Mit der Einrichtung der Fahrradstraße und der Neugestaltung des Seitenraums wurde die Verlängerung der Schadowstraße für den Rad- und Fußverkehr attraktiv ausgebaut.
Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat einen weiteren Schritt beim Ausbau ihres Radhauptnetzes gemacht: Die neue Fahrradstraße „Am Wehrhahn“ zwischen Jacobistraße und Oststraße wurdeEnde Mai 2025 offiziell für den Radverkehr freigegeben. Auf dem rund 200 Meter langen Abschnitt zwischen Jacobistraße und Oststraße wurde erstmals in Düsseldorf eine Fahrradstraße mit flächendeckend rotem Asphalt realisiert – ein sichtbares Zeichen für die neue Radverkehrsführung und ein Plus für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden.
„Die Umgestaltung des Straßenraums Am Wehrhahn zeigt beispielhaft, wie wir unsere Verkehrsinfrastruktur Schritt für Schritt nachhaltiger und lebenswerter gestalten. Mit der neuen Fahrradstraße schaffen wir nicht nur mehr Sicherheit für Radfahrende, sondern auch bessere Bedingungen für den Fußverkehr. Durch die aufgewerteten Seitenräume profitieren Passantinnen und Passanten ebenso wie der lokale Einzelhandel. Als direkte Verlängerung der stark frequentierten Schadowstraße stärkt das Projekt die städtische Mobilität und trägt zur Steigerung der Aufenthaltsqualität im Zentrum bei“, so Jochen Kral, Mobilitäts- und Umweltdezernent der Landeshauptstadt Düsseldorf.
Der neu gestaltete Straßenraum ist niveaugleich angelegt und bietet Platz für Fußgängerinnen und Fußgänger, Lieferverkehre sowie Taxis. Zehn neue Straßenbäume wurden bereits gepflanzt, Sitzbänke, Papierkörbe und Fahrradständer folgen in Kürze.
„Der flächendeckende Einsatz roten Asphalts auf einer Fahrradstraße ist eine Premiere in Düsseldorf“, ergänzt Katharina Metzker, Leiterin des Amtes für Verkehrsmanagement. „Er verbessert die Sichtbarkeit der Fahrradstraße deutlich und trägt zur Orientierung und Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden bei.“
Die neue Fahrradstraße ist Teil der künftigen Radleitroute 2 und wurde mit einer Fahrbahnbreite von 6,50 Metern realisiert. Zur Vermeidung riskanter Überholmanöver wurde ein einen Meter breiter Gussasphaltstreifen in der Mitte eingebaut. Im angrenzenden Abschnitt zwischen Oststraße und Cantadorstraße wurde die Anzahl der Kfz-Fahrspuren in östlicher Richtung reduziert – die freiwerdende Spur dient künftig als Radfahrstreifen. In westlicher Richtung wird der Radverkehr auf zwei kombinierten Fahrspuren ebenfalls separat geführt.
Wie in allen Fahrradstraßen gilt Tempo 30. Radfahrende dürfen nebeneinander fahren. Das Parken und Halten des motorisierten Verkehrs ist nur in gekennzeichneten Bereichen erlaubt. Der motorisierte Verkehr ist zudem auf Anlieger beschränkt – diese Regelung wird im Rahmen einer sechsmonatigen Testphase evaluiert.
Die Gesamtinvestitionen für das Projekt belaufen sich auf rund 3,4 Millionen Euro. Diese Summe umfasst sämtliche Maßnahmen der Umgestaltung – einschließlich neuer Gehwegbereiche, Begrünung, Möblierung, Leitungsarbeiten sowie Anpassungen der Fahrbahn und Kreuzungsgestaltung.
Der Anteil für die eigentliche Fahrradstraße – inklusive des Radfahrstreifens und des roten Asphalts – beträgt rund 700.000 Euro. Davon wurden rund 350.000 Euro durch Mittel aus der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert.
Hintergrundinformationen
Was ist eigentlich eine Fahrradstraße?
Fahrradstraßen sind ein effektives Instrument zur Förderung des Radverkehrs. Sie tragen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit bei, regeln den Verkehrsfluss und unterstützen städtebauliche Entwicklungen.
Die wichtigsten Regeln:
Vorrang für Radfahrende auf der gesamten Strecke
Maximale Geschwindigkeit: 30 km/h für alle Verkehrsteilnehmer
Radfahrende dürfen nebeneinander fahren
Autoverkehr muss beim Überholen Radfahrende mindestens 1,5 Meter Abstand halten
Parken verboten, außer auf explizit ausgewiesenen Parkflächen
Radfahrende Kinder unter 8 Jahren dürfen bei Bedarf auf den Gehweg ausweichen