Meine Blogs aus den Monaten Februar bis August 2015

Meine Blogs aus der Zeit vor September 2015 sind noch als reine Textbeiträge erschienen. Diese können Sie hier in umgekehrter chronologischer Reihenfolge nachschlagen und natürlich gerne nachlesen.

25. August 2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Düsseldorf steht im Wettbewerb. Auch um die besten Köpfe.

Deshalb muss sich die Verwaltung als Arbeitgeber ebenfalls demografiefest machen - denn schon in wenigen Jahren, wenn die Babyboomer pensioniert werden und die geburtenschwachen Jahrgänge auf den Arbeitsmarkt kommen, wird uns die Suche nach ausgebildeten Fachkräften vor besondere Herausforderungen stellen.

Um die Leistungsfähigkeit unserer Verwaltung dauerhaft zu sichern werden wir vor allem auf eine gute Ausbildung im eigenen Hause setzen. So suchen wir zurzeit für das Ausbildungsjahr 2016 in 30 verschiedenen Ausbildungsberufen motivierte, engagierte und vor allem innovative junge Menschen, die unsere Stadtverwaltung tatkräftig unterstützen.

Apropos beste Köpfe: Ich werde in der nächsten Ratssitzung am 10. September Dorothee Schneider als neue Kämmerin und damit Nachfolgerin von Manfred Abrahams vorschlagen. Die 54-Jährige leitet seit 2012 die Kämmerei der Stadt Köln und trägt Verantwortung für die zentrale Finanzsteuerung, Beteiligungs-, Vermögens- und Stiftungsverwaltung der Stadt Köln. Sie ist nicht nur eine anerkannt exzellente Finanzfachfrau, sie verfügt außerdem über einen breitgefächerten Hintergrund in der Kommunalpolitik und auf vielen Feldern der Verwaltung. So jemanden brauchen wir - gerade in Zeiten einer ernsten Haushaltslage.

Sie tritt in große Fußstapfen. Denn Manfred Abrahams hat in den letzten fünfeinhalb Jahren die Stadtpolitik - nicht nur was den Haushalt angeht - maßgeblich mitgeprägt. Vielen Dank dafür!

Und auch in einem anderen Feld werden wir in absehbarer Zeit den besten Kopf brauchen, der zu finden ist.

In der vergangenen Woche habe ich die Ergebnisse der Organisationsuntersuchung der Düsseldorf Marketing & Tourismus (DMT) vorgestellt. Wir wollen das Marketing unserer Stadt ganz neu aufstellen. Dazu werden wir eine Gesellschaft gründen, an deren Spitze ein Marketing-Profi steht, der gemeinsam mit allen, die dazu was beitragen, die "Marke Düsseldorf" entwickelt. Diese Marke soll dann über eine operative Tourismus-Gesellschaft - im Wesentlichen die heutige DMT -, perspektivisch auch über eine Event- (DCSE) und eine Standortmarketing-Gesellschaft (Wirtschaftsförderung) "ausgerollt" werden.

Ziel ist und muss ein einheitliches Stadtmarketing sein, das Kernbotschaften und ein einheitliches Erscheinungsbild enthält, mit dem sich die Bürgerinnen und Bürger und die Akteure unserer Stadt identifizieren können.

Denn Düsseldorf hat so viel Potential. Wir, die wir in unserer schönen Stadt leben, wissen, Düsseldorf ist eine Metropole, weltoffen und erfolgreich und gleichzeitig liebenswert und bodenständig.

Nun sollten wir es auch dem Rest der Welt erzählen. Denn ich bin überzeugt: Wir brauchen uns hinter anderen Metropolen in Deutschland nun wirklich nicht zu verstecken. Im Gegenteil: Wir gehören unter die Top 5. Mindestens.

Es grüßt Sie herzlich, Ihr

Thomas Geisel
Oberbürgermeister

18. August 2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Bergtour der TuaRes-Stiftung zur Unterstützung der Bildung von Mädchen und Frauen im westafrikanischen Staat Burkina Faso war eine große Herausforderung für mich. Doch die Blasen an den Füßen haben sich gelohnt. Es kamen bislang über 30.000 Euro Spenden zusammen - Danke!

Zurück in der rheinischen Tiefebene warten die nächsten Herausforderungen. Insbesondere die Planung des Haushaltes.

Bereits im Juni habe ich ganz offen gesagt, dass die Kassenlage Düsseldorfs alles andere als rosig ist. Denn die Stadt lebt seit geraumer Zeit über ihre Verhältnisse. Viele notwendige Investitionen wurden aufgeschoben und müssen jetzt nachgeholt werden, z.B. beim Schulbau oder der Sanierung und dem Neubau der Bäder. Unter diesen Umständen ist es nicht einfach, einen soliden Haushaltsplan aufzustellen. Gemeinsam mit den Beigeordneten haben wir eine ganze Reihe von Vorschlägen entwickelt, wie Ausgaben reduziert und Einnahmen erhöht werden können. Der Rat mag dann entscheiden, ob er diesen Vorschlägen folgen will.

Einige Punkte werden bereits jetzt diskutiert. Düsseldorf steht z.B. weit vorne bei dem Ausbau der Kinderbetreuung, die zum einen etwas zur Bildung der Kinder beiträgt, zum anderen aber auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglicht. Dafür geben wir im Jahr etwa 275 Millionen Euro aus. Im Moment ist es so, dass die Betreuung in einer Kindertagesstätte für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren nichts kostet - egal wie viele Stunden die Kinder betreut werden oder was ihre Eltern verdienen. Bei der Betreuung von Unter-Dreijährigen hingegen gibt es gestaffelte Beiträge - je nach Betreuungszeit und Bruttoeinkommen.

Angesichts der angespannten Haushaltslage halte ich es durchaus für überlegenswert, dieses System auf den Prüfstand zu stellen. Warum sollten Eltern, die gut verdienen, nicht etwas für die Kinderbetreuung und damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zahlen? Im Gegenzug kann die Stadt weiterhin zügig den Ausbau der Betreuungsplätze vorantreiben. Umgekehrt, finde ich, sollten Kinder aus Haushalten mit geringem Einkommen nichts zahlen.

Aber natürlich müssen wir auch bei uns selber sparen. Die Verwaltung muss ihre Leistungen so effizient und kostengünstig wie möglich erbringen. Hier sehe ich ein erhebliches Einsparpotenzial, insbesondere mit Blick auf die Zukunft.

Ich bin gespannt auf angeregte Diskussionen in der Öffentlichkeit und auf die Debatten im Rat, die ich mit meiner Haushaltsrede am 10. September anstoßen werde.

Es grüßt Sie herzlich, Ihr

Thomas Geisel
Oberbürgermeister

4. August 2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das ehrenamtliche Engagement ist ein wichtiger Bestandteil unserer Stadtgesellschaft. Allein in der Landeshauptstadt Düsseldorf setzen sich über 70.000 Bürgerinnen und Bürger unentgeltlich ein. Diesen Mitbürgerinnen und Mitbürgern gebührt unser Respekt und unsere Anerkennung.

Auch deshalb haben wir zum 1. Januar diesen Jahres in Düsseldorf die Ehrenamtskarte eingeführt, mit der es bei zur Zeit fast 40 Partnern Vergünstigungen gibt. Damit wollen wir die Wertschätzung für das bürgerschaftliche Engagement ausdrücken und den Aktiven ein bisschen von dem zurückgeben, was sie für die Gesellschaft leisten. Nähere Informationen dazu finden Sie unter NRW-Ehrenamtskarte Düsseldorf.

Doch das ist noch längst nicht alles! Am 19. September wird es eine Ehrenamtsmesse in Düsseldorf geben. Nähere Informationen dazu folgen.

Tatsache ist: Viele versuchen mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz, Not und Leid anderer zu lindern. Nicht nur in unserer Stadt. Ich unterstütze Sie dabei nach Kräften! Nicht nur als Oberbürgermeister.

So breche ich in wenigen Tagen auf, um gemeinsam mit fünf Freunden in einer Urlaubswoche sechs Alpengipfel zwischen 3586 und 4158 Metern zu erklimmen. Das soll sich nicht nur in unserer persönlichen sportlichen Bilanz niederschlagen, sondern einem guten Zweck dienen. Mit der TuaRes-Stiftung werben wir für die Unterstützung der Bildung von Mädchen und Frauen im westafrikanischen Staat Burkina Faso. Uns eint die Überzeugung, dass diese Bildungsförderung eine besonders effektive Form der Entwicklungshilfe, gegen Hunger und Armut ist.

