Aktuelle Projekte

Titelbild der VDR-Beiträge
Titelbild der VDR-Beiträge zur Erhaltung von Kunst- und Kulturgut, H. 1, 2012 mit Abbildung zu dem auf Seite 54 - 74 abgedruckten Interview mit den Metropolis-Restauratoren Martin Koerber, Frank Strobel und Anke Wilkening. Das Interview wurde geführt und redaktionell bearbeitet von Klaus Martius und Cornelia Weyer.

Oral History-Projekt zur Restaurierungsgeschichte (seit 2008)

Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Foundation of the American Institute for Conservation (FAIC) durchgeführt. Persönlichkeiten von Einfluss auf die Restaurierungsgeschichte der Nachkriegszeit werden nach Ihren beruflichen Erfahrungen und Ihre Sicht des Restauratorenberufes heute befragt. Die Interviews werden als Tondokumente und in transkribierter Form gespeichert, ediert und in umfassender Form im Oral History Archive der FAIC an der Winterthur University of Delaware archiviert. Folgende Interviews wurden bisher geführt: Hermann Kühn (18.08.2008), Heinz Althöfer (20.05.2009), Bruno Heimberg (01.03.2010), Jirina Lehmann (12.09.2010) und Ingo Timm (13.11.2015). Ein Interview mit Martin Koerber, Frank Strobel und Anke Wilkening (07.05.2011) setzte sich mit der Restaurierung des Stummfilmklassikers Metropolis auseinander.

Abgeschlossene Projekte

Glasscheiben-Projekt (2017)

Der Bestand historischer Glasscheiben aus dem Besitz des Glasmuseums Hentrich im Museum Kunstpalast wurde 2017 systematisch unter technologischen Gesichtspunkten gesichtet. Ziel des Projektes war es, auseinander gerissene Teile wieder zusammen zu führen, den Zustand aller Scheiben zu kartieren und ihre Einlagerung zu verbessern. Im Anschluss sind auch Restaurierungsmaßnahmen vorgesehen. Ein Konvolut Glasplattennegative aus den dreißiger Jahren, das vor einiger Zeit am Restaurierungszentrum bearbeitet worden ist, konnte bei der Arbeit als Zustandsdokumentation der dreißiger Jahre hinzugezogen werden.

  • Glasscheibe mit Schadenskartierung (links) und im Durchlicht (rechts) Glasscheibe mit Schadenskartierung (links) und im Durchlicht (rechts)
  • Glasscheibe im Auflicht (links und rechts) und Glasplattennegativ (Mitte) Glasscheibe im Auflicht (links und rechts) und entsprechendes Glasplattennegativ (Mitte)
  • Aufnahme der Objektdaten im Depot und Blick in eine Kiste mit einzelnen Scherben Aufnahme der Objektdaten im Depot (links) und Blick in eine Kiste mit einzelnen Scherben (rechts)

Pallenberg-Projekt (2017)

Jessica Morhard (Dipl. Restauratorin für Fotografie) hat den Pallenberg-Bestand historischer Glasplattennegative und Glasdiapositive aus dem Aquazoo/Löbbecke Museum restauriert. Der Bildhauer Josef Pallenberg (1882 - 1946) ist für seine Tierplastiken bekannt. Die Aufnahmen zeigen Naturbeobachtungen, seine Tierplastiken und geben Einblicke in Atelier und Wohnhaus des Künstlers. Die Glasplatten wurden gereinigt und in archivgerechtes Material umgelagert. An einigen Fotografien waren weitere Maßnahmen wie Sicherung von Rissen, Klebungen und Ergänzungen an Gläsern und Klebebändern erforderlich. Im Zuge der Restaurierung wurde zu jeder Platte eine Bild-Dokumentation angefertigt, so dass die Originale zukünftig in einem ruhenden Archiv aufbewahrt werden können und die Digitalisate der Forschung zur Verfügung stehen.

