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Kultur Verwaltung Statistik

Düsseldorferinnen und Düsseldorfer schätzen Kulturangebot ihrer Stadt

Ergebnisse zum Schwerpunktthema Kultur der nunmehr dritten Allgemeinen Befragung der Bürgerinnen und Bürger in Düsseldorf


Text: Meissner, Valentina

Die Ergebnisse zum Schwerpunktthema Kultur der nunmehr dritten Allgemeinen Befragung der Bürgerinnen und Bürger in Düsseldorf zeigen: Die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer schätzen das Kulturangebot in ihrer Stadt sehr. "Die Kulturinstitute freuen sich über so viel positive Resonanz und Zustimmung. Die Ergebnisse der Befragung sind Anerkennung und Ansporn für die Kulturinstitute und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", so Kulturdezernent Hans-Georg Lohe.

Im März und April vergangenen Jahres wurden rund 16.000 Bürgerinnen und Bürger vom Amt für Statistik und Wahlen schriftlich um ihre Teilnahme an der Befragung gebeten. 5.094 Fragebögen konnten ausgewertet werden. Dies entspricht einer Ausschöpfungsquote von 32 Prozent. Neben den Standardfragen, die bereits in den Befragungen im Jahr 2015 und 2016 gestellt wurden, lag in der aktuellen Befragung der Schwerpunkt auf dem Thema "Kultur". Dabei wurden die Aspekte Kulturnutzung und Akzeptanz des Kulturangebots in den Fokus gestellt. Die Ergebnisse zu diesem Schwerpunktthema wurden nun vom Amt für Statistik und Wahlen in einem separaten Analysebericht veröffentlicht.

Nutzende und Nichtnutzende kultureller Angebote
Während über die Nutzenden kultureller Einrichtungen teilweise, zum Beispiel durch Besucherbefragungen, bereits Informationen vorhanden sind, ermöglicht es diese Bürgerbefragung, auch Informationen über die Personen zu erhalten, die die kulturellen Einrichtungen nicht nutzen. Die Zahl der Nichtnutzenden kultureller Einrichtungen ist jedoch mit einem Anteil von insgesamt 8 Prozent unter den Befragten sehr gering. Allerdings variiert die Zahl hinsichtlich der einzelnen Kultureinrichtungen. So umfasst sie eine Spannbreite von 33 Prozent bei Schloss und Park Benrath bis hin zu 90 Prozent beim Forum Freies Theater (FFT).

In der Gruppe der Nutzenden waren Frauen mit einem Anteil von 54 Prozent vertreten, in der Gruppe der Nichtnutzenden lag der Anteil bei 45 Prozent. Kaum ein Unterschied zeigt sich in Bezug auf den Migrationshintergrund der Personen. 26 Prozent (der Nutzenden) beziehungsweise 28 Prozent (der Nichtnutzende) lassen sich der Gruppe der Personen mit Migrationshintergrund zuordnen. Die Nutzenden gaben im Rahmen der Befragung einen höheren Bildungsstand an als die Nichtnutzenden. Die Gruppe der Nutzenden ist deutlich häufiger in der oberen Einkommensgruppen vertreten. 64 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer gaben an, sich in der Freizeit selbst künstlerisch zu betätigen, bei den Nichtnutzerinnen und Nichtnutzern gaben das nur 43 Prozent an.

Zufriedenheit mit dem kulturellen Bereich
Auf die Frage nach der generellen Zufriedenheit mit dem kulturellen Angebot in Düsseldorf zeigten sich insgesamt 80 Prozent aller Befragten zufrieden – darunter 19 Prozent sogar "sehr zufrieden".

Die höchsten Zufriedenheitswerte in Bezug auf die einzelnen Kultureinrichtungen entfielen auf Schloss und Park Benrath mit 86 Prozent, gefolgt von der Tonhalle und den Stadtbüchereien mit jeweils 84 Prozent. Insgesamt liegen die Werte zwischen 86 Prozent bei Schloss und Park Benrath und 61 Prozent beim Forum Freies Theater (FFT). Demnach ist tatsächlich jeweils mehr als die Hälfte der Befragten zufrieden oder gar sehr zufrieden mit den abgefragten Kultureinrichtungen.

Bei der Standardfrage nach der Zufriedenheit mit verschiedenen Lebensbereichen in Düsseldorf wurden 25 Bereiche abgefragt, darunter zwei kulturelle: "Kulturelle Einrichtungen wie Konzerthäuser, Theater, Museen oder Büchereien" sowie "Kulturelle Veranstaltungen". Diese beiden Lebensbereiche erhielten die zweit- beziehungsweise dritthöchsten Zufriedenheitswerte insgesamt.

Die drei dem Kulturbereich zugehörigen Ämter/Institute "Stadtbüchereien", "VHS" und "Kulturamt/Kulturinstitute" haben jeweils gute Bewertungen erhalten. Die Stadtbüchereien erzielten die höchsten Zufriedenheitswerte insgesamt, die VHS rangiert an vierter und das Kulturamt mit den Instituten an siebter Stelle - von 19 abgefragten Ämtern/Instituten der Stadtverwaltung.

Für die drei Kulturbereiche wurde am häufigsten vorgeschlagen, die kommunalen Ausgaben unverändert zu lassen. Die entsprechenden Werte liegen bei 68 Prozent bei "Theater, Museen, kulturelle Veranstaltungen", 76 Prozent bei den Stadtbüchereien und 78 Prozent in Bezug auf die Volkshochschule (VHS).

Gründe für die Nichtnutzung kultureller Einrichtungen
Als Grund für die Nichtnutzung kultureller Angebote wurde mit einem Anteil von 44 Prozent mit Abstand am häufigsten als Grund "Fehlendendes Interesse" angegeben, gefolgt von "Keine Zeit" (22 Prozent) und "Zu wenig Information" (13 Prozent).

Informationsquellen für kulturelles Angebot
Mehr als zwei Drittel der Befragten gaben an, sich allgemein über das Internet über das kulturelle Angebot in Düsseldorf zu informieren und 57 Prozent nannten "Persönliche Empfehlungen" als Informationsquelle. Auch Tageszeitungen und Plakate dienen mindestens der Hälfte der Befragten zur Information über das kulturelle Angebot.

Wünsche nach verstärkten kulturellen Angeboten
Verstärkte kulturelle Angebote werden von den Befragten vor allem für den Bereich Musik (in Form von Rock/Pop/Jazz und Schlager) mit 54 Prozent gewünscht. Auch die Sparten Film und (Stadt)-Geschichte wurden von mehr als 30 Prozent der Befragten genannt.

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