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Soziales

Transgender Day of Remembrance

Landeshauptstadt hisst anlässlich des Gedenktages eine erweiterte Regenbogenflagge


Erstellt:
Redaktion: Ilgenstein, Valentina

Am 20. November wird jährlich der "Trans* Day of Remembrance" begangen und damit den Opfern von transfeindlicher Gewalt gedacht. Der Tag geht zurück auf die Ermordung der Transfrau Rita Hester, die im November 1998 in den USA ermordet wurde.

Am heutigen Gedenktag setzte auch die Landeshauptstadt Düsseldorf ein Zeichen gegen Ausgrenzung und für die Vielfalt: So wurde am Rathaus anlässlich des Transgender Day of Remembrance eine erweiterte Regenbogenflagge gehisst.

Ursprünglich ist die Regenbogenflagge 1978 von dem Künstler und Aktivisten Gilbert Baker gestaltet worden – sechs Farben zieren seither das ultimative LSBTIQ+ Symbol. Der Designer, Daniel Quasar, erweitert die Flagge nun um fünf weitere Farbtöne. Die Farben hellblau, hellrosa und weiß stehen für die Trans* Community. Die schwarzen und braunen Streifen setzen ein Zeichen gegen Rassismus. Das Schwarz steht ebenfalls für die Menschen, die durch AIDS stigmatisiert und gestorben sind.

Auch die Community in Düsseldorf blickt auf viele Jahre der Ausgrenzung zurück und setzt sich für Anerkennung und gegen Diskriminierung ein. Gemeinsam konnte viel erreicht werden. In der Stadt wurden starke Strukturen geschaffen. Dazu zählen zum Beispiel der "Gendertreff e.V.", die "Trans*-Selbsthilfegruppe" und die Gruppe "Kein Geschlecht? Mein Geschlecht!" in der Aidshilfe Düsseldorf sowie der "Transgenderstammtisch Düsseldorf". Kommunal finanziert werden unter anderem das Jugendzentrum "PULS" (Trans*-Jugendarbeit) und die "Trans*beratung Düsseldorf", zwei unverzichtbare und nicht wegzudenkende Einrichtungen der Stadt Düsseldorf.

Hintergrund:
Weltweit geschehen täglich Hassverbrechen gegen trans* Menschen. Das "Trans Murder Monitoring"-Projekt, durchgeführt von "Transrespect versus Transphobia Worldwide", sammelt Informationen zu transfeindlichen Morden. Demnach wurden in zwölf Monaten bis Ende September 2019 weltweit 331 Morde an trans* und gender-non-konformen Menschen dokumentiert. Die tatsächliche Anzahl liegt vermutlich deutlich höher. Die Zahlen für 2020 werden Mitte November erwartet. Auch in Nordrhein-Westfalen kommt es immer wieder zu verbalen und auch körperlichen Übergriffen gegenüber trans* und gender-non-konformen Menschen. Diese werden meist nicht angezeigt. In besonders großer Gefahr sind trans* Menschen, die von mehrdimensionalen Diskriminierungen betroffen sind.

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