  • Durchlichtaufnahme von ausgewählten Glasdiapositiven
  • Josef Pallenberg in seinem Atelier, linke Seite Glasplattennegativ, rechte Seite das Negativ digital in ein Positiv umgewandelt
  • Panther, Gips-Modell, linke Seite Glasplattennegativ, rechte Seite das Negativ digital in ein Positiv umgewandelt
  • Gebrochene Glasplattennegativen werden wieder miteinander verklebt.
Walter Ophey (1882 -1930), Selbstbildnis
Walter Ophey (1882 -1930), Selbstbildnis, o.D., Kreidezeichnung auf braun-gräulichem Büttenpapier mit Siebstruktur (aus einem Zeichenblock herausgerissen)

Farbige Kreidezeichnungen aus dem Nachlass des Künstlers Walter Ophey (2012-2014 und 2015-17). Ein Projekt des Restaurierungszentrums der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Stiftung Museum Kunstpalast, gefördert durch das Restaurierungsprogramm Bildende Kunst des Landes NRW

Die Werke von Walter Ophey (1882-1930) sind beispielhafte Zeugnisse der rheinischen Moderne. Ein Teil seiner Zeichnungen weist eine Besonderheit auf: Der Künstler selbst hat sie mit Sekundärträgern ausgestattet, die in ihrer Farbigkeit und Textur auf die jeweilige Zeichnung abgestimmt sind. Um diese Werke mit der vom Künstler selbst gewählten Präsentationsart langfristig zu erhalten, wurden im Rahmen des Projektes nicht nur 210 Blätter konserviert und restauriert, sondern auch Präventivmaßnahmen ergriffen, die Schäden aufgrund der stark säurehaltigen Montierungsträger und der unterschiedlichen Spannung der Papiere in Zukunft verhindern sollen.

Marstallgiebel-Restaurierungsprojekt

Das von 2014-16 mit Unterstützung des Landschaftsverbandes durchgeführte Projekt hatte die Restaurierung des fragmentarisch überlieferten Hauptgiebels vom ehemaligen Jagdzeughaus von Schloss Jägerhof zum Ziel. Es handelt sich hierbei um eine Holzbildhauerarbeit mit sehr qualitätvollen Darstellungen von Jagdmotiven, ein bedeutendes Zeugnis der Hofkunst unter Kurfürst Jan Wellem. Im Anschluss an die Freilegung wurden Ergänzungen in Holz ausgeführt und die Fassung rekonstruiert. So konnte das originale, helle Erscheinungsbild annähernd wieder hergestellt werden. Beabsichtigt sind die spätere Aufstellung des Hauptgiebels im Außenraum und die Konservierung des nur noch zur Hälfte überlieferten nordöstlichen Nebengiebels für eine museale Präsentation im Innenraum.

  • Marstallgiebel, Hauptgiebel um 1910 Marstallgiebel Marstallgiebel, Hauptgiebel um 1910
  • Marstallgiebel Der Marstallgiebel nach der Restaurierung. Foto: Stefan Arendt, LVR-Zentrum für Medien und Bildung

Restaurierung des Gemäldes "Der heilige Franziskus in Meditation" (1630-35) von Francisco de Zurbarán (2014/15)

Das Gemälde wurde anlässlich der Ausstellung erstmalig umfassend seit seiner Übernahme ins Museum (heute Museum Kunstpalast) restauriert. Nach der Festigung der versprödeten Malschichten und Abnahme von Firnisschichten, umfangreichen Retuschen und Übermalungen wurden die Fehlstellen gekittet und retuschiert und der Oberflächenglanz durch mehrere Firnisaufträge harmonisiert. Die Darstellung ist nun wieder als kompositorisches Ganzes, in den Details und in ihrer Tiefenräumlichkeit wahrnehmbar. Das Kolorit des Gemäldes bewegt sich in einem deutlich kühleren Spektrum als im Vorzustand und unterstützt, zusammen mit dem malerischen Farbauftrag, die Wiedergabe der Stofflichkeit in den Bildgegenständen.

