Ausgleichsamt

Das Ausgleichsamt der Landeshauptstadt Düsseldorf wurde gemäß Landesverordnung über Zuständigkeiten des Rhein-Kreises Neuss und der Bezirksregierung Münster im Bereich des Lastenausgleichs vom 24. Mai 2011 mit Ablauf des 31.12.2011 aufgelöst. Die Lastenausgleichsaufgaben in Nordrhein-Westfalen nahm ab dem 01.01.2012 das Ausgleichsamt des Rhein-Kreises Neuss wahr. Ab dem 01.01.2017 ist das Bundesausgleichsamt in Bad Homburg v. d. Höhe für die Lastenausgleichsaufgaben zuständig.

So erreichen Sie das Bundesausgleichsamt in Bad Homburg v.d. Höhe:
Postanschrift Bundesausgleichsamt
Saalburgstraße 157
61350 Bad Homburg v. d. Höhe
E-Mail Bundesausgleichsamt@badv.bund.de
Telefon +4930 - 187030-0
Fax +49 30 187030-3450



History

Anlass für den Lastenausgleich waren die in menschlicher und wirtschaftlicher Hinsicht verheerenden Folgen des Zweiten Weltkriegs.

Nach Inkrafttreten des Lastenausgleichsgesetzes am 1.09.1952 entwickelte sich der Lastenausgleich im Laufe der Jahre zu einem umfassenden Entschädigungsprogramm, das sowohl durch Maßnahmen im sozialen und wirtschaftlichen Bereich als auch durch individuelle Entschädigungsleistungen zur Eingliederung der von Krieg, Vertreibung und Währungsreform Betroffenen beitrug.

Das Ausgleichsamt Düsseldorf, das seinen Vorläufer im Soforthilfeamt hatte, war zunächst eine Abteilung des Sozialamtes und existierte seit 1953 als selbständiges Amt, das Ende der 50er Jahre zeitweilig mehr als 300 Beschäftigte hatte. 1998 wurde es mit noch 30 Personen dem Rechtsamt angegliedert bis es mit Ablauf des 31.12.2011 aufgelöst wurde.

Das Ausgleichsamt war etwa 60 Jahre für die Düsseldorfer Bürger und daneben überregional sonderzuständig tätig. Seit 1988 wurden auch die Lastenausgleichsaufgaben des Kreises Mettmann wahrgenommen.

Bürger der Stadt Düsseldorf und des Kreises Mettmann stellten mehr als 570.000 Schadensfeststellungs- und Leistungsanträge, die zu über 80 % positiv entschieden wurden. Lastenausgleichsleistungen sind hauptsächlich als Hauptentschädigung, Hausratentschädigung, Kriegsschadenrente und Aufbaudarlehen gewährt worden.

Bis Anfang 1991 bestand die Hauptaufgabe der Ausgleichsverwaltung in der Leistungsgewährung an Kriegssachgeschädigte, Vertriebene, Aussiedler und Flüchtlinge.

Nach der deutschen Vereinigung und der Entwicklung in den Staaten des früheren Ostblocks verlagerte sich der Schwerpunkt der Tätigkeit in den Bereich der Rückforderung bei Schadensausgleich.

Im Zuge dieser Aufgabenwahrnehmung wandelte sich die Lastenausgleichsverwaltung zunehmend von der Leistungs- zur Eingriffsverwaltung.

Zu den klassischen Aufgaben gehörte jedoch auch die Zahlung von Kriegsschadenrenten, die Aufarbeitung der Altfälle und die Archivierung von Schadensakten.