Rheinkniebrücke – Südring
Länge: 2,2 Kilometer
Baustart: Q4/2024
Der erste Bauabschnitt erstreckt sich von der Rheinkniebrücke bis zum Südring und beginnt in der Nähe des Landtages. Bis zur Fährstraße ist dieser Abschnitt bereits größtenteils fertiggestellt. Eine Lücke besteht noch zwischen dem S-Bahnhalt und Deiters, da zunächst ein Investorenprojekt fertiggestellt werden muss, bevor der neue Geh- und Radweg im Seitenraum hergestellt werden kann.
Der Radverkehr wird von der Rheinuferpromenade auf die Moselstraße geführt, die zur Fahrradstraße umgebaut wurde. Dort gilt eine maximale Geschwindigkeit von 30 km/h. Durch eine angepasste Straßengestaltung sowie zusätzliche Beschilderungen gemäß Straßenverkehrsordnung haben Radfahrende Vorrang. Mit der neuen Führung werden Konflikte auf der von Fußgängerinnen und Fußgängern hochfrequentierten Fläche entlang des Landtages reduziert.
Ab der Kreuzung Fürstenwall führt ein drei Meter breiter Zweirichtungsradweg in Asphaltbauweise zum Stadttor, getrennt vom Gehweg durch einen genoppten, barrierefreien Markierungsstreifen. Der Knotenpunkt Ernst-Gnoß-Straße wurde ausgebaut und mit einer modernen Ampelsteuerung sowie separater Radverkehrssignalisierung ausgestattet.
Im weiteren Verlauf wird der Radverkehr, vorbei am Stadttor, über die vorhandene Rampe am Lahnweg auf einen 2,50 Meter breiten Zweirichtungsradweg parallel zur Völklinger Straße geführt. Die Querungen auf diesem Teilabschnitt wurden durch geradlinige Führungen und Grünzeitverlängerungen für den Radverkehr optimiert. Im Zuge der Bauarbeiten wurden am Verkehrsknoten Gladbacher Straße eine Radwegefurt und ein separates Radverkehrssignal installiert.
Im weiteren Verlauf wurde der vorhandene Radweg ausgebaut, um mehr Platz sowie eine deutliche Trennung von Rad- und Fußverkehr zu schaffen. Fahrradpiktogramme an den Einfahrten entlang der Route erhöhen die Sichtbarkeit und unterstützen eine sichere Führung des Radverkehrs.
Die Kreuzung Völklingerstraße/Fährstraße befindet sich derzeit in Planung, die Fertigstellung ist noch offen. Der letzte Teilabschnitt von der Fährstraße bis zum Südring ist in Planung; die Bauausführung sollt mit der Eröffnung des Luisengymnasiums vor dem Schulstart abgeschlossenen werden.
Theodor-Heuss-Brücke – Rheinkniebrücke
Länge: 3,6 Kilometer
Der nördliche anschließende Abschnitt der Radleitroute verläuft von der Rheinkniebrücke zur Theodor-Heuss-Brücke. Mit dem Ausbau des Joseph-Beuys-Ufers und der Hofgartenrampe wurden bereits Schritte zur Optimierung für Radfahrende umgesetzt.
Nach den im vergangenen Jahr abgeschlossenen Sanierungen entlang der Rheinuferpromenade stehen dort lediglich noch Markierungsarbeiten aus.
Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr hat die Maßnahmen auf diesem Abschnitt im Rahmen des Förderprogrammes „Ausbau und Erweiterung des Radnetzes Deutschland“ gefördert.
Südlich der Theodor-Heuss-Brücke wird die Radleitroute über das Robert-Lehr-Ufer geführt, das über die bereits gebaute Rad- und Fußverkehrsrampe unterhalb der Oberkasseler Brücke an den Radweg entlang der Rheinuferpromenade angeschlossen wurde. Für mehr Komfort wurde dort auch die Fahrbahndecke saniert.
Im weiteren Verlauf führt die Radleitroute entlang der bereits ausgebauten Rheinuferpromenade in Richtung Burgplatz und weiter entlang des Mannesmann-Ufers bis zur Rheinkniebrücke, das sich mit jährlich mehr als 1 Millionen registrierten Radlerinnen und Radlern als das meist frequentierteste Teilstück im Düsseldorfer Radnetz auszeichnet.
