Radleitrouten

Radleitrouten

Schneller und zusammenhängender Ausbau

Um den Ausbau des Radhauptnetzes zu beschleunigen und somit den Radverkehr in Düsseldorf zusätzlich zu fördern, plant die Verwaltung aktuell den priorisierten Ausbau sogenannter Radleitrouten. Für die Umsetzung werden hohe Qualitätsstandards angesetzt, die den Radfahrenden ein sicheres, zügiges und komfortables Vorankommen gewährleisten.

Wie der Name schon sagt, sollen die Radleitrouten im Verkehrsnetz eine besondere Priorität und Erkennbarkeit genießen, sodass diese intuitiv als durchgehende, bevorzugte Verbindungen verstanden werden. Dazu sollen Kreuzungs- und Einbindungspunkte, wenn möglich durch Umbauten, wie beispielsweise Aufpflasterungen, Detektionen oder verlängerte Grünzeiten für den Radverkehr optimiert werden. Die Radwege sollen getrennt vom Autoverkehr angelegt werden. Wo dies nicht möglich ist, werden alternative Führungsformen geplant, die dem Radverkehr den Vorrang einräumen.

In einer Informationsvorlage an den Ordnungs-und Verkehrsausschuss hat das Amt für Verkehrsmanagement bereits vier Radleitrouten vorgeschlagen, die schnell und zusammenhängend umgesetzt werden können - gegebenenfalls durch Beauftragung einer externen Gesellschaft oder einer städtischen Tochter wie der IPM (Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH).

Neben den vier Vorschlägen der Verwaltung gibt es weitere Ideen für Radachsen durch Düsseldorf. Die Routenvorschläge werden von Politik, dem ADFC und VCD mit der Verwaltung im Rahmen der kleinen Kommission diskutiert.

Kartenausschnitt von Radachse Nord-Süd-Route West
Die Nord-Süd-Route West führt vom Norden einmal durch ganz Düsseldorf. © Landeshauptstad Düsseldorf

Nord-Süd-Radleitroute (West)

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 16. Dezember 2021, die erste von zunächst vier vorgesehenen Radleitrouten beschlossen. Die Nord-Süd-Radleitroute (West) führt über rund 9,4 Kilometer Länge vom nördlichen Stadtgebiet bis zum Südring.

Der nördliche Streckenteil im Stadtbezirk 5 (Stockum, Lohausen, Kaiserswerth, Wittlaer, Kalkum, Angermund) startet an der Alten Flughafenstraße und führt über Niederrheinstraße und Kaiserswerther Straße, Reeser Straße, Rotterdamer Straße, Robert-Lehr-Ufer, Tonhallen-Ufer und die Rheinuferpromenade bis zur Rheinkniebrücke. Im Weiteren führt die Radleitroute über rund 2,3 Kilometer durch den Stadtbezirk 3 (Oberbilk, Friedrichstadt, Bilk, Unterbilk, Hafen, Hamm, Volmerswerth, Flehe) am Stadttor vorbei zur Völklinger Straße und weiter bis zum Südring. Zum Teil führt die Route auch über schon fertig ausgebaute Radwege.

Die Kosten für die Realisierung der Nord-Süd-Radleitroute (West) werden zum jetzigen Planungsstand auf rund 14,3 Millionen Euro geschätzt. Im Rahmen der Planung werden die Zuwendungsmöglichkeiten für das Projekt geprüft und die entsprechenden Anträge gestellt.

Der Baubeginn ist bereits für Ende 2022 geplant. Die Fertigstellung der gesamten Achse wird bis zum 2. Quartal 2024 angestrebt.