Bezirksnetze

Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat im Jahr 2005 für jeden Stadtbezirk ein eigenes Radnetz geplant, das die individuellen Eigenschaften des jeweiligen Bezirks berücksichtigt. Zusammen ergeben die zehn fahrradfreundlichen Bezirksnetze ein gesamtstädtisches Netz, das Wegeverbindungen vorrangig über ruhige Nebenstraßen anbietet.

Bezirksnetze verknüpfen sich zum gesamtstädtischen Radnetz

Die Idee der Bezirksnetze war, auf Bezirksebene ein schnell nutzbares Netz für die kurzen Wege zu schaffen und die einzelnen Bezirksnetze insgesamt zu einem gesamtstädtischen Radnetz zu verknüpfen.

Mit der Planung der zehn Bezirksnetze wurden fünf Ingenieurbüros beauftragt, die jeweils ein bis drei Bezirke bearbeitet haben. Hierbei wurden landesweit Ingenieurbüros ausgesucht, die sich in der Vergangenheit in Forschung und Praxis zum Thema Fahrradverkehr besonders qualifiziert haben.

Um möglichst schnell ein nutzbares Grundnetz zu schaffen, wurden vorrangig Routen gewählt, die auch kurzfristig zu realisieren waren.

Attraktive Infrastruktur für ein fahrradfreundlicheres Düsseldorf

Vorhandene Radwege wurden genutzt. Wo auf den Hauptverbindungen der Platz für Radverkehrsanlagen fehlte, wurden alternative Routen über Nebenstraßen gesucht.

So entstand ein Parallelnetz, das andere Haupt- und Nebenverbindungen als das bekannte Straßennetz hat. Das so gefundene Netz wurde im Detail geprüft, die problematischen Stellen und Netzlücken wurden aufgelistet in einem Maßnahmenpaket zusammengefasst, das kontinuierlich umgesetzt wurde.

Fahrradnetzplan 2017
Fahrradnetzplan 2017

Insgesamt wurden über 100 Einzelmaßnahmen umgesetzt.

Das Ergebnis des ca. 700 km langen, stadtweiten Bezirksnetzes ist im Düsseldorfer Fahrradnetzplan 2017 (PDF ca. 7 MB) übersichtlich zusammenfassend dargestellt. Dieser praktische Plan war neben den naheliegenden Vorteilen für die Routenfindung im Alltag auch dazu gedacht, das Netz bekannt zu machen. Für die Orientierung im Stadtgebiet auf nicht selbsterklärenden Parallelrouten ist dieses Hilfsmittel von besonderer Bedeutung. Ein großer Anteil der Routen (ca. 350 km) ist darüber hinaus mit Fahrradwegweisung ausgestattet.

Mit der Umsetzung des kleinteiligen Bezirksnetzes wurde eine attraktive Infrastruktur geschaffen und damit ein grundlegender Beitrag zur Fahrradfreundlichkeit geleistet.

Details zum Aufbau und zum Inhalt der einzelnen Bezirksnetze sowie die Beschreibung der Planungselemente und ausgewählter Einzelmaßnahmen finden Sie auch in unseren Broschüren aus der Startphase der Bezirksnetzplanungen.

Die fahrradfreundlichen Bezirksnetze 2005-2006 – Von der Idee bis zur Umsetzung (PDF ca. 1,5 MB)
Die fahrradfreundlichen Bezirksnetze 2007-2008 – Aufbau eines stadtweiten Netzes (PDF ca. 6 MB)