Stadtteil-Gespräch am 22. Februar 2017 in Pempelfort

  • Oberbürgermeister Thomas Geisel beim 16. OB-Dialog am 22. Februar 2017 in Pempelfort. Im Hintergrund: Stadtsprecherin Kerstin Jäckel-Engstfeld. (C) Michael Gstettenbauer Oberbürgermeister Thomas Geisel beim 16. OB-Dialog in Pempelfort. Dahinter: Kerstin Jäckel-Engstfeld (Leiterin Amt für Kommunikation), die wieder die Veranstaltung moderierte. Foto: Michael Gstettenbauer

Das sechzehnte in meiner Reihe von Stadtteil-Gesprächen habe ich am 22. Februar 2017 in Pempelfort geführt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger konnten sich zu Wort melden oder mittels vor Ort verteilten Karten ihre Anregungen oder Fragen an mich loswerden.

Frage: Müssen wir uns als Anwohner der Franklinstraße sorgen, dass uns der schöne, nun umgestaltete Franklinhof, bei Auszug der VHS durch einen anderen Eigentümer (privat) wieder genommen wird, zugebaut wird, die so geliebten Bäume fallen?

Antwort: Der Franklinhof ist auch meiner Meinung nach gelungen umgestaltet worden. Falls es zu einem Verkauf des Gebäudes auf der Franklinstraße kommen sollte, werden wir in jedem Fall die von Ihnen angeführten Aspekte mit einbeziehen. Zudem muss auch ein privater Eigentümer grundsätzlich die bestehende Baumschutzsatzung der Landeshauptstadt Düsseldorf beachten.

Frage: Achten Sie auf den Erhalt des historischen Geländers an der Düssel (Prinz-Georg-Straße)!

Antwort: Bereits bestehende und wie auf der Prinz-Georg-Straße durch den Sturm Ela beschädigte (Brücken-)Geländer werden von der Stadt Düsseldorf auf die in den Richtlinien festgeschriebenen Anforderungen hin, wie z.B. eine Mindesthöhe, überprüft. Die Richtlinien sind zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger erstellt worden und lassen uns nicht viel Handlungsspielraum. Jedoch versucht die Stadt bei einer notwendigen Modernisierung die Auswirkungen auf das Stadtbild zu berücksichtigen.

Frage: Wie kann die Stadt unterstützen, dass mehr Leben in die Derendorfer Straße zurückkommt? Rochusmarkt aufwerten?

Antwort: In der Vergangenheit hat es seitens des Amtes für Verbraucherschutz intensive Bemühungen gegeben, für diesen Wochenmarkt neue Händler zu gewinnen und damit die Attraktivität zu erhöhen. Diese Bemühungen waren jedoch allesamt erfolglos. Bei den angesprochenen Wochenhändlern fehlte die Bereitschaft, in diesen Markt zu investieren. Grund dafür sind die geringen Ertragsaussichten, die die Händler dort nach eigener Einschätzung haben.

Frage: Bestandshändler der Vergangenheit mitnehmen!

Antwort: Das Amt für Verbraucherschutz steht im Kontakt mit den Bestandshändlern des Rochusmarktes und ist bemüht, für diesen Wochenmarkt neue Händler zu gewinnen und damit die Attraktivität des Platzes und seines Umfeldes zu erhöhen.

  • Oberbürgermeister Thomas Geisel beim Rundgang durch Pempelfort. (C) Michael Gstettenbauer Oberbürgermeister Thomas Geisel beim Rundgang durch Pempelfort. Foto: Michael Gstettenbauer

Frage: Bei Neubauprojekten mehr bezahlbarer Wohnraum statt Investorenprojekte im Hochpreis-Segment/"Quartiere"!

Antwort: Tatsächlich müssen wir "bauen, bauen, bauen"! Hiermit möchte ich auch auf das bereits eingeführte Handlungskonzept "Zukunft Wohnen. Düsseldorf" hinweisen. Das Handlungskonzept enthält eine Quote von 40 %, zur Sicherung von  preisgebundenem Wohnungsbau. Dies ist gegenüber der vorherigen Praxis ein bedeutender Schritt hin zu mehr bezahlbarem Wohnraum. Dabei haben wir uns das Ziel gesetzt 3000 Wohnungen im Jahr zu realisieren.

Frage: Wirkliche Förderung von Baugruppen/Baugemeinschaften!