Wir wissen also, was wir tun, wenn wir auf das Problem etwas außerhalb der Norm aufmerksam machen, indem wir in sechs Tagen sechs Gipfel erklimmen. Wir bewältigen jeden Tag über 1000 Höhenmeter - 7500 sind es bei der Tour insgesamt. Gelingt es uns zum Beispiel, Spender zu überzeugen, jeden dieser Höhenmeter mit vier Cent zu finanzieren, wäre die Ausbildung eines Mädchens und die Ernährung der Familie für 300 Euro ein ganzes Jahr lang gesichert.

Die Zukunft der Mädchen und des Landes sind wahrhafte Herausforderungen. Unsere Bergwanderung ist dagegen die kleinere, aber ich gestehe: Ich habe auch Respekt vor der bevorstehenden Tour.

Übrigens: Sie können uns ein Stück begleiten - unter TuaRes Bergtour 2015

Von der rheinischen Ebene melde ich mich mit meinem Blog hier auf duesseldorf.de am 18. August zurück.

Es grüßt Sie herzlich, Ihr

Thomas Geisel
Oberbürgermeister

28. Juli 2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

am Donnerstag hat sich für mich ein Kindheitstraum erfüllt: Ich durfte in der Fahrerkabine der Rheinbahn mitfahren. Jörg Junkermann, der die Straßenbahnen schon seit über 25 Jahre steuert, hat mich mitgenommen.

Aber es ging natürlich nicht um meine Kindheit. Aber durchaus um den Traum, dass der Verkehr auf unseren Straßen anders organisiert werden kann als bisher. Weniger Stress, weniger Autoverkehr und mehr Transporte mit Bussen, Straßenbahnen und U-Bahnen - das ist das Ziel. Drei von vier Düsseldorfern wollen das.

Jörg Junkermann hat mir gezeigt, worauf es dabei ankommt, und dafür bin ich ihm dankbar. Wenn er seinen 40 Meter langen Zug über die Straßen und Kreuzungen lenkt, dann summieren sich schnell kleine Störungen, dann stehen Autos auf der Linksabbiegerspur, die zugleich die Bahnspur ist, dann passen die Ampeltakte nicht, dann parkt jemand so dicht am Gleis, dass höchstens noch ein Buch zwischen Stoßstange und Straßenbahn passt. Und nicht jeder Fahrer ist so routiniert, dass er die wenigen Zentimeter bei der Annäherung seines tonnenschweren Gefährts richtig einschätzen kann.

Das bedeutet unnötigen Stress für die Fahrerinnen und Fahrer, die ihren Dienst mit großer Leidenschaft versehen. Ich danke ihnen herzlich für all ihre Vorsicht und Umsicht, und ich bin sicher, die meisten von Ihnen können sich dem anschließen.

Tatsächlich sind bei den meisten Unfällen mit Straßenbahn die Autofahrer schuld. Offensichtlich nehmen manche von ihnen eine Straßenbahn nicht für voll, halten es wohl für ein Verkehrsmittel zweiter Klasse. Nicht immer wird es gefährlich, aber sehr häufig rücksichtslos. Mal eben in zweiter Reihe halten oder parken und dabei die Schienen blockieren, das ist kein Kavaliersdelikt. Das ist Blockade! Dabei kann auch eine bessere Taktung der Rheinbahn nur funktionieren, wenn sie auf ihrer Strecke freie Fahrt hat.

Das Zusammenleben in einer wachsenden Metropole wie Düsseldorf baut darauf, dass wir aufeinander Rücksicht nehmen. Auch im Straßenverkehr.

Und um es klar zu sagen: nicht das Auto, sondern der ÖPNV und der Radverkehr sind die Verkehrsmittel der Zukunft in unserer Stadt. Denn wenn die Servicequalität stimmt und sie den Vorrang genießen, den sie verdient haben, dann steigen noch mehr Menschen um.

Es grüßt Sie herzlich, Ihr

Thomas Geisel
Oberbürgermeister

21. Juli 2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

diese Woche dreht Düsseldorf mal wieder am Rad. Am Riesenrad auf den Rheinwiesen. Stolz bezeichnet man in Düsseldorf die alljährliche Rheinkirmes als "Größte Kirmes am Rhein".

Für mich ist dieses großartige und so fröhliche Familienfest zugleich die schönste Kirmes am Rhein. Malerisch auf den Rheinwiesen gelegen, auf der einen Seite vor der einzigartigen Kulisse Oberkassels, zur anderen Seite hin mit Blick auf die Altstadt mit Lambertus und Schlossturm, schlägt hier zehn Tage lang das Herz des sommerlichen Düsseldorfs.

Raus aus dem Alltag, hinein ins Vergnügen. Entchenangeln für die Kleinsten, ein beschwingter Nachmittag im Schützenzelt, grandiose Stimmung in den Partyzelten, nostalgische Kettenkarussells, atemberaubende Hightech-Fahrgeschäfte, Kulinarisches zum Genießen - die bunte Mischung an Angeboten verleiht dieser Kirmes ihren besonderen Reiz und macht sie Jahr für Jahr bei Jung und Alt zum beliebten Treffpunkt. Darauf freuen sich viele Gäste aus nah und fern, die eigens anreisen, um das mitzuerleben, sowie Tausende von Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürgern.

Doch bei all dem Kirmestrubel darf man nicht vergessen, dass die Rheinkirmes mehr als ein Rummel ist. Verbunden ist die Größte Kirmes am Rhein mit dem Fest des St. Sebastianus Schützenvereins Düsseldorf 1316 e.V. Eindrucksvoll führt dieses Fest vor Augen, dass in einer modernen Großstadt wie Düsseldorf heimatverbundenes Brauchtum und Internationalität zwei Seiten derselben Medaille sind.

Betrachten wir diese Verbundenheit einmal vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion: Manch einer scheint ja der Auffassung zu sein, dass das Schützenwesen nicht mehr zeitgemäß sei, ja schlimmer noch, dass es für Werte stehe, die in eine weltoffene und tolerante Stadt wie Düsseldorf nicht passen.

Ich denke, wer das behauptet, hat nicht richtig nachgedacht. Wofür stehen die Sebastianer? Sie stehen für Glaube, Sitte, Heimat. Zugegeben, besonders modern klingt das nicht. Aber sind diese Werte wirklich verstaubt, und altmodisch, sind sie wirklich intolerant und provinziell?

Glaube, so wie wir ihn verstehen, ist das Gegenteil von Ausgrenzung und die Voraussetzung von Toleranz. Mit Kardinal Wölki bin ich der Auffassung, dass es unendlich mehr gibt, was uns eint als was uns trennt, und damit sind nicht nur Katholiken und Protestanten, sondern generell alle Gläubigen, Christen, Moslems und Juden gleichermaßen gemeint.

Noch so ein paar scheinbar unmoderne Worte: Mit Sitte und Anstand soll die Düsseldorfer Stadtgesellschaft keinen Zweifel daran aufkommen lassen, dass sie für Toleranz, Menschlichkeit und Nächstenliebe steht.

Und Heimat ist ein Lebensgefühl, dass man hierher gehört und nirgendwo anders. Dafür muss man nicht in Düsseldorf geboren sein. Denken wir nur an die vielen Flüchtlinge, die ihre Heimat verlassen mussten. Geben wir ihnen die Möglichkeit, hier bei uns neue Wurzeln zu schlagen!
Mit diesen ernsten Worten wünsche ich Ihnen eine fröhliche Woche auf der Kirmes, im Sommerbrauchtum oder wo immer Sie sein mögen.

Es grüßt Sie herzlich, Ihr

Thomas Geisel
Oberbürgermeister

14. Juli 2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

heute habe ich im sizilianischen Palermo meinen Amtskollegen Leoluca Orlando besucht.

Und nicht nur das. Wir haben ein Abkommen unterzeichnet, das Düsseldorf und Palermo zu offiziellen Städtepartnern macht, sobald dem die Räte beider Städte in den nächsten Monaten zustimmen.

Die italienische Lebensart gehört zu Düsseldorf, italienische Kunst begeistert uns in der Landeshauptstadt und auch die aktuellen Herausforderungen, vor denen sowohl Düsseldorf als auch Palermo stehen, verbinden uns. Mit der Städtepartnerschaft wollen wir nun in den Bereichen Kunst, Kultur, Gleichstellung, Bildung, Sport und Flüchtlingspolitik noch näher zusammenrücken.

Denn Städtepartnerschaften sind die Basis für eine gelebte Willkommenskultur. Der Austausch zwischen den Bürgerinnen und Bürgern der beiden Städte soll dazu beitragen, die Freundschaft zwischen Italien und Düsseldorf noch zu vertiefen. Zu einer Städtepartnerschaft, so wie in einer Partnerschaft zwischen zwei Menschen, gehört neben Gemeinsamkeiten und Vertrauen aber auch die Bereitschaft, voneinander zu lernen. Denn gemeinsam ist mehr als die Summe aller Teile.