  • Francisco de Zurbarán, "Der heilige Franziskus in Meditation" Zurbarán Francisco de Zurbarán, "Der heilige Franziskus in Meditation", Museum Kunstpalast, während der Firnisabnahme | Detail nach der Firnisabnahme, noch mit alten Retuschen und Übermalungen | Detail nach der Retusche
Zustandserfassung von Irdenware aus dem Hetjens-Museum vor der Umlagerung in ein neues Magazin

Technologische Erfassung magazinierter Keramiken des Hetjens-Museums (2013/14)

In Vorbereitung der Auslagerung wesentlicher Bereiche des Magazinbestandes im Hetjens-Museum galt es, zunächst aus versicherungsrechtlichen Gründen, ebenso jedoch als präventiv-konservatorische Maßnahme, eine grundlegende Erfassung des Ist-Zustandes der betroffenen Objekte vorzunehmen. Besonderes Augenmerk lag hierbei auf deren Transportfähigkeit. Außerdem konnten bereits an dieser Stelle objektspezifische Besonderheiten und Anforderungen vermerkt und für die Planung und Einrichtung des neuen Depots berücksichtigt werden. In Zusammenarbeit mit den zuständigen Kunsthistorikerinnen und Datenbankspezialisten der Stadt Düsseldorf wurden Schemata und Verfahrensweisen entwickelt, die eine effiziente Arbeitsweise und die anschließende digitale Nutzung der objektbezogenen Daten sicherstellen.

Re-Restaurierung des Gemäldes "Ansicht der Via di Ripetta in Rom" (um 1740) von Bernardo Bellotto (2014)

Das Gemälde "Ansicht der Via di Ripetta in Rom" von Bernardo Bellotto wurde anlässlich einer Ausleihe restauriert. Die Darstellung war durch zahlreiche großformatige Übermalungen über beschädigter Malschicht sowie gelb-orange verfärbtem, mehrschichtig und unregelmäßig aufgetragenem Firnis in ihrer Wirkung stark entstellt. Durch Dünnung und Ausgleich der Firnisschichten, partielle Freilegung und Reintegration zahlreicher Fehlstellen konnten Farbigkeit, Tiefenräumlichkeit und Lichtwirkung des Gemäldes wieder hergestellt werden.

  • Bernardo Bellotto, "Ansicht der Via di Ripetta in Rom", Museum Kunstpalast Bernardo Bellotto Bernardo Bellotto, "Ansicht der Via di Ripetta in Rom", Museum Kunstpalast, Zustand vor der Restaurierung | Zustand während der Freilegung | Zustand nach Abschluss der Restaurierung

Technologische Erfassung von Gläsern des Glasmuseums Hentrich im Museum Kunstpalast (2011–13)

Im Rahmen eines zweijährigen wissenschaftlichen Volontariats, das mit einer Spezialistin für Glasrestaurierung besetzt werden konnte, und dank der zusätzlichen Einstellung einer Kunstgewerberestauratorin war es möglich, umfangreiche Sammlungsbestände des Glasmuseums Hentrich im Museum Kunstpalast hinsichtlich ihres Erhaltungszustands und Konservierungsbedarfes zu dokumentieren. Eine in diesem Zusammenhang erarbeitete Publikation ist 2014 erschienen.
Publikation Glasschadenskatalog

  • Aus dem Glasschadenskatalog von Simone Walker M.A.: Kratzer / Scratch / Egratignure, schwerwiegender Schaden (lks.) | Abplatzung / Chipping / Eclat, geringfügiger Schaden (M.) Glasschadenskatalog Aus dem Glasschadenskatalog von Simone Walker M.A.: Kratzer / Scratch / Egratignure, schwerwiegender Schaden (lks.) | Abplatzung / Chipping / Eclat, geringfügiger Schaden (M.)
  • Aus dem Glasschadenskatalog von Simone Walker M.A.: Sprung / Crack / Fissure, mäßiger Schaden (r.) | Titelbild Glasschadenskatalog von Simone Walker M.A. Glasschadenskatalog Aus dem Glasschadenskatalog von Simone Walker M.A.: Sprung / Crack / Fissure, mäßiger Schaden (r.) | Titelbild Glasschadenskatalog von Simone Walker M.A.