Messe-Süd bis Theodor-Heuss-Brücke
Länge: 1,6 Kilometer
Baustart: in Planung
Dieser Streckenabschnitt verbindet die Messe Düsseldorf und die Arena über die Rotterdamer Straße mit der Hauptstrecke. Durch ein Verkehrsgutachten wurden die unterschiedlichen Verkehre zu Normal-, Messe- und Fußballspielzeiten betrachtet und so der ausschlaggebende Veranstaltungsfall mit den größten Auswirkungen auf den motorisierten Individualverkehr ermittelt. Ziel ist es eine umfassende Verkehrsplanung zu erstellen, die den unterschiedlichen Anforderungen an die Strecke gerecht wird und die Verkehrsströme sinnvoll verteilt.
Auch dieser Abschnitt soll im Rahmen des Förderprogrammes „Ausbau und Erweiterung des Radnetzes Deutschland“ durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert werden
Die Führung über die Rotterdamer Straße ist teilweise vom Umleitungskonzept zur Entlastung der Theodor-Heuss-Brücke betroffen, das aktuell durch das Amt für Verkehrsmanagement erarbeitet wird. Aussagen zum weiteren Vorgehen sind daher erst nach Abschluss dieser Planungen möglich.
Gleiches gilt für die im Förderprojektes Multi-Mo-Dus geplanten vorgesehenen Verbesserungen der Radverkehrsanlagen entlang der Cecilienallee, die am an das bereits ausgebauten Joseph-Beuys-Ufer anschließen., sind ebenfalls von diesen Planungen betroffen und können daher erst anschließend konkret angegangen werden. Das Teilstück zwischen Theodor-Heuss-Brücke und Joseph-Beuys-Ufer ergänzt die Radleitroute auf diesem hochfrequentierten Abschnitt entlang des Rheins und kann erst im Anschluss an die laufenden Abstimmungen weiter konkretisiert werden.
Lohausen – Reeser Straße
Länge: 2,9 Kilometer
Baustart: 3. Quartal 2025
Im Norden beginnt die Nord-Süd Radleitroute 1 an der Alten Flughafenstraße und verläuft über die Niederrheinstraße in Richtung Freiligrathplatz. Der Knotenpunkt Stockumer Höfe sowie der anschließende Abschnitt bis zur Alten Flughafenstraße finden sich aktuell in Planung. Die Querung an den Stockumer Höfen soll durch geradlinige Führungen und separate Radverkehrssignale optimiert werden, um die Radfahrenden schnell, direkt und sicher über den Knotenpunkt zu führen.
Entlang der Niederrheinstraße wurden die beidseitig verlaufenden getrennten Geh- und Radwege bereits bis zum Freiligrathplatz auf 2 bis 2,30 Meter verbreitert.
Die Planungen für den Verkehrsknotenpunkt am Freiligrathplatz sind abgeschlossen. . Der Umsetzungsbeginn ist abhängig von laufenden Ampelplanungen und derzeit für das dritte Quartal 2026 vorgesehen.
Die Route verläuft weiter über die Kaiserswerther Straße, deren Radverkehrsanlagen in Teilabschnitten bereits ausgebaut wurden. Zur klaren und barrierefreien Trennung vom parallel verlaufenden Gehweg, wurden die Radwege durchgehend in rotem Asphalt hergestellt und auf bis zu 2,30 Meter verbreitert. Ein 30 Zentimeter breiter, taktiler, weißer Trennstreifen sorgt zusätzlich für mehr Orientierung und Sicherheit., An den Knotenpunkten entlang der Strecke wurden die Radfurten erneuert beziehungsweise ergänzt.
Im Bereich vor der Ladenzeile am Hain, nahe dem Knotenpunkt an der Kaiserswerther Straße wurde die Radverkehrsführung ebenfalls angepasst. Dort wurde ein vom Parkplatz getrennter Radweg geschaffen, wodurch Konflikte zwischen Radverkehr und parkenden Kraftfahrzeugen vermieden werden. Darüber hinaus wurden die Fahrradabstellanlagen im Bereich des Knotenpunktes erneuert und teilweise erweitert.
Über die Reeser Straße wird die Radleitroute dann in Richtung Rhein auf die Rotterdamer Straße geführt. Hierfür soll diese als Fahrradstraße ausgebaut und die Anschlüsse an den Knotenpunkten optimiert werden.
Die Bauarbeiten auf dem nördlichsten Abschnitt laufen planmäßig. Ziel ist hier eine Fertigstellung bis 2027.