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Kultur

Kunstkommission startet internationalen Wettbewerb zum Reeser Platz

Künstlerische und freiraumplanerische Ideen gesucht


Erstellt:
Text: Meissner, Valentina

Nach einjähriger Vorbereitung mit diversen Recherchen und Werkstattgesprächen ist es soweit: Ab sofort können sich Künstlerinnen und Künstler weltweit in einem offenen und internationalen Wettbewerb mit Ideen zur Umgestaltung des Reeser Platzes in Düsseldorf bewerben. Gesucht werden künstlerische und freiraumplanerische Ideen für den zukünftigen Umgang der Stadtgesellschaft mit dem "39er-Denkmal". Im Mittelpunkt der Entwürfe soll nach der Ausloberin des Wettbewerbs, der Kunstkommission Düsseldorf, eine kritische künstlerische Kommentierung des Denkmals stehen. Dafür steht der Reeser Platz mitsamt der Vorder- und Rückseite des Soldaten-Denkmals als Realisierungsraum zur Verfügung. Die künstlerische Gestaltung und die Arbeitsweise sind den Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmern grundsätzlich freigestellt.

Das "39er-Denkmal" gilt als historisches Zeugnis für den Krieger- und Totenkult in Zeiten des Nationalsozialismus und sorgt immer wieder für Diskussionen. Die Bezirksvertretung 1 hatte deshalb die Kunstkommission damit beauftragt, einen angemessenen Umgang mit dem Platz und seinem Denkmal zu entwickeln.

An dem Ideenwettbewerb beteiligen können sich nach dem Nachweis ihrer Professionalität Künstlerinnen und Künstler weltweit. Die Wettbewerbssprachen sind deutsch und englisch. Die Kunstkommission empfiehlt den teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern sowie Künstlergruppen ausdrücklich, Arbeitsgemeinschaften mit Stadtplanerinnen und -planern sowie Landschaftsplanerinnen und -planern zu bilden. Die Erweiterung der Arbeitsgemeinschaften um zusätzliche Fachdisziplinen, etwa Historikerinnen und Historiker, ist ebenfalls zulässig.

Der Wettbewerb findet in zwei Phasen statt. In der ersten Phase erwartet die Kunstkommission Ideenskizzen mit einer kurzen Erläuterung. Diese können bis zum 10. Dezember 2019 eingereicht werden. Für die zweite Phase wird eine Auswahl von etwa acht Künstlerinnen und Künstlern aufgefordert, ihre Entwürfe bis zum 29. April 2020 auszuarbeiten. Ende Mai 2020 werden die Preise an die Siegerinnen und Sieger vergeben, anschließend die Arbeiten öffentlich ausgestellt. Für den ersten Preis im Wettbewerb hat die Kunstkommission angesichts der komplexen und anspruchsvollen Aufgabe 20.000 Euro ausgelobt.

Für Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Wettbewerb findet am Donnerstag, 10. Oktober, ein Rückfragenkolloquium um 11.30 Uhr im Palais Wittgenstein, Bilker Straße 7, statt (Anmeldung bis zum 26. September bei Christina Drenker, ISR Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH, 0211-936545242).

Die Wettwerbsunterlagen werden zum Download über das betreuende Büro ISR unter drive.terracloud.de/getlink/fiVs4a88SGLWXZDFAWvCEHkG mit dem Passwort "WBM_isr" bereitgestellt.

Weitere Informationen zum Wettbewerb erhalten interessierte Künstlerinnen und Künstler bei Christina Drenker, ISR Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH, telefonisch unter 0211-936545242 und online unter www.isr-haan.de


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