stadtentwicklung, Gesundheitswirtschaft und Fachkräftegewinnung.
Delhi: Gesundheitswirtschaft, Digitalisierung und Netzwerke im Fokus
In Delhi nimmt die Delegation unter anderem an der Eröffnung der Medical Fair India 2026 teil. Die Messe gilt als wichtigste Plattform der indischen Medizintechnikbranche und steht in enger Verbindung zur MEDICA in Düsseldorf, der weltweit führenden Messe für Medizintechnik, die von der Messe Düsseldorf veranstaltet wird. Damit unterstreicht die Landeshauptstadt ihre Rolle als internationaler Messestandort und Brückenbauer zwischen den Gesundheitsmärkten.
Weitere Programmpunkte in Delhi sind ein Networking-Event des Indien-Kompetenzzentrums Düsseldorf, das gezielt indische Unternehmen, Start-ups und institutionelle Partner mit dem Wirtschaftsstandort Düsseldorf vernetzt, und Besuche von Unternehmen in den Branchen Digitalisierung und Textilverarbeitung. Ergänzt wird das Programm durch einen Start-up-Wettbewerb.
Bengaluru: Innovation, Industrie und nachhaltige Städte
In Bengaluru – einem der wichtigsten Technologie- und Innovationsstandorte Indiens – besucht die Delegation den ICT Summit mit dem Schwerpunkt "Sustainable Cities", ein technisches Berufskolleg sowie mehrere Start-up-Formate. Darüber hinaus stehen Unternehmensbesuche auf dem Programm. Die Stationen verdeutlichen die enge Verzahnung zwischen indischer Innovationskraft und Düsseldorfer Unternehmenszentralen.
Bereits 2023 hatte Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller die wirtschaftliche Zusammenarbeit Düsseldorfs mit Indien durch die Kooperationsvereinbarung "Karnataka – Düsseldorf Innovation Corridor" bekräftigt. Ziel ist die gegenseitige Unterstützung von Start-ups in den Bereichen Industrie 4.0, Digital Health und Nachhaltigkeit, die Vernetzung der Innovationsökosysteme sowie die Gewinnung internationaler Talente.
Aktuell sind rund 40 indische Unternehmen in Düsseldorf registriert, zudem leben mehr als 7.000 Menschen indischer Herkunft in der Landeshauptstadt und bilden damit die größte indische Community in ganz Nordrhein-Westfalen. Insgesamt leben in NRW rund 35.000 Inderinnen und Inder - das entspricht einem Viertel der indischen Bevölkerung in Deutschland.