Systematisierung der Institutsbibliothek (2009–13)

Das Projekt diente der formalen und inhaltlichen Erschließung der Buchbestände des Restaurierungszentrums nach einer Systematik, die mit Unterstützung der Düsseldorfer Stadtbüchereien eigens zu diesem Zweck erarbeitet worden war (publiziert in den VDR-Beiträgen zur Erhaltung von Kunst- und Kulturgut, 2/2010). Ziel war neben dem verbesserten Zugang für das eigene Personal auch die Einbindung der Restaurierungsliteratur in den Gesamtkatalog der Düsseldorfer Kulturinstitute und damit der Zugang auch für Nutzer und Nutzerinnen außerhalb des Instituts wie Studierende der Fachhochschule Köln und Restaurator/inn/en in der Region.
Gesamtkatalog der Düsseldorfer Kulturinstitute (GDK)

Marstallgiebelprojekt (Untersuchung und Planung) (2009/10)

Vom barocken Marstallgebäude des Schlosses Jägerhof haben sich eineinhalb von ursprünglich drei großen, mit Schnitzarbeit verzierten hölzernen Giebelfeldern erhalten. Seit dem Zweiten Weltkrieg eingelagert, wurden die erhaltenen Teile im Jahr 2008 in der institutseigenen Stickstoffkammer gegen Schädlingsbefall behandelt. Das Restaurierungszentrum hat anschließend den Auftrag übernommen, den Bestand zu ordnen und zu begutachten, eine umfassende technologische Untersuchung durchzuführen und Konzepte zum zukünftigen Erhalt zu erarbeiten. Die Projektergebnisse wurden der Verwaltung im Dezember 2010 vorgelegt. Sie dienen als Grundlage für das nachfolgende Restaurierungsprojekt und die Entscheidung über eine erneute öffentliche Zurschaustellung.

  • Marstallgiebel: Fotomontage des Bestands 2010. Marstallgiebel Marstallgiebel: Fotomontage des Bestands 2010.

Projekt Ablösen rundum montierter Graphiken (2009–11)

Gefördert aus Mitteln des NRW-Restaurierungsprogramms Bildende Kunst wurden ca. 1800 Blätter, die eine schädigende Rundummontierung aufwiesen, vom Trägerkarton abgenommen. An 300 Blättern wurden darüber hinausreichende Konservierungs-/ oder Restaurierungsmaßnahmen durchgeführt wie die Behandlung aktiven Schimmelbefalls und störender Verfärbungen, die Behandlung von Säure- und Lichtschäden, Einrissen, Fehlstellen und durch die Altmontierung hervorgerufener Verwerfungen.

PRACTICs (Practices, Research, Access, Collaboration, Teaching In Conservation of Contemporary Art) (2009–11)

Das mit EU-Mitteln realisierte Projekt stand unter der Leitung des Netherlands Institute for Cultural Heritage (ICN) und wurde in Kooperation mit fünf weiteren europäischen Organisationen und deren Partnern durchgeführt, darunter das Restaurierungszentrum Düsseldorf. Es diente der Veröffentlichung und Vertiefung von Ergebnissen, die im Inside-Installation-Projekt (s.o.) erarbeitet worden waren. Im Juni 2010 fand zu diesem Zweck in Amsterdam das mehrtägige internationale Symposium "Contemporary Art: Who Cares?" statt. 2011 erschien der Ergebnisband "Inside Installations, Theory and Practice in the Care of Complex Artworks", Tatja Scholte und Glenn Wharton Hrsg., Amsterdam 2011.

Rubens, "Mariae Himmelfahrt", Detail
Rubens, "Mariae Himmelfahrt", Detail

Rubens-Projekt (2008)

Ein Hauptwerk aus der Kunstsammlung des Kurfürsten Jan Wellem, das sich heute im Museum Kunstpalast befindet, das 1616/18 entstandene großformatige Mariae Himmelfahrts-Gemälde von Peter Paul Rubens, wurde einer umfangreichen maltechnologischen Untersuchung unterzogen. Die Untersuchungsergebnisse wurden einer breiten Öffentlichkeit in der Ausstellung "Himmlisch - Herrlich - Höfisch" und dem Fachpublikum in den VDR-Beiträgen zur Erhaltung von Kunst- und Kulturgut, 2/2012 vorgestellt.