Antwort: Es gibt bereits erfolgreiche Projekte nennen: In 2016 sind die Projekte "Wohnen mit Kindern II" (27 Wohnungen) und "Wohnen mit Kindern III - Qbus" (31 Wohnungen) - jeweils im Plangebiet in D-Gerresheim "Am Quellenbusch" abgeschlossen worden.

Die Baugruppe "Wohnen mit Kindern III - Qbus" erhielt am 04.11.2016 sogar den "KlimaExpoNRW-Preis. Für das Jahr 2017 ist die Schaffung einer Baugruppe an der Heiligenhauser Straße in D-Hassels geplant. Des Weiteren geht eine Wohngruppe in D- Heerdt ("Grünau"), eine weitere in D-Derendorf ("Ulmer Höh") sowie das Projekt an der Hospitalstraße (Altes Benrather Krankenhaus) an den Start.

Frage: Leerstände: Gesetze dagegen bzw. Sanktionen oder Kontrolle durch Stadt (z.B. Leerstandsmelder.de)!

Antwort: Derzeit verfügt die Landeshauptstadt Düsseldorf über kein rechtliches Instrument, um leerstehende, nicht preisgebundene Wohnungen wieder dem Markt zuzuführen. Hierzu bedarf es einer sogenannten "Zweckentfremdungssatzung". Die Vor- und Nachteile einer solchen Satzung wurden bereits in den politischen Ausschüssen diskutiert, bisher aber noch keine abschließende Entscheidung getroffen.

Frage: Wann kommen Zufahrten Radverkehr für Hofgarten/Kö-Bogen/Kö?

Antwort: Wir wollen den Radverkehr in Düsseldorf stärken - und dazu gehört natürlich im Rahmen der RADschlag-Initiative auch der Ausbau der Rad-Infrastruktur. Unser Radwegekonzept sieht vor, den Radverkehr in Parks - auch im Hofgarten - auf ein Minimum zu beschränken, aus Rücksicht gegenüber Fußgängern, die dort Erholung suchen. Um dieses Ziel zu erreichen, sind Radhauptrouten umgesetzt oder in Planung, die attraktive Radstrecken außerhalb der Parks anbieten. Für die Durchfahrt des Hofgartens vom Nordende der Kö Richtung Nord-Osten wird der Weg innerhalb des Hofgartens mit Gehweg /Radfahrer frei beschildert. Diese Beschilderung unterstützt den Vorrang des Fußverkehrs, ermöglicht dem Radverkehr aber die Durchfahrt.

Im Bereich Kö-Bogen ist ein Radweg entlang der Gleise der Stadtbahn in Bau, der im Hofgarten südlich des Theatermuseums beginnt (mit Anschluss an die Jägerhofstraße) und im Süden an die Steinstraße anschließt. Von diesem Radweg gibt es auch eine Gleisquerung Richtung Westen mit Anschluss an die Maximilian-Weyhe-Allee Richtung Altstadt.

Die Nord-Süd-Hauptradachse wird über den Straßenzug Friedrich-, Breite-, Kasernen-, Elisabethstraße und Heinrich-Heine-Allee angeboten. Die Optimierung der Verlängerung der Heinrich-Heine-Allee zum Joseph-Beuys-Ufer und der Anschluss der Oberkasseler Brücke sind in Planung. Der Radweg auf der Kö wird über den Radweg Ludwig-Zimmermann-Straße (in Bau) an die Heinrich-Heine-Allee angebunden. In Ost-West-Richtung ist ein Hauptradweg auf dem Straßenzug Jägerhofstraße/ Maximilian-Weyhe-Allee in Planung.

Frage: Was ist mit Zufahrten Radverkehr Toulouser Allee von Jülicher Brücke/Tußmannstraße?

Antwort: Einen direkten Anschluss der Toulouser Allee an die Jülicher Straße explizit für den Radverkehr gibt es nicht und dort ist auch keiner vorgesehen. Von und zur Jülicher Brücke können Radfahrer die parallel zur Toulouser Allee verlaufenden Straßen Tußmannstraße bzw. Yorkstraße gut erreichen. Die Toulouser Allee hat südlich der Jülicher Brücke keine eigenständigen Radverkehrsanlagen. Das Konzept sieht hier die Radverkehrsführung über die ebenfalls parallel laufende Marc-Chagall-Straße vor. Es gibt eine Verbindung für Radfahrer von der Tußmannstraße zur Marc-Chagall-Straße etwa in Höhe Lennéstraße.

Frage: Der Nord/Süd-Radweg Innenstadt (Oststraße oder Berliner Allee) Friedrichstraße reicht nicht bzw. nur eine Richtung!

