SDG 2: Ernährung sichern - den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern

SDG 2: Ernährung sichern - den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern

Für Ernährungssicherheit, bessere Ernährung und eine Welt ohne Hunger sind nachhaltige Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, wichtige Voraussetzungen. Das Ziel "Ernährungssicherheit" der Agenda 2030 soll bis 2030 erreicht werden – weltweit!

Derzeit geht die Welthungerhilfe von 702 bis 828 Millionen (Mittelwert 768 Millionen) chronisch hungernden Menschen aus. Das sind etwa 10 Prozent der Weltbevölkerung oder jeder 10. Mensch. Mit Blick auf die Zahlen vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie ist dies sogar eine Steigerung um rund 150 Millionen Menschen. Abgesehen von der Zahl der chronisch Hungernden konnten sich im Jahr 2021 rund 3,1 Milliarden Menschen keine gesunde Ernährung leisten. Das sind 112 Millionen mehr seit Ausbruch der Corona-Pandemie im Jahr 2019. Rund 193 Millionen Menschen in 53 Ländern befanden sich im Jahr 2021 in einer akuten, katastrophalen Ernährungskrise, 40 Millionen mehr als im Jahr 2020.

Im Jahr 2021 litten 45 Millionen Kinder unter fünf Jahren an Auszehrung, was als Beleg für akute Unterernährung gewertet wird. Gleichzeitig sind etwa 39 Millionen Kinder weltweit unter fünf Jahren übergewichtig. 149 Millionen Kinder unter fünf Jahren zeigen Wachstumsverzögerungen auf, ein Indikator für chronische Unterernährung. Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge sterben jedes Jahr rund 5,2 Millionen Kinder unter fünf Jahren. Fast die Hälfte dieser Todesfälle (rund 45 Prozent) sind auf die Folgen von
Mangel- und Unterernährung zurückzuführen. Somit stirbt alle 13 Sekunden ein Kind an den Folgen von Hunger.

Der ausreichende Bezug von Lebensmitteln ist seit 1948 ein allgemeines Menschenrecht. Die Zahl der Menschen, die an Hunger leiden, ging seit den 1990-Jahren kontinuierlich zurück. Seit 2014 gibt es eine Trendumkehr und die Zahl der chronisch unterernährten Menschen steigt wieder langsam.

Unterziele des SDG 2

Unterziele des SDG 2

... zur Umsetzung des SDG 2 in Düsseldorf

Arbeitskreis VHS Biogarten Düsseldorf - biologisches Gärtner, mitmachen willkommen, zusammen mit Gärtnerinnen und fachkundigen Dozentinnen der VHS, Teil eines Umweltbildungsprojektes


Botanischer Garten der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf - Grüne Schule als Bildungsangebot Schülerinnen und Schüler


düsselgrün - Urban Gardening Projekt


Enjoy the Food - Initiative zur Reduktion von Lebensmittelverschwendung


Ernährungsrat Düsseldorf


Foodsharing Düsseldorf - Rettet Lebensmittel die sonst im Müll gelandet wären und stellt sie der Allgemeinheit zur Verfügung


Meine Ernte - Garten mieten


Niemandsland e.V. - bio-veganer Mittagstisch


RegioFood Düsseldorf - Sammlung von Lebensmitteln, die regional und saisonal in Düsseldorf gekauft werden können


Rheinischer Bauernmarkt - Angebot von regionalen Lebensmitteln 


Saatgutfestival Düsseldorf - Diverse Aussteller beschäftigen sich mit der Zukunft der Landwirtschaft und des Ernährungssystems. Z. B. durch die Weitergabe samenfesten Saatgutes und die Züchtung alter Kulturpflanzen.


Sattmacher NRW


Solidarische Landwirtschaft Düsseldorf - Ein regionaler Zusammenschluss von privaten Haushalten, die die Kosten des landwirtschaftlichen Betriebs aus der Region übernehmen und im Gegenzug dessen Ernteertrag erhalten


Tafel Düsseldorf - Weitergabe von Lebensmitteln an Bedürftige


VHS-Biogarten - Angebot von Kursen rund ums Gärtnern

 

Hinweise zur Aufzählung Organisationen und Projekte aus der Zivilgesellschaft:

  • bei der Aufzählung handelt es sich nicht um eine vollständige, sondern beispielhafte Auflistung
  • Änderungen und Ergänzungen sind willkommen und können via E-Mail an die Geschäftsstelle Nachhaltigkeit Düsseldorf geschrieben werden

... Leuchtturmprojekte zur Umsetzung des SDG 2 in Düsseldorf


Essbare Stadt (SDG 2.4)


Klimafreundliche Gemeinschaftsverpflegung - Reduzierung von Speiseresten und klimaschonende Gestaltung von Speiseplänen an Schulen (SDG 2.4)


 

Hinweis

Die zwei hier genannten Projekte ("Leuchttürme") sind Teil der insgesamt 5 Beiträge städtischer Ämter zum SDG 2, die im Bericht "Ist-Erfassung Nachhaltige Entwicklung in der Stadtverwaltung Düsseldorf" aufgeführt werden. Alle Beiträge zum SDG 2 finden Sie im Bericht ab Seite 18.

Übersicht über alle Leuchtturmprojekten der Verwaltung zu den 17 SDG.

... für das SDG 2 in Düsseldorf

Nahrungsmittel saisonal, regional und aus ökologischem Anbau beziehen. Z. B. bei Hofläden, Biokisten oder den Rheinischen Bauernmärkten.

Beim Einkauf Produkte mit dem EU-Bio-Siegel oder den Verbandssiegeln Demeter, Naturland oder Bioland bevorzugen (Siegelkunde bei Siegelklarheit).

Weniger Fleisch und tierischer Produkte konsumieren und auch hier auf ökologische und tiergerechte Haltung achten.

Lebensmittelverschwendung reduzieren – keine Lebensmittel wegwerfen

  • Reste aufheben / einfrieren um sie später zu essen

  • pfiffige Rezepte aus Resten (Tipps von der Verbraucherzentrale)

  • Reste von Partys / Veranstaltungen an Gäste, Bekannte oder die Nachbarschaft weitergeben

  • übrig gebliebene Lebensmittel in den Fairteilern von Foodsharing abgeben und damit Lebensmitteln vor Tonne bewahren und anderen Menschen eine Freude machen

Lebensmittel selbst anbauen

 

Hinweise zur Aufzählung Organisationen und Projekte aus der Zivilgesellschaft:

  • bei der Aufzählung handelt es sich nicht um eine vollständige, sondern beispielhafte Auflistung
  • Ergänzungen und Vorschläge, wie man sich für dieses SDG einsetzen und was man selbst tun kann, sind willkommen und können via E-Mail an die Geschäftsstelle Nachhaltigkeit Düsseldorf geschrieben werden
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