Restaurierung des grünen Lackkabinettschranks aus der Sammlung Schneider (2006–2009)

Der grüne Lackkabinettschrank, eine Chinoiserie des 18. Jahrhunderts, wies infolge Verbräunung und Verschmutzung späterer Lackschichten, Bronzierungen und Pflegemittel ein sehr unansehnliches Erscheinungsbild auf. Einige Dekorationen auf den Schranktüren und die Vergoldung des Untergestells lösten sich großflächig vom hölzernen Korpus. Der originale Schlussüberzug auf den Innenseiten drohte infolge altersbedingter Versprödung verloren zu gehen. Die über drei Jahre dauernde, sehr komplexe und aufwendige Restaurierung verfolgte das Ziel, die originalen mehrschichtigen Lacke dauerhaft zu sichern und mittels Freilegungs- und Retuschierarbeit ein geschlossenes Erscheinungsbild wieder zu gewinnen.

  • Der grüne Lackkabinettschrank aus der Slg. Schneider Lackkabinettschrank Der grüne Lackkabinettschrank aus der Slg. Schneider, Gesamtansicht, Zustand nach der Restaurierung | Detail von der Innenseite

Culture 2000-Projekt "Inside Installations" (2004–2007)

Das Restaurierungszentrum war deutscher Co-organiser eines von der Europäischen Kommission geförderten Projektes zu Dokumentation, Erhalt und Präsentation von Installationskunst. Projektleitung: Netherlands Institute for Cultural Heritage (ICN); weitere Co-organiser: Tate, London; Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia, Madrid; Stedelijk Museum voor Actuele Kunst (SMAK), Ghent; Foundation for the Conservation of Modern Art, Niederlande.
Partner des Restaurierungszentrums: Verband der Restauratoren, Projektgruppe "Dokumentation zeitgenössischer Kunst": Doerner Institut, München; Museum für Moderne Kunst, Frankfurt; Hamburger Kunsthalle: ZKM Karlsruhe; assoziierte Partner: Museum Jean Tinguely, Basel; Ulrike Baumgart, Bonn

  • Ulrike Rosenbach,  "Glauben Sie nicht, dass ich eine Amazone bin", 1975 Ulrike Rosenbach Ulrike Rosenbach, "Glauben Sie nicht, dass ich eine Amazone bin", 1975, Gesamtansicht der Installation im Museo de Bellas Artes de Bilbao, Juni bis September 2007 | Die Installation wurde vom Restaurierungszentrum in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin bearbeitet und als Fallstudie publiziert. Der Restaurierung gingen technologische und kunsthistorische Untersuchungen voraus.

Bedarfserhebung Fotokonservierung/Archivierung (2004–2005)

Inhalt dieses Projektes war die Ermittlung des Restaurierungsbedarfs in den Fotosammlungen mehrerer Düsseldorfer Kulturinstitute, die Durchführung erster konservatorischer Maßnahmen sowie die Optimierung der Aufbewahrungsbedingungen für die Fotobestände und andere Datenträger. Im Anschluss an das erfolgreich abgeschlossene Projekt wurde eine feste Stelle für Fotorestaurierung eingerichtet.

  • Fotokonservierung: Individuell angefertigte Schachteln zur Archivierung von Farbpositiven und Daguerreotypien Fotokonservierung Fotokonservierung: Individuell angefertigte Schachteln zur Archivierung von Farbpositiven und Daguerreotypien

d:kult (Digitales Kunst- und Kulturarchiv Düsseldorf) (2003–2006)

Ziel dieses Projektes aller städtischen Kulturinstitute war die Einrichtung einer Datenbank zur Dokumentation und Verwaltung ihrer Sammlungsbestände, die Unterstützung von Arbeitsabläufen und die Internet-Präsentation von Sammlungsstücken in einem Museums-Managementsystem. Das Restaurierungszentrum hat sich maßgeblich für die Realisierung dieses Projektes engagiert, es war in der Projektleitung tätig und gehörte zu den Pilot-Instituten. d:kult steht heute dauerhaft als Instrument der Archivierung, Verwaltung und Vermittlung zur Verfügung.
d:kult

INCCA (International Network for the Conservation of Contemporary Art) (1999–2002)

Das Restaurierungszentrum war deutsches Partnerinstitut bei der Entwicklung eines dynamischen Informationsnetzwerkes, das Fachleuten weltweit für die Erforschung und Bearbeitung zeitgenössischer Kunst zur Verfügung steht. Das Projekt wurde gefördert durch die Europäische Kommission (Raphael Programme). Projektleitung: Netherlands