Antwort: Als Nord-Süd Verbindungen werden im Radhauptnetz die Strecken über die oben genannte Achse Friedrichstraße und über die Himmelgeister-/Heresbach-/Pionier-/Charlottenstraße festgelegt. Hier sind noch Verbesserungen in Planung. Zusätzlich wird im Bezirksnetz in diesem Bereich die Achse über die Talstraße und Kö angeboten. Weitere Informationen zu unseren Maßnahmen, sowie einen Routenplaner für Radfahrer finden Sie auf www.duesseldorf.de/radschlag.

Frage: Es fehlen Fahrradstellplätze Franklinstraße!

Antwort: Das leite ich an die Fachabteilung Radverkehr weiter. Dort wird eine Liste mit Standorten für neue Fahrradstellplätze geführt. Ihr Standort wird geprüft und - sofern realisierbar - in diese Liste aufgenommen. Die Standorte werden der Reihe nach abgearbeitet.

Frage: Haben Sie von der Kampagne des Seniorenrates "Wir leihen Ihnen ein Ohr" gehört? Es gibt ca. 60.000 Altersschwerhörige in der Stadt, die Barrierefreiheit im VHS z.B. im Schauspielhaus, Friedhofskapellen, Stadtteilbibliotheken benötigen.

Antwort: Der zuständige Ausschuss hat beschlossen, die Verwaltung zu bitten, sich der Stellungnahme des Seniorenrates anzunehmen und die Handlungsfelder und Maßnahmen, die sich auf das Gesundheitsamt und das Amt für soziale Sicherung und Integration beziehen, zu bewerten und dem Ausschuss zur Beratung vorzulegen. Die Federführung hierfür hat das Gesundheitsamt übernommen, dass zurzeit eine entsprechende Verwaltungsvorlage erarbeitet. Auf das Ergebnis bin ich schon sehr gespannt.

Frage: Thema: Wirtschaftsentwicklung von Einkaufszonen z.B. Nordstraße
Wie stehen Sie zur massiven Anonymisierung des Handels durch Kettenläden bzw. "Billig"-Ketten?


Antwort: Im Stadtteil Pempelfort befindet sich mit der Nordstraße eines der drei sogenannten B-Zentren (Stadtbereichszentren nach Rahmenplan Einzelhandel 2016) der Stadt Düsseldorf. Das bedeutet, dass dieses Zentrum einen großen Einzugsbereich ca. 50.000 - 100.000 hat und ein breites und tiefes Warensortiment anbietet. Aus der Erhebung 2014 geht hervor, dass das Zentrum über ca. 20.000 Verkaufsfläche verfügt. Neben einer guten Nahversorgung bietet das Zentrum Nordstraße auch zahlreiche zentrenrelevante Sortimente wie z.B. Bekleidung, Schuhe, Spielwaren, Bücher etc. an. Ein gutes Gastronomieangebot sowie zahlreiche Dienstleister macht das Zentrum zusätzlich attraktiv. Bei der Abgrenzung des Zentrums wurde aufgrund der Anregungen der Bezirksvertretung 1 ein Teil der Schwerinstraße mitaufgenommen. Durch Bauleitplanung wird versucht, die Ausbreitung von Spielhallen einzudämmen.

Planungsziel für das Zentrum insgesamt ist der Erhalt des Status Quo.
Der Wandel des Einzelhandels, welcher die Ansiedlung von Kettenläden und "Billigketten" beinhaltet, ist auch in Düsseldorf zu beobachten. Ladenlokale sind jedoch in den überwiegenden Fällen in privater Hand und demnach ist dieser Wandel durch die Stadt nicht beliebig steuerbar. Mit dem sogenannten Einzelhandelskonzept verfolgt die Stadt Düsseldorf die gewachsenen Einkaufsbereiche zu stärken und vor Konkurrenz außerhalb der gewachsenen Bereiche zu schützen.

Frage: Verkehrskonzepte zur Begrenzung des Autoverkehrs (z.B. Parken für Touristen vor der Stadt und kostenlose Nutzung ÖPNV mit Parkpflicht o.ä.)?