Deshalb habe ich zusammen mit der Delegation um Kulturdezernent Hans-Georg Lohe unter anderem die "Catieri Culturali alla Zisa" besucht. Dieses ehemalige Industriegebiet Palermos wird heute als Kunst- und Kulturstätte genutzt. Hier könnte sich der Verein Düsseldorf Palermo e.V. mit der Düsseldorfer Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft engagieren.

Ein wichtiger Punkt der Zusammenarbeit ist auch die Herausforderung der Integration von und der Umgang mit Flüchtlingen. Unter anderem wegen des Ausbruchs von Kinderkrankheiten in anderen Bundesländern sind die Zuweisungen von Flüchtlingen nach Düsseldorf nochmals gestiegen. Wir suchen nach Lösungen diese Menschen möglichst würdig unterzubringen. Und ich vertraue darauf dass die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt sich weiterhin auf die Werte besinnen, die diese Stadt ausmachen: Toleranz, Weltoffenheit, Willkommenskultur. Denn diese zeigt sich nicht nur in guten, sondern gerade auch in schwierigen Zeiten.

Es grüßt Sie herzlich, Ihr

Thomas Geisel
Oberbürgermeister

7. Juli 2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

der Besuch in unserer Partnerstadt Chemnitz war eine schweißtreibende Angelegenheit. Zusammen mit meiner Frau und 16 weiteren Läuferinnen und Läufer aus der Landeshauptstadt sind wir beim Chemnitz Marathon mitgelaufen. Diesmal zwar nur die halbe Distanz - dafür allerdings bei 35 Grad. Ein Halbmarathon bei dieser Temperatur, das hatte was von Kommunalpolitik: Manchmal muss man Hitze aushalten können, braucht Durchhaltevermögen und einen langen Atem!

Davon abgesehen war es ein entspanntes Wochenende, denn wir wurden in der ganzen Stadt herzlich empfangen! Mit meiner Amtskollegin, Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig, habe ich verabredet, dass wir - neben weiteren sportlichen Aktivitäten - insbesondere Treffen zwischen Bürgerinnen und Bürgern beider Städte fördern wollen. Und auch zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit planen wir eine Begegnung. Weitere Infos dazu folgen.

Warum mir das so wichtig ist? Ich bin überzeugt: Das Herz einer gelebten Städtepartnerschaft sind die Menschen beider Städte.

Ein Fest mit Herz wird sicherlich auch wieder das Frankreichfest am kommenden Wochenende. Neben dem original französischen Markt und der Oldtimer-Rally findet diesmal auch eine französische DJ-Nacht statt. Ich weiß allerdings nicht, ob meine müden Marathon-Knochen bis dahin für eine lange Tanznacht schon wieder fit sind.

Aber auf dem Frankreich-Fest selbst sehen wir uns auf jeden Fall! In diesem Sinne, genießen Sie unser "Klein-Paris" mit dem "rheinischen savoir-vivre".

Es grüßt Sie herzlich, Ihr

Thomas Geisel
Oberbürgermeister

30. Juni 2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich hoffe, Sie genießen die ersten Ferientage.

Aber nicht alle machen Urlaub. Für Schulbau und Schulsanierung ist Ferienzeit "Großkampfzeit". So stehen in den Ferien 125 Sanierungen und Projekte unterschiedlichster Art an 73 Schulstandorten mit einem Volumen von rund 15,4 Millionen Euro an oder werden fortgeführt. Es wird saniert, umgebaut, erweitert oder es werden Neubauten errichtet. Eine stattliche Zahl - aber noch längst nicht genug. Mehr wird in diesem Jahr kommen.

Und um es klar zu sagen: Auf diese notwendigen Maßnahmen werden wir, trotz der ernsten Haushaltslage, auch in den nächsten Jahren nicht verzichten! Denn wir können Schulen nicht nach Kassenlage bauen, sondern müssen es jetzt tun, da die Schülerinnen und Schüler sie brauchen. Deshalb ist es gut, dass wir jetzt eine Projektgruppe haben, die diese Maßnahmen aus einer Hand vorbereitet und schnell umsetzt. Angesichts der steigenden Schülerzahlen müssen wir Gas geben!

Am Mittwoch bin ich mit Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in Hassels unterwegs. Gemeinsam besuchen wir das Bürgerzentrum "Ernst-Lange-Haus", die Jugendfreizeiteinrichtung "Z4" und das Familienzentrum "In der Donk", in dem es einen Kinderclub, eine Kinderbibliothek und eine Kindertagesstätte gibt. Das gemeinsame Ziel von Stadt und Land ist es, Kinder und Jugendliche individuell zu fördern, Perspektiven zu ermöglichen und wachsam zu begleiten. Dazu gehört auch, sich um die gesamte Familie zu kümmern und eine Kultur des Miteinanders zu pflegen. Ebenso die sogenannten "Präventionsketten" - damit ist gemeint, dass Angebote von (städtischen) Einrichtungen und Ämter besser vernetzt werden. So werden zum Beispiel in Hassels Kita-Kinder nach dem Vorbild der Schuleingangsuntersuchung durch den städtischen Gesundheitsdienst untersucht, sodass sogleich entsprechende Förderangebote gemacht werden können, wenn die Entwicklung der Kinder dies erfordert.

Die Ministerpräsidentin hat für Nordrhein-Westfalen den Leitsatz ausgegeben, dass wir kein Kind zurück lassen dürfen. Dem kann ich mich - als Oberbürgermeister und als Vater von fünf Töchtern - nur anschließen. Wenn eine Gesellschaft ihre Kinder vergisst, dann ist ihr nicht mehr zu helfen.

Genießen Sie die freien Tage mit Ihren Liebsten!

Eine schöne Zeit wünscht Ihnen, Ihr

Thomas Geisel
Oberbürgermeister

24. Juni 2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich bin immer noch begeistert von unserer Auftaktveranstaltung zur Bürgerbeteiligung, Düsseldorf gemeinsam zu einer Fahrradstadt zu machen. Ich freue mich sehr darüber. Denn ich bin überzeugt dass das Fahrrad die Mobilität der Zukunft bedeutet. Denn es ist nicht nur schneller als das Auto sondern auch ökologischer und braucht weniger Platz. Ein wichtiges Argument, gerade in einer wachsenden Stadt wie Düsseldorf. Mit Radschnellwegen, Bezirksnetz und Hauptnetz sind wir da auf einem guten (Rad-)Weg in die Zukunft.

Apropos Zukunft: Am Donnerstag im Rat diskutieren wir ein weiteres Zukunftsprojekt: Das Albrecht-Dürer-Kolleg und sein möglicher neuer Standort in Benrath. Die IDR, die das Grundstück erworben hat, hat eine Machbarkeitsstudie vorgelegt, die Schallschutz, Verkehrssituation und Altlasten berücksichtigt. Auf Basis zahlreicher Untersuchungen kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass sich das Grundstück im Rahmen eines im Detail mit dem Umweltamt noch abzustimmen Bodenmanagementsystems bebauen lässt. Und nicht nur das!

Das ganze Quartier könnte entwickelt werden, da neben dem Neubau des Albrecht-Dürer-Kollegs auch rund 300 Wohnungen, sowie ein Hotel auf dem Grundstück entstehen könnten.

Und durch einen offenen, hellen und freundlichen Platz am Ende der Unterführung wäre sogar das bisherige Problem der unübersichtlichen "Angströhre" gelöst.

Am Freitag dann kommt es, wie die Medien bereits berichteten, zu einer Entscheidung über die Ausschüttung der Stadtsparkasse Düsseldorf. Doch entgegen den Medienberichten würde ich es nicht "Showdown" nennen. Es geht hier nicht darum, wer sich durchsetzt. Und schon gar nicht geht es um Show.

Unsere Stadtsparkasse steht sehr gut da. Dies wird ihr von allen Seiten, der Bankenaufsicht ebenso wie von der Sparkassenaufsicht bestätigt. Im zurückliegenden Jahr hat sie einen dreistelligen Millionengewinn erwirtschaftet, der deutlich über den eigenen Planungen lag. Einen Teil dieses überplanmäßigen Gewinns kann sie ausschütten - und sollte dies auch tun! So ist es im Sparkassengesetz vorgesehen, damit der Träger, also die Landeshauptstadt Düsseldorf, mit dieser Ausschüttung Aufgaben im Interesse des Gemeinwohls erfüllen kann. Und derer gibt es viele, im Bereich Bildung und Soziales beispielsweise, aber auch auf dem Gebiet des Sports und der Kultur - und unsere Stadt kann auf diese Einnahmen nicht verzichten, wenn wir die Schuldenfreiheit erhalten wollen.

Aus diesem Grund erwarte ich, dass der Vorstand der Stadtsparkasse den von mir unterbreiteten Kompromissvorschlag akzeptiert.

Ihnen eine schöne Woche - und falls Sie schon auf dem Sprung sind: Schöne Ferien!

Herzlichst Ihr,

Thomas Geisel
Oberbürgermeister

16. Juni 2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich denke immer noch gerne zurück an unser "Fest der Vielfalt im Hofgarten". Eine tolle, familiäre und offene Stimmung. Zu sehen und zu erleben war nicht nur die Vielfalt, die diese Stadt ausmacht, sondern auch die ganze Kraft des bürgerschaftlichen Engagements. Wir haben - nicht nur in Bezug auf die Neuen Bäume - den Hofgarten wieder mit Leben gefüllt und gezeigt wofür diese Stadt steht: Weltoffenheit, Toleranz und Vielfalt. Vielen Dank dafür!

Einige fragen sich, warum dann das entsprechende Banner nicht mehr am Rathaus hängt. Die Antwort ist ganz einfach: Das Banner hat seinen Zweck erfüllt. Die ewiggestrigen Dügida-Aktivisten haben aufgegeben. Jetzt haben wir zum Glück Montagabend wieder unsere Ruhe. Auch das ist das Ergebnis eines großartigen Einsatzes ganz vieler, die sich diesen finsteren Umzügen entgegengestellt haben.

Doch nun zu einem anderen Thema: Bereits vor zwei Wochen habe ich Ihnen in meinem Blog berichtet, dass es um die vermeintliche Schuldenfreiheit Düsseldorfs nicht allzu gut steht. In dieser Woche hat mein Kämmerer die Zahlen vorgelegt.

In der Tat ist die Haushaltslage ernst. Dies hat unter anderem damit zu tun, dass die Ausgaben für Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen deutlich gestiegen sind. Dasselbe gilt für Personalausgaben und Pensionsrückstellungen aufgrund der Besoldungserhöhung.

Tatsächlich sind die Rücklagen, die Joachim Erwin durch den Verkauf der Stadtwerke-und RWE-Anteile geschaffen hat, seit sieben Jahren immer weiter aufgebraucht worden. Die Stadt lebt seit geraumer Zeit über ihre Verhältnisse. Bestes Beispiel dafür sind die Köbogen-Tunnel, die über 300 Millionen Euro kosten und die die Stadt ausschließlich aus eigener Kasse bezahlen muss. Wer meint, sich diesen Luxus leisten zu können, dem fehlen naturgemäß die Mittel für dringend notwendig Investitionen etwa auf dem Gebiet des Schulbaus.

Deshalb prüfen wir nun Einsparpotenziale und Punkte, an denen sich Geld mobilisieren lässt. Dazu gehören natürlich Ausschüttungen von städtischen Unternehmen und Einrichtungen. Und selbstverständlich erwarte ich auch, dass wir den erzielbaren Preis realisieren, wenn wir städtische Vermögenswerte, Grundstücke zum Beispiel, veräußern. Das macht jeder vernünftige Kaufmann so.

Umso mehr wundert es mich, wenn ich genau dafür kritisiert werde. Dabei ist die gesamte Politik in unserer Stadt nun gefordert, ihren Beitrag zur Erhaltung der finanziellen Handlungsspielräume der Stadt beizutragen - und diese Bemühungen nicht zu konterkarieren.

Politische Ränkespiele finde ich an dieser Stelle unangemessen, denn hier geht um das Wohl unserer Stadt!

Herzlichst Ihr,

Thomas Geisel
Oberbürgermeister

9. Juni 2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

heute vor einem Jahr wütete der Sturm Ela über und in Düsseldorf. 142,2 km/Std. Sturmböen der Windstärke 11 bis 12. Eine Naturkatastrophe, die sich eingeprägt hat. Auch ich kann mich noch ganz genau an diese Sturmnacht erinnern. Es war mitten im Wahlkampf vor der Stichwahl am 15. Juni und ich saß mit einigen Unterstützern zusammen. Wir diskutierten lebhaft, während in meinem Garten die Möbel durch die Gegend flogen. Schließlich klingelte auch noch ein Nachbar an der Tür und sagte mir, unser Auto sei kaputt. Und tatsächlich: Ein Dachziegel hatte sich im Sturm gelöst und das Schiebedach getroffen.

Ich bin noch in derselben Nacht und früh am nächsten Morgen mit dem Fahrrad durch die Stadt gefahren, um mir einen Überblick über die Schäden zu verschaffen. Die Nachricht über drei Todesopfer, später sollten es sogar vier sein, hat mich erschüttert. Ebenso das Bild der Verwüstung in Düsseldorf. Es hat sich - wie wohl bei den meisten Düsseldorferinnen und Düsseldorfern - tief in mein Gedächtnis gegraben.

Doch Düsseldorf stand (und steht) zusammen - und packt an! Bis jetzt kamen über 2,5 Millionen Euro Spenden zusammen. Bis April 2015 wurden 1000 Straßenbäume (2,5 Millionen Euro) und 200 sogenannte "Meilenstein-Bäume" (350.000 Euro) gepflanzt. Und die nächste Pflanzsaison ab Oktober 2015 wird bereits vorbereitet - mit Nachpflanzungen bei den Straßenbäumen, erste Wiederherstellungsarbeiten in den Grün- und Parkanlagen und den Friedhöfen und Aufforstungen im Stadtwald.

Doch zuvor wollen wir das gemeinsame, bürgerschaftliche Engagement nicht nur für Neue Bäume, sondern auch für Vielfalt in unserer Stadt feiern. Wir sehen uns am Sonntag ab 11 Uhr im Hofgarten!

Herzlichste Grüße, Ihr

Thomas Geisel
Oberbürgermeister

2. Juni 2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

der Japan-Tag zaubert auch heute noch ein Lächeln auf mein Gesicht! Trotz Regens herrschte eine heitere und friedliche Atmosphäre unter den Besuchern. Ein Tag zum Träumen und Staunen. Und ein wichtiges Symbol der guten Zusammenarbeit zwischen der Landeshauptstadt Düsseldorf, dem Land Nordrhein-Westfalen und der hiesigen Japanischen Gemeinde, ohne die dieses Fest nicht möglich wäre.

Doch kommen wir zu einem weniger erfreulichen Thema: Lassen Sie uns heute einmal über Geld sprechen - und zwar Geld, das auch Düsseldorf nicht so ohne weiteres hat.

Denn Tatsache ist: Die Stadt lebt seit geraumer Zeit über ihre Verhältnisse. Viele notwendige Investitionen wurden aufgeschoben.

Gleichzeitig haben wir sehr viele Aufgaben vor der Brust. Aufgrund der finanziellen Ausgangslage wird nicht alles sofort gemacht werden können. Wir müssen Prioritäten setzen - und die liegen in den Bereichen Bildung, Verkehr und Wohnen. Wir müssen Schulen bauen, den öffentlichen Nahverkehr attraktiv machen und für bezahlbare Wohnungen sorgen.

Und die Beseitigung der Sturmschäden von Ela müssen wir uns ebenfalls kümmern. Das wird uns mindestens bis 2019 beschäftigen. Doch Ela ist auch ein Beispiel für Zusammenhalt und für bürgerschaftliches Engagement - das mich bis heute beeindruckt und begeistert. Unter dem Titel "Neue Bäume für Düsseldorf" kamen bis jetzt 2,5 Millionen Euro Spenden zusammen.

Auch bei einem anderen Thema, das uns vor allem montags beschäftigte, hielt Düsseldorf zusammen und trat für die Werte ein, die uns wichtig sind: Weltoffenheit, Toleranz und Vielfalt. Nun können wir uns alle seit ein paar Wochen auch montags wieder frei in unserer Stadt bewegen - Gott sei Dank, ist der Montag-Spuk vorbei.

Beides hat auch gezeigt, was wir gemeinsam schaffen können. Das wollen wir mit einem großen "Fest der Vielfalt im Hofgarten" feiern - und ich freue mich darauf, Sie am 14. Juni ab 11 Uhr dort zu treffen.

Eine schöne Woche wünscht Ihnen, Ihr

Thomas Geisel
Oberbürgermeister

26. Mai 2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das rheinische Grundgesetz besagt unter anderem: Et blievt nix, wie et wor. Manche übersetzen es mit: Nichts bleibt, wie es war.

Soweit wird es in Düsseldorf nicht kommen, denn unsere liebenswerte Rheinmetropole hat heute schon viel, auf das wir als Düsseldorferinnen und Düsseldorfer stolz sein können.

Unsere Toleranz, unsere rheinische Lebensfreude ebenso wie unsere Stadtteile, unsere Kultureinrichtungen, unsere wirtschaftliche Prosperität und unser Brauchtum. Unsere Sportmannschaften wie die Düsseldorfer EG, Borussia und Fortuna. Und wenn der der sportliche Erfolg mal ausbleibt - dann sind wir eben stolz darauf, wie die Fans hinter den Vereinen stehen. Denn auch das zeichnet Düsseldorf aus: Rheinische Gelassenheit.

Doch davon sollte man sich nicht täuschen lassen - denn Düsseldorf ist dynamisch. Und das macht die Landeshauptstadt zur potentiellen StartUp-Metropole, die wir fördern wollen. Zum Beispiel mit dem Co-Working-Space STARTPLATZ im Flossi-Haus im Medienhafen.

Apropos Flossi-Haus: Düsseldorf bietet bereits heute viele architektonische Hingucker wie die Gehry-Bauten (ebenfalls im Medienhafen). Neue kommen hinzu: Das Crown und das "Ingenhoven-Tal" in der Innenstadt, um nur einige zu nennen. Doch es gilt die richtige Balance zu finden zwischen Wohnen, Wirtschaft, Verkehr, Grün und Sozialer Infrastruktur.

So wird die Eröffnung der neuen U-Bahn "Wehrhahn-Linie" im Februar und das Kö-Bogen II-Projekt nochmal ganz neue Lebensräume in der Innenstadt ermöglichen. Und nicht nur da - auch in die Stadtteile wollen wir noch mehr Lebensqualität bringen. Dazu gehört bezahlbarer Wohnraum ebenso wie eine gute Verkehrsanbindung, nicht nur für Autofahrer.

Denn Fahrrad, Bus und Bahnen sind als Verkehrsmittel immer wichtiger - gerade in einer Stadt wie unsere, die kontinuierlich wächst. Daher bauen wir nicht nur das Radwegenetz aus, wir wollen auch den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) stärken.

Eine große Veränderung in unserer Stadt kommt allerdings "ungeplant". Vor einem Jahr wütete der Pfingststurm 'Ela' über Düsseldorf. Die verheerende Bilanz des 9. Juni 2014: Drei Menschen starben. Rund 40.000 Bäume fielen um oder wurden stark beschädigt. Und was machten die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer? Sie packten an. Neben den 5.000 Helferinnen und Helfern der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks, der Hilfsdienste und des Gartenamtes gründeten sich sofort Initiativen von Privatleuten, Vereinen und Firmen zur Wiederaufforstung. Unter dem Titel "Neue Bäume für Düsseldorf" kamen bis jetzt 2,5 Millionen Euro Spenden zusammen. Und die ersten 1.200 neuen Bäume stehen bereits.

Doch das ist nur der Anfang. Bis 2019 wird es sicherlich dauern - doch dann, da bin ich mir sicher, wird die Gartenstadt Düsseldorf schöner erstrahlen als jemals zuvor. Ganz in der Tradition des berühmten Gartenbaumeisters Maximilian Friedrich Weyhe, der unter anderem den Hofgarten schuf.

So gesehen bleibt vieles wie es war. Vieles wird noch besser - und wir bleiben offen für Neuerungen!

Herzlichst, Ihr

Thomas Geisel
Oberbürgermeister

19. Mai 2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

diese Woche gibt es gleich zwei "Premieren" in unserer Stadt. Und gefeiert werden kann auch.

Die erste Premiere: Am Mittwoch starte ich mit meinen Stadtteilbesuchen, bei denen ich mit Ihnen ins Gespräch kommen will. Es wird zehn pro Kalenderjahr geben - immer in einem anderen Stadtteil. Den Auftakt macht Eller. Zwei Stunden lang werde ich ab 19.30 Uhr im Schützenhaus Rede und Antwort stehen und Ihre Anregungen aufnehmen.

Der direkte Kontakt, das persönliche Gespräch und der Gedankenaustausch sind mir wichtig, denn sie sind die Voraussetzung für eine bürgernahe Politik mit der wir gemeinsam Düsseldorf voran bringen wollen. Auch wenn wir vielleicht nicht bei allem einer Meinung sein werden oder ich - nach Abwägung aller Argumente - am Ende doch eine Entscheidung treffen muss, die sich der eine oder andere von Ihnen vielleicht anders gewünscht hätten.

Nehmen Sie es bitte nicht persönlich. Denn bei über 600.000 Einwohnern werde ich es nicht allen Recht machen können. Trotzdem. Oder besser: Gerade deshalb ist der Austausch im Vorfeld so wichtig. Denn in einem sind wir uns ganz sicher einig: Wir wollen nur das Beste für unsere Stadt, die ebenso dynamische wie liebenswerte Rheinmetropole Düsseldorf. Und deshalb freue ich mich auf rege Beteiligung möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger.

Wie lebensfroh und tolerant Düsseldorf ist, wird sich am Wochenende auch beim Christopher Street Day (CSD) zeigen - mit Partystimmung auf dem Johannes-Rau-Platz, aber auch bei der Demo-Parade für Gleichstellung, Akzeptanz und Toleranz am Samstag. Diesmal unter dem Motto "Unser Dorf". Samstagabend gibt es dann noch ein gemeinsames Public Viewing des European Song Contest, bei dem es um die (Nachfolge von Conchita) Wurst geht. Und nicht nur das: Als Zeichen der Toleranz wird anlässlich des CSD zum allerersten Mal am Rathaus die Regenbogen-Fahne gehisst. Denn unser Düssel-DORF heißt alle willkommen.

Sonntag wird es sportlich. Während Borussia Düsseldorf in Frankfurt um die Deutsche Tischtennis-Meisterschaft kämpft, hat Fortuna Düsseldorf ihr letztes Heimspiel in dieser so wechselhaften Saison. Traurig wird dabei ganz sicher der Abschied von unserer rot-weißen Identifikationsfigur Andreas Lumpi Lambertz werden. Aber Fortunen schauen bekanntlich nach vorne. Also: Auf geht's zum Aufstieg 2016. Und das Wiedersehen mit Lumpi kommt ganz sicher.

Doch das sind nicht die einzigen Veranstaltungen am Wochenende. Ich persönlich freue mich auch auf die 23. Jazz Rally, eine Veranstaltungsreihe die sich deutschlandweit in der Jazz-Szene einen Namen gemacht hat. Doch auch Nicht-Jazzer werden im vielfältigen Angebot von 72 Konzerten auf 30 Bühnen etwas finden. Und auch die internationale Städtefreundschaft kommt nicht zu kurz. Erwartet wird beispielsweise die südfranzösische Band Pulcinella aus dem befreundeten Toulouse.
Schön, dass wir auch bei der Jazz Rally internationale Freundschaften zu anderen europäischen Städten und Ländern pflegen können.

Wen wundert's - was ist schließlich internationaler als die Sprache der Musik?

Eine schöne Woche - und ein wunderschönes Pfingstwochenende wünscht Ihnen Ihr

Thomas Geisel
Oberbürgermeister

12. Mai 2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich freue mich auf diese Woche, in der wir vieles voran bringen können!

Erst gestern habe ich meine StartUp-Initiative vorgestellt. Denn ich bin überzeugt, dass wir uns - auch international - als StartUp-Metropole positionieren sollten und können!

Junge, innovative Geschäfts- und Produktideen sind der Treibstoff der wirtschaftlichen Entwicklung. Als wichtigen Meilenstein eröffnet die Wirtschaftsförderung zusammen mit Dr. Lorenz Gräf das StartUp-Zentrum STARTPLATZ im Flossi Haus im MedienHafen. Der Erfolg von Co-Working-Angeboten zeigt, dass der Kontakt zu anderen Gründern und Unternehmen, der Austausch und die gegenseitige Hilfestellung für solche jungen Unternehmen ebenso wichtig sind, wie kostengünstige Räume in attraktiven Lagen.

Am Mittwoch geht es dann bei einer Pressekonferenz um den 14. Japan-Tag in Düsseldorf. Am 30. Mai werden wieder um die 750.000 Besucher gemeinsam mit der japanischen Gemeinde ein großes Fest am Rhein feiern. Das Feuerwerk um zirka 23 Uhr mit dem Titel "Die Kunst der Mode" sorgt für ein besonderes Highlight. Das Fest ist ein Beweis für die gute Zusammenarbeit zwischen dem Land NRW, der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Japanischen Gemeinde. Ohne die japanischen Mitbürger - insgesamt leben zirka 8.200 in Düsseldorf - wäre dieses einzigartige Kultur- und Begegnungsfest nicht zu realisieren. Die große Resonanz darauf zeigt, wie gut das Zusammenleben in unserer weltoffenen und gastfreundlichen Stadt, funktioniert.

Leider war das nicht immer so. Auch hier gab es die Gewaltherrschaft der Nazis, eines der dunkelsten Kapitel unserer Geschichte. Deshalb ist Erinnern und Gedenken unsere Pflicht.

Am Samstag eröffnet die Mahn- und Gedenkstätte an der Mühlenstraße nach mehr als vier Jahren Schließung wieder ihre Pforten für die Öffentlichkeit. Ich freue mich, dass unser Dokumentationszentrum zur NS-Vergangenheit dann in ganz neuen Räumlichkeiten, als moderner Lern- und Gedenkort im ehemaligen Stadthaus und damit einen attraktiven Standort ist. Die neue Dauerausstellung "Düsseldorfer Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus" zeigt anhand ausgewählter Biografien, Schicksale und Erfahrungen junger Menschen aus unterschiedlichen Milieus während der NS-Diktatur. Ich bin sicher: Sie wird uns alle auf neue Weise bewegen und zum Nachdenken bringen.

Ich lade Sie ein: schauen Sie einmal dort vorbei!

Herzlichst, Ihr

Thomas Geisel
Oberbürgermeister

5. Mai 2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

diese Woche begann mit einem Einsatz, für den sich unsere Spezialisten aus dem Gesundheitsamt, der Universitätsklinik und der Feuerwehr Düsseldorf akribisch vorbereitet hatten: Ein Mann, der Symptome der ansteckenden Krankheit Ebola zeigte, wurde unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen mit einem Spezialfahrzeug und im Konvoi aus einem Bochumer Krankenhaus abgeholt und auf die Sonderisolierstation der Uniklinik Düsseldorf gebracht.

Das Universitätskrankenhaus gehört mit ihrer Quarantänestation zu den sieben deutschen Krankenhäusern, die für diesen Ernstfall vorbereitet ist und ist das einzige dieser Art in Nordrhein-Westfalen. Ich verstehe, dass der Begriff Ebola erschreckt. Aber ich bitte Sie, Vertrauen in unsere Spezialisten zu haben - monatelang haben Sie die Abläufe trainiert falls Sie tatsächlich einen Patienten mit Ebola-Verdacht transportieren müssen. Bei ihnen war Dr. Sensen vom Gesundheitsamt, der als freiwilliger Helfer in der von Ebola betroffenen Region war.

Der Ebola-Verdacht hat sich nicht bestätigt - ich wünsche dem Patienten von Herzen gute Besserung! Und danke aber auch allen am Transport und Behandlung beteiligten Experten herzlich für ihren Einsatz.

War der Einsatz deshalb übertrieben? Auf keinen Fall! Denn der Schutz der Öffentlichkeit hat oberste Priorität - dazu gehört auch, dass man auch Verdachtsfälle bereits mit der höchsten Vorsichtsstufe behandelt. Für unsere Sicherheit.

Zu einem ganz anderen Thema: Ende der Woche können wir gleich doppelt feiern. Am Freitag findet im Rathaus der 3. RegioGipfel Metropolregion Rheinland statt - und am Samstag dreht sich im Rathaus alles um Europa. Hier zeigt sich im Kleinen wie im Großen, wie stark Zusammenhalt macht.

Am 9. Mai gibt es daher neben einer Diskussionsrunde im Plenarsaal viele Informationen zu europäischen Themen. Natürlich können Sie sich auch einfach durch Europa schlemmen oder die europäische Kletterpyramide erklimmen.

Viel Spaß dabei und eine schöne Woche,

herzlichst Ihr,

Thomas Geisel
Oberbürgermeister

28. April 2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

zwei Tage nach dem Marathon tun mir zwar immer noch die Knochen weh - aber es lief besser, als gedacht. 3:48 - damit hätte ich selbst nicht gerechnet!

Was mich besonders freut: Die Stimmung auf und entlang der Strecke war grandios, der ganze Marathon-Sonntag war klasse! Vielleicht kann man ja sogar noch mehr daraus machen. Denn der Lauf durch unsere schöne Stadt bietet den Läufern tolle "Einblicke", so gibt es keinen Abschnitt, wo es nichts zu sehen gibt. Und schnell ist er auch - wie man schon alleine an meiner Zeit sehen kann. Nur schade, dass André Pollmächer ausgeschieden ist. Ich hätte ihm die Qualifikation für Olympia 2016 so gegönnt.

Ein Marathon ganz anderer Art ist der Schulbau. Grund: Die steigenden Schülerzahlen. Da brauchen wir mehr Tempo! Deshalb soll, wenn der Rat am Donnerstag zustimmt, eine Stadttochter namens IPM (Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH) ebenfalls Maßnahmen abwickeln können. Die entscheidenden Vorteile des neuen Verfahrens: Mit der IPM sind mehr Maßnahmen möglich und der Schulbau wird beschleunigt. Unsere 3. Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung sieht 115 neue Unterrichtsräume mit Gesamtkosten von 67,9 Millionen Euro vor. Einige Maßnahmen werden weiter vom Amt für Gebäudemanagement gesteuert, zunächst zehn übernimmt die IPM. Doch das ist noch längst nicht alles! Nach der Sommerpause werden wir weitere Maßnahmen vorstellen, damit der Gesamtbedarf von 373 fehlenden Unterrichtsräumen bis zum Schuljahr 2019/2020 gedeckt werden kann.

Ein weiteres Thema das mir sehr am Herzen liegt, ist der Verkehr in unserer Stadt. Fahrrad und Bus und Bahnen sind DIE Verkehrsmittel in unserer Stadt, die kontinuierlich wächst. Daher bauen wir nicht nur das Radwegenetz aus, wir wollen auch den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) stärken. Ich glaube, wenn dort Service und Taktung stimmen, steigen noch mehr Menschen um. Dazu gehört meines Erachtens aber auch, dass man in Düsseldorf an Haltestellen nicht allzu lange warten muss. Im Normalfall sollten fünf Minuten genug sein.

Es möchte und kann ja schließlich nicht jeder täglich einen Marathon laufen.

Ihnen eine schöne Woche - und ein tolles verlängertes Wochenende!

Es grüßt Sie herzlich, Ihr

Thomas Geisel
Oberbürgermeister

21. April 2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

in diesen Tagen bin ich in unserer Partnerstadt Moskau unterwegs. Allerdings nicht auf den Spuren von Frank-Walter Steinmeier und Ursula von der Leyen. Eine Städtepartnerschaft betreibt keine Diplomatie und keine Außenpolitik - aber sie kann dafür sorgen, dass auch in schwierigen Zeiten der Kontakt und die Freundschaft zwischen den Menschen und der kulturelle Austausch aufrecht erhalten bleiben.

Ich treffe mich mit meinem Moskauer Amtskollegen Sergei Semjonowitsch Sobjanin sowie Vertretern der Moskauer Stadtspitze, um zu besprechen, wie wir die städtepartnerschaftlichen Beziehungen noch intensiver gestalten können. Unsere Städtepartnerschaft, die seit 1992 besteht, soll mit neuem Leben gefüllt werden. Dazu gehört unbedingt neben dem Jugendaustausch auch der kulturelle, also die Zusammenarbeit von Theatern, Museen, Künstlern. Beispiel dafür: Im Februar gab das Moskauer Stanislawski-Ballett ein "Manon"-Gastspiel in Düsseldorf, im Juni wird Martin Schläpfers großartige Ballett Compagnie der Deutschen Oper am Rhein in Moskau auftreten.

Wir unterzeichnen eine Vereinbarung zur Verwirklichung vieler weiterer gemeinsamer Projekte, die Bürgerinnen und Bürger beider Städte miteinander verbinden. Denn Städtepartnerschaft, das ist nicht nur eine Partnerschaft zwischen den Städten. Städtepartnerschaft lebt davon, dass sich Menschen in Freundschaft begegnen.

Eine Düsseldorfer Erfolgsgeschichte in Moskau ist die "Integrazia" (Integration. Life. Society). Eine Messe die, wie die REHACARE, Menschen mit Behinderungen ein barrierefreies Leben ermöglichen will. Organisiert wird die Integrazia nun zum 5. Mal von der Messe Düsseldorf und der Messe Düsseldorf Moscow, hat rund 150 Aussteller und fast 4000 Besucher - am Mittwoch darf ich sie eröffnen.

Am letzten Freitag war ich bei dem sehr bewegenden Trauerakt im Kölner Dom, an diesem Freitag werden wir der Opfer des Flugzeugabsturzes vom 24. März in unserem Opernhaus gedenken.
Angesichts des Schmerzes, den die Angehörigen und Freunde jetzt fühlen, wirken Worte oft schwach. Daher lassen wir an diesem Abend vorrangig die Musik sprechen. Das Ensemble und der Chor der Deutschen Oper am Rhein, sowie die Düsseldorfer Symphoniker unter der Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober werden "Ein Deutsches Requiem" von Johannes Brahms zum Vortrag bringen.

Es grüßt Sie herzlich, Ihr

Thomas Geisel
Oberbürgermeister

14. April 2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

mit vielfältigen Veranstaltungen gedenken wir ab dieser Woche (bis 8. Mai) des 70. Jahrestags der Befreiung vom Nationalsozialismus und des Kriegsendes in Düsseldorf im April 1945. Es freut mich, dass so viele Ideen zusammen gekommen sind, um der Opfer der NS-Herrschaft in vielfältiger Weise zu gedenken. Dies passt zu unserer Stadt, die die Erinnerung gerade auch an dieses dunkle Kapitel unserer Geschichte wach hält. Denn Erinnerung ist der beste Schutz vor Wiederholung!

Gleichzeitig heißt es, unsere Zukunft zu gestalten. Daher freue ich mich, dass das Thema "StartUp" mit unserem StartUp-Wochenende Fahrt aufnimmt. Bald werden wir mehr dazu vorstellen können - seien Sie gespannt. Vorab: Düsseldorf braucht mehr frei(e) Räume für StartUp-Unternehmer! Die lebendige Gründerszene dazu haben wir schon. Gerade erst hat das Düsseldorfer Ingenieursunternehmen TerraNova Energy den Deutschen Innovationspreis 2015 gewonnen. Damit es noch viel mehr preisgekrönte StartUp-Unternehmer aus Düsseldorf gibt - sprechen Sie doch mal mit meinem Wirtschaftsförderungsamt und meinem StartUp-Beauftragtem André Boschem. Die Kolleginnen und Kollegen helfen Ihnen und Ihrer Idee gerne auf die Sprünge.

Jenseits der Konkurrenz um die besten und innovativsten Köpfe Deutschlands - und sportliche Wettkämpfe natürlich ausgenommen - können Städte und Gemeinden unserer rheinländischen Region viel voneinander lernen und sich bei wichtigen Projekten unterstützen. Daher laden mein Kölner Amtskollege Jürgen Roters und ich am 8. Mai zum RegioGipfel Metropolregion Rheinland nach Düsseldorf ein. Themen sind unter anderem Mobilität und Infrastruktur in der Metropolregion, ÖPNV-Tarif und gemeinsame Beschaffungen von ÖPNV-Fahrzeugen sowie die Navigation von Schwertransporten. Auch bei der Breitbandverkabelung und die Unterbringung von Flüchtlingen wollen wir zusammen arbeiten. Gerade für regionale Zusammenarbeit gilt: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.

Genießen Sie die ersten Frühlingstage im Kreise Ihrer Liebsten und Freunde.

Es grüßt Sie herzlich, Ihr

Thomas Geisel
Oberbürgermeister

7. April 2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

eigentlich wollte ich Ihnen an dieser Stelle Lust auf das Finale um die DEL-Eishockeymeisterschaft machen, doch leider ist die Düsseldorfer EG letzte Woche im Halbfinale gegen Ingolstadt ausgeschieden.

Schade.

Aber wir können stolz auf das Team von Christof Kreutzer sein. Als Außenseiter in die Saison gestartet, haben sie es unter die besten vier Teams Deutschlands geschafft, spielen nächste Saison in der Champions League. Sie wurden zu Helden. Denn sie haben gekämpft, haben alles gegeben. Und nicht nur sie. Auch die Fans auf den Rängen machten ihrem Namen als "beste Fans der Welt" alle Ehre.

Eishockey-Deutschland spricht wieder mit Anerkennung über Düsseldorf. Zu Recht! Das sollte für uns Lob und Ansporn zugleich sein: Ein erstklassiges Wintergame in der Esprit-Arena und Gänsehautstimmung im ausverkauften Dome - das sollte kein Einzelfall bleiben. Mich wird man jedenfalls auch in Zukunft regelmäßig im ISS Dome sehen und ich freue mich, "unsere Jungs" am Donnerstag im Rathaus zu begrüßen und ihnen für ihren Einsatz zu danken.

Doch auch anderen gebührt Dank für ihre Einsätze. Im vergangenen Jahr gab es 139.478 Einsätze und Krankentransporte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr Düsseldorf, sowie den Hilfsorganisationen. Rekord! Darunter 3226 Brandeinsätze, 105 Verkehrsunfälle, 679 Tierrettungen und 8276 Mal wurden Gefahrenstellen entschärft, die durch Unwetter wie dem Pfingststurm Ela ausgelöst wurden.

Diesen Frauen und Männern jubelt niemand von Fantribünen aus zu - trotzdem sind auch sie unsere Helden und ich ein Fan.

Daumen hoch! Ihr

Thomas Geisel
Oberbürgermeister

31. März 2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

eine Woche nach dem unfassbaren Flugzeugabsturz bin auch ich immer noch entsetzt. Ergriffen. Traurig.

Meine Gedanken und Gefühle sind bei den Menschen, die ihre geliebten Kinder, Eltern, Freunde, Verwandten verloren haben.

Wir können ihnen den Schmerz nicht nehmen, wir können und sollten für sie da sein, eine Hand halten, in den Arm nehmen, zuhören. Und helfen, wenn dies gewünscht ist.

In so einer Situation braucht es nicht unbedingt vieler Worte. Lassen Sie einfach Ihr Herz sprechen.

In stiller Anteilnahme, Ihr

Thomas Geisel
Oberbürgermeister

27. März 2015

Mit großer Bestürzung habe ich vom Absturz der Germanwings-Maschine über den Alpen erfahren. Meine Gedanken sind bei den Menschen, die an Bord der Maschine waren und ihren Angehörigen. Durch den Krisenstab des Düsseldorfer Flughafens werde ich fortlaufend unterrichtet.

Ich danke allen, die mit uns um die Menschen trauern, die durch den Absturz ihr Leben verloren haben. Bei all dem Kummer ist es tröstlich zu wissen, wie viele Menschen mit ihren Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen sind.

Das Kondolenzbuch, das im Rathaus für alle Bürgerinnen und Bürgerinnen ausgelegt wurde, bleibt auch am Wochenende zugänglich. Samstag und Sonntag von 10 bis 16 Uhr können Sie dort ihr Beileid bekunden.

24. März 2015

Mit großer Bestürzung habe ich vom Absturz der Germanwings-Maschine über den Alpen erfahren. Meine Gedanken sind bei den Menschen, die an Bord der Maschine waren und ihren Angehörigen. Durch den Krisenstab des Düsseldorfer Flughafens werde ich fortlaufend unterrichtet.

Der Flughafen Düsseldorf hat unter der Nummer 0800.7766350 ein Krisentelefon eingerichtet. Die leitende Notfallpsychologin der Landeshauptstadt Düsseldorf sowie Notfallseelsorger der Feuerwehr Düsseldorf sind bereits vor Ort am Flughafen. Weitere Einsatzkräfte stehen bereit.

24. März 2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

in dieser Woche bin ich zu Besuch in Israel. Zunächst in der Hafenstadt Haifa, mit der wir seit über 25 Jahren eine Städtepartnerschaft pflegen, dann in Tel Aviv.

In Haifa werde ich an einer Konferenz der Oberbürgermeister der deutschen Partnerstädte von Haifa (Bremen, Mainz, Erfurt, Mannheim Düsseldorf) teilnehmen. Dort werde ich über Düsseldorf als internationale und weltoffene Stadt sprechen. Eine Stadt für alle mit Menschen aus 184 Nationen. Ein Weg, den auch mein israelischer Amtskollege Yona Yahav in Haifa erfolgreich bestreitet. Heute sind Düsseldorf und Haifa Städte, in denen Menschen verschiedener Religionen friedlich zusammen leben. Und das soll auch so bleiben.

Doch damit Bürgerinnen und Bürger auch gerne in der Stadt leben, muss man hier und da auch mal Stadtteile neu planen, sie an geänderte Anforderungen anpassen. Ein Beispiel, wo dies gelungen ist, werde ich mir in Haifa anschauen. Denn Partnerschaft, das bedeutet nicht nur, den anderen zu kennen und zu schätzen - sondern auch gute Ideen und Erfahrungen auszutauschen und zu teilen.

Das erwarte ich mir auch von der zweiten Station meiner Reise - denn Tel Aviv gilt als eine der besonders kreativen StartUp-Metropolen. Dort stehen Diskussionsrunden mit Gründern, sowie ein Besuch in einem "Co-Working Space" für StartUp-Unternehmer auf dem Programm. Vereinfacht ausgedrückt bietet ein "Co-Working Space" frischgebackenen Unternehmern Büros an, in denen man arbeiten kann, wenn man sich eigentlich noch gar kein eigenes leisten könnte. Erfahrungsaustausch und Hilfe durch die anderen Existenzgründer inbegriffen.

Ich bin sicher: Frei(e) Räume für StartUp-Unternehmer - davon braucht Düsseldorf noch mehr! Die lebendige Gründerszene dazu haben wir schon. Gerade erst hat das Düsseldorfer Ingenieursunternehmen TerraNova Energy den Deutschen Innovationspreis 2015 gewonnen.

Damit es noch viel mehr preisgekrönte StartUp-Unternehmer aus Düsseldorf gibt - sprechen Sie doch mal mit meinem Wirtschaftsförderungsamt und meinem StartUp-Beauftragtem André Boschem.

Die Kolleginnen und Kollegen helfen Ihnen und Ihrer Idee gerne auf die Sprünge.

Es grüßt Sie herzlich, Ihr

Thomas Geisel
Oberbürgermeister

17. März 2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

während Hamburg sich über die erste Olympia-Entscheidung freut, trauern in Düsseldorf in dieser Woche bereits einige von Ihnen um den Aufstieg unserer Fortuna in die Erste Bundesliga oder fiebern weiter um den Einzug der Düsseldorfer EG in die Halbfinalrunde um die Deutsche Meisterschaft.

Auch ich leide und fiebere mit beiden Teams!

Was mich jenseits der sportlichen Erfolge aber bereits jetzt freut: Wie sehr die Stadt hinter diesen Teams steht. Und wie sehr Sport den Zusammenhalt fördert, wie er Menschen einer Stadt zusammenschweißt. Leidenschaft - auf dem Spielfeld, aber auch auf den Rängen.

Das gilt aber nicht nur für unsere großen Teams, auf die sich so viele Augen richten, wie Fortuna, DEG oder auch die Tischtennis-Cracks von Borussia Düsseldorf, die im Halbfinale der europäischen Champions League stehen.

Denn in Düsseldorf gibt es rund 150.000 Aktive in 361 Vereinen, getragen von schätzungsweise mehr als 8.000 Ehrenamtlichen.

Sie verdienen Anerkennung für Ihre Leistungen. Denn hier, abseits der Fernsehkameras, schlägt das Herzblut der Sportstadt Düsseldorf!

Und nicht zuletzt leisten die Vereine einen großen Beitrag für den Zusammenhalt unserer Stadt und ihrer Willkommenskultur. Denn die Sprache des Sports ist international. Und am Spielfeldrand kann man viele Mitbürgerinnen und Mitbürger aus der Nachbarschaft kennen lernen.

Schauen Sie sich doch mal ein Spiel Ihrer Stadtteilmannschaft an!

Vielleicht sehen wir uns ja ...

Mit herzlichen Grüßen, Ihr

Thomas Geisel
Oberbürgermeister

10. März 2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Laut Mercer-Studie steht Düsseldorf international auf Platz 6 der dynamischen Städte mit Lebensqualität. Toll, aber darauf ausruhen sollten wir uns nicht!

Vieles ist zu tun. An den Schulen und Bädern beispielsweise.

Vergangene Woche hat der Rat beschlossen, die bisherige IDR-Tochterfirma IPM komplett zu übernehmen. Was das mit Schulen zu tun hat? Die IPM soll Schulbaumaßnahmen wie Neubau, aber auch Erweiterungen kostengünstiger und schneller realisieren. Denn die erwarteten Schülerzahlen erlauben keinen Aufschub - in den nächsten Jahren rechnen wir mit zirka 6.000 zusätzlichen Schülerinnen und Schülern.

Auch bei den Bädern müssen wir handeln. Die meisten Bäder in Düsseldorf sind - wie die Fachleute sagen - "abgebadet". Deshalb wollen wir die Düsseldorfer Bäderlandschaft für den Freizeit-, Schul- und Vereinssport wieder fit machen. In Oberkassel soll ein Sport-, in Flingern ein Kombi-, in Benrath ein Gesundheits- und in Unterrath ein Stadtteil-Bad entstehen.

Das kostet geschätzte 65 Millionen Euro - und soll unter anderem dadurch finanziert werden, dass wir die in der Regel recht großen Bädergrundstücke auch für andere Zwecke nutzen: Für Wohnungen, Freizeit- und öffentliche Einrichtungen.

Bis Donnerstag bin ich in dieser Woche unterwegs: Ich werbe auf der internationalen Immobilienmesse MIPIM in Cannes um internationale Investoren für Bauprojekte in Düsseldorf. Düsseldorf bietet bereits heute viele architektonische Meisterwerke wie die Gehry-Bauten, das Stadttor oder das sanierte Dreischeibenhaus. Neue kommen hinzu: Das Float-Projekt im Hafen, das Crown an der Graf-Adolf-Straße und das Köbogen II-Projekt in der Innenstadt, um nur einige zu nennen.

Eine Stadt wie Düsseldorf braucht neue Büro- und Industrieflächen, aber nicht nur die. Es gilt die richtige Balance zu finden zwischen Wohnen, Wirtschaft, Verkehr, Grün und Sozialer Infrastruktur.

Und am Freitag freue ich mich auf das zweite Viertelfinalspiel der Düsseldorfer EG bei uns im ISS Dome. Dafür drücke ich jetzt schon die Daumen.

Ihnen eine schöne Woche!

Es grüßt Sie herzlich Ihr

Thomas Geisel
Oberbürgermeister

3. März 2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

in dieser Woche stelle ich nicht nur auf der Internationalen Tourismusmesse ITB in Berlin zusammen mit dem japanischen Botschafter Takeshi Nakane und NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin den Japan-Tag vor, sondern besuche auch den Mobile World Congress in Barcelona.

Auf der Leitmesse für Mobilfunkindustrie präsentiert sich Nordrhein-Westfalen als Standort für diese Branche - und auch Düsseldorf macht mobil(e)!

Im Rahmen der seit fünf Jahren laufenden Kampagne "mobile :Düsseldorf" konnten über 90 neue Unternehmen in der Landeshauptstadt angesiedelt werden. Innovationen kamen und kommen aus Düsseldorf, darunter echte Erfolgsgeschichten. So wie der neue Supermarkt EMMAS ENKEL, der sowohl in der reellen Welt , als auch im Internet existiert. Oder die Firma Secusmart, die abhörsichere Verfahren für Mobiltelefone entwickelt. Gestartet 2007 als StartUp in einem kleinen Büro im ARAG-Hochhaus ist Secusmart heute ein internationales Unternehmen, das nun zum Blackberry-Konzern gehört.

In Düsseldorf haben wir die Voraussetzungen und das Knowhow für diese Erfolgsgeschichten. Es braucht aber auch Gründermut und Pioniergeist - vielleicht tragen auch Sie etwas davon in sich? Dann lassen Sie sich doch von meinen Kollegen des Wirtschaftsförderungsamtes einmal beraten.

Apropos Internet: Seit zwei Wochen finden Sie auf dieser Webseite, die Angaben zu meinem Verdienst als Oberbürgermeister. Am Donnerstag wird im Zuge der Ratssitzung dort die detaillierte Aufstellung meiner Bezüge als Amtsträger erscheinen. Ganz öffentlich und über nur zwei Mausklicks zu erreichen.

Schon die Ankündigung hat für viel Zustimmung gesorgt. Das freut mich. Auch wenn es eigentlich eine Selbstverständlichkeit ist. Ich habe Ihnen Transparenz versprochen und die darf beim Geld nicht aufhören.

Im Gegenteil.

Daher bauen wir unsere städtischen Internetangebote immer weiter aus. Ob auf der Seite www.duesseldorf.de oder in den sozialen Netzwerken - auch hier versuchen wir neue Wege zu gehen, um Sie noch schneller und umfassender zu informieren.

Das kann natürlich nur eine Ergänzung, kein Ersatz für persönliche Gespräche und Treffen sein.

Daher: Legen Sie Tablet und Smartphone auch mal zur Seite und reden Sie miteinander.

Viele schöne Begegnungen und Unterhaltungen wünscht Ihnen,

Ihr Thomas Geisel
Oberbürgermeister