Antwort: Grundsätzlich besteht auch in der Stadtverwaltung das Anliegen den PKW-Verkehr in der Innenstadt zu reduzieren. Ein restriktiver Ansatz (verpflichtendes Parken für Touristen vor der Stadt und Weiterfahrt mit dem ÖPNV) scheitert an dem Nichtvorhandensein genügender Freiflächen, die für die Einrichtung von P+R-Anlagen vorgehalten werden müssten. Aktuell wird allerdings ein interessantes Pilotprojekt verfolgt, mit einem ähnlichen Ansatz. Dabei werden private Parkplätze von Wirtschaftsunternehmen, die an Feiertagen und Wochenenden leer stehen, genutzt. Das Ziel ist, Innenstadtbesucher bereits vor den Toren der Stadt auf Parkplätze zu leiten und die Fortsetzung der Fahrten mit leistungsfähigen öffentlichen Verkehrsmitteln zu fördern. Parkplatzsuche und Verkehrsstaus vor den Parkhäusern in der Innenstadt lassen sich damit vermeiden oder minimieren.

Frage: Wann kommt Tempo 30 an der Kita Derendorfer Straße?

Antwort: Ihren Hinweis nehmen wir gerne auf. Die Straßenverkehrsverordnung ermöglicht grundsätzlich seit 2017 auf Streckenabschnitten vor Kitas, Tempo 30 auch an Hauptverkehrsstraßen.

Frage: Baumspende "Steele" im Hofgarten sieht unfertig aus und man kann die Spender-Namen nicht lesen...

Antwort: Der Orkan Ela hat in Düsseldorf zum Teil verheerende Schäden angerichtet, das bürgerschaftliche Engagement der Düsseldorferinnen und Düsseldorfer war jedoch überwältigend. Deshalb freue ich mich persönlich über jede Spende, die dazu beiträgt, den Zustand der Grünflächen in unserer Stadt zu verbessern. Ihrem Hinweis zur Steele gehen wir nach.

Frage: Was passiert mit der ehemaligen LEG auf der Vagedesstraße 1? / Grünanlage verkommt / Bauarbeiten im Inneren

Antwort: Das Grundstück sowie das Gebäude auf der Vagedesstraße 1 sind nicht Eigentum der Stadt Düsseldorf. Ein Bauantrag liegt dem Bauamt nicht vor. Sicher ist aber, dass das Gebäude unter Denkmalschutz steht.

Frage: Gehsteigplatten auf Rochusstraße, Düsselthaler Straße, Vagedesstraße, Pempelforter Straße lose, große Stolperfallen, wer kümmert sich? Wann?

Antwort: Ihren Hinweis auf Stolperfallen und lose Gehsteigplatten entlang der genannten Straßen, habe ich an die Kollegen der Fachabteilung des Amtes für Verkehrsmanagement weitergegeben. Generell werden alle Straßen regelmäßig im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht mindestens einmal monatlich begangen und beurteilt. Dabei festgestellte Schäden, die die Verkehrssicherheit unmittelbar oder in absehbarer Zeit beeinträchtigen, werden zeitnah durch unsere eigenen Mitarbeiter bearbeitet. Größere Schäden werden der Bauabteilung zur Beseitigung gemeldet.

Frage: Wohnungsleerstände - Bagelstraße 141. Welche Satzung fehlt da?

Antwort: Die Landeshauptstadt Düsseldorf verfügt über kein Instrument, das leerstehende, nicht preisgebundene, Wohnungen wieder dem Markt zuführt. Hierzu bedarf es einer sogenannten "Zweckentfremdungssatzung". Die Vor- und Nachteile einer solchen Satzung wurden bereits in den politischen Ausschüssen diskutiert, bisher aber noch keine abschließende Entscheidung getroffen.

Frage: Belüftungsverschlechterung durch Zubauen des Derendorfer Güterbahngelände durch Luxushochhäuser plus Büro bis an die Brücke!

Antwort: Bevor auf einem Gelände (hier Güterbahngelände) gebaut wird, findet eine sogenannte Bauleitplanung statt. Bei der Bauleitplanung müssen die Gemeinden Ziele der Raumordnung, die sich aus Raumordnungsplänen ergeben, beachten sowie öffentliche und private Belange berücksichtigen. Zum Beispiel ist festgelegt, dass bei der Aufstellung der Bauleitpläne "die Belange des Umweltschutzes, des Naturschutzes und der Landschaftspflege, insbesondere des Naturhaushaltes, des Wassers, der Luft und des Bodens einschließlich seiner Rohstoffvorkommen sowie das Klima" zu berücksichtigen sind. Die Bauleitplanung zum Güterbahnhofgelände in Derendorf wurde demnach naturschutzfachlich begleitet und weist keine maßgeblichen Beeinträchtigungen der "Belüftung" auf.

Frage: Wie ist der Planungsstand bei den historischen Gaslaternen in Pempelfort? Werden die alten Laternen ersetzt?

Antwort: Es gibt noch keine abschließende Festlegung, die bleibt dem Rat vorbehalten.

Gemäß Ratsbeschluss haben bei der Auswahl Erhaltungsbereiche und Gebiete mit Denkmalbereichssatzungen aus kulturpolitischen Gründen Vorrang.

Im Stadtteil Pempelfort ist von der Vorgabe Denkmalbereichssatzung nur der Hofgarten betroffen. Im Hofgarten werden in den nächsten drei Jahren im Zuge der Herstellung der Parkanlage die Gasleuchten wieder aufgestellt.

Von der Vorgabe Erhaltungssatzung ist nur der "Erhaltungsbereich Inselstraße" betroffen. Für alle anderen Bereiche von Pempelfort gilt: Die Anregungen aus der Bürgerbeteiligung werden aktuell aufbereitet, geprüft und bewertet. Es werden bezirksbezogene Informationsvorlagen erarbeitet, die über die Anregungen der Bürger und die Gebiete, die in eine gesamtstädtische Auswahl eingebracht werden sollen, informiert. Die Rückmeldungen der Bezirksvertretungen fließen in die Erstellung eines Beschlussentwurfes für die gesamtstädtische Abwägung ein. Die Bezirksvertretungen werden im Sitzungszyklus April/Mai informiert.

Frage: Thema: Feinstaub. Wohin tendieren Sie, Herr Oberbürgermeister? (Ausschluss "alter" Diesel-Kraftfahrzeuge)

Antwort: Beim Thema Feinstaub hat die Stadt in den vergangenen Jahren verschiedene  Maßnahmen ergriffen, die die Feinstaubkonzentration in den hochbelasteten Bereich Düsseldorfs erheblich reduziert haben. Mittlerweile werden die vorgegebenen Grenzwerte in der Regel eingehalten.

Von dem Thema Feinstaubbelastung zu unterscheiden ist die Thematik um eine hohe Konzentration von Stickoxiden. Gegen eine hohe Stickoxidbelastung in verkehrsreichen Gebieten kämpfen derzeit zahlreiche Großstädte und Ballungsräume in Deutschland. Die Landeshauptstadt prüft bzw. nutzt in diesem Zusammenhang alle ihr zur Verfügung stehenden Instrumente, um dieser Gesundheitsbelastung für die betroffenen Bürger zu begegnen.

Frage: Inwieweit gibt es ein Bepflanzungskonzept mit Straßenbäumen in der Gartenstraße?

Antwort: Grundsätzlich besteht die Möglichkeit an der Gartenstraße Bäume zu pflanzen.

Zunächst muss aber geklärt werden, ob in den nächsten Jahren ein Straßenumbau geplant ist. Hierzu wurde das Amt für Verkehrsmanagement befragt. Sofern in absehbarer Zeit kein Straßenumbau geplant ist, wird geprüft, an welchen Standorten Baumpflanzungen machbar und sinnvoll sind.

Hierzu sind unter anderem Abfragen zu unterirdisch verlaufenden Leitungen erforderlich. Je nach Art und Lage von Leitungen müssen diese verlegt oder von  Baumpflanzungen an einzelnen Standorten abgesehen werden.

Frage: 30er Zone Prinz-Georg-Straße im Bereich MCS Grundschule?

Antwort: Die Einführung von Tempo 30 auf der Prinz-Georg-Straße im Bereich der MCS Grundschule wurde im Ordnungs- und Verkehrsausschuss am 23.11.2016 beschlossen, im Rahmen eines Pilotprojektes für 3 Monate. Die Umsetzung des Pilotprojektes erfolgt spätestens bis zum Sommer 2017.

Frage: 20 Millionen Euro sind bereitgestellt worden für die Sanierung/Renovierung von Schulen. Was ist von diesem Geld hier in Pempelfort angekommen/geplant?

Antwort: Im Rahmen des Förderprogramms des Landes Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit der NRW Bank "Gute Schule 2020" kann die Landeshauptstadt Düsseldorf insgesamt ca. 32,5 Millionen gleichmäßig verteilt über 4 Jahre bis 2020 abrufen. In seiner Sitzung am 15.12.2016 hat der Rat der Stadt verschiedene Maßnahmen, für die die entsprechenden Fördergelder beantragt werden sollen, beschlossen.

Neben dem Neubau für die Lore-Lorentz-Schule und einigen schulorganisatorischen Maßnahmen z.B. am Georg-Büchner-Gymnasium (Neubau Mensa) wurde unter anderem die Finanzierung des Ausbaus der digitalen Infrastruktur an den Düsseldorfer Schulen beschlossen. Insgesamt rund 3,5 Millionen Euro sollen an ca. 80 Standorten dafür eingesetzt werden, dass danach dann alle Schulen mit einem optimierten und funktionsfähigen WLAN-Netz ausgestattet sind. Am Standort Gneisenaustraße und am Leibniz-Gymnasium an der Scharnhorststraße ist beispielsweise geplant aus diesem Programm zentral administrierte WLAN Access Points an vorhandene Netzwerkkabel anzuschließen, sowie teilweise die erforderliche Hardware auszutauschen.

Frage: In der Zeitung steht ein Streit zwischen der Stadt und Clara-Schumann-Musikschule (CSM) wegen einer Etatnutzung. Was ist die Idee der Stadt bzgl. musikalischer Erziehung? Wird die Stadt mehr in schulische Aktivitäten investieren oder weiterhin CSM fördern wie bis jetzt?

Antwort: Die Städtische-Clara-Schumann-Musikschule leistet eine praxisorientierte Musikausbildung für zurzeit 7.600 Kinder und Jugendliche in Düsseldorf. Diese unstrittig wichtige musikalische Erziehung wird auch weiterhin interessierten jungen Menschen in unserer Stadt zur Verfügung stehen und auch gefördert werden.

Um das Angebot im vorhandenen Umfang jedoch aufrechterhalten zu können, ist es aber auch erforderlich den Kostendeckungsgrad von Zeit zu Zeit zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

Frage: Was wird aus dem Hofgärtnerhaus und was aus "Theatermuseum"? Wohin tendieren Sie, Herr Oberbürgermeister?

Antwort: Es ist beabsichtigt, die Zentralbibliothek von Ihrem heutigen Standort am Bertha-von-Suttner-Platz in das Gebäude Konrad-Adenauer-Platz 1 zu verlagern. In diesem Gebäude sind darüber hinaus Flächen für weitere Kultureinrichtungen vorgesehen. Zu diesen Kultureinrichtungen zählt auch das Theatermuseum, das vom heutigen Standort im Hofgärtnerhaus in das Gebäude Konrad-Adenauer-Platz 1 umziehen würde. Die Umsetzung des Projektes Konrad-Adenauer-Platz 1 steht unter dem Vorbehalt eines entsprechenden Ratsbeschlusses. Über die Nachnutzung des Hofgärtnerhauses ist noch keine endgültige Entscheidung getroffen.

Frage: Was passiert mit dem Marstall-Giebel?

Antwort: Es ist beabsichtigt, den Marstallgiebel nach seiner Restaurierung in der unmittelbaren Umgebung des Schlosses Jägerhof - und damit an seinem ursprünglichen Ort - aufzustellen. Zunächst muss allerdings Schloss Jägerhof saniert werden.

Frage: Wir, die Klasse 5 d des Humboldt-Gymnasiums, sind für Vogelschläge auf der Kö. Wir sind dagegen, dass die Halsbandsittiche vertrieben werden. Wir haben Bedenken, dass die armen Sittiche den Schreckenstod sterben könnten. Wenn es mehr Vogelschläge gäbe, könnten sich die Sittiche auch ausruhen, etwas Fressen und sie könnten dort auch ihr Geschäft verrichten. Dann wäre das Kot-Problem auf der Kö auch kein Problem mehr.

Antwort: Ich stimme mit Euch überein, dass eine Vertreibung der Halsbandsittiche von der Kö nicht das Ziel der Stadt sein kann. Die Stadt veranlasst auch keine Vertreibung der Sittiche.

Allerdings werden Vogelschläge unter anderem von Stadttauben genutzt, da diese von Felsentauben abstammen, die in Höhlen gelebt haben. Die Stadttauben nutzen die Vogelschläge auch wie Höhlen. Auf Halsbandsittiche trifft dies leider nicht zu. Halsbandsittiche ruhen und schlafen auf Ästen in Bäumen. Lediglich als Brutplätze nutzen Halsbandsittiche Baumhöhlen großer Bäume. Die Brutplätze der Halsbandsittiche liegen aber nicht an der Königsallee. Insofern würde das Aufstellen von Vogelschlägen an der Kö nicht weiterhelfen, da die Halsbandsittiche die Vogelschläge nicht nutzen würden.

Nächster OB-Dialog: Donnerstag, 30. März 2017, in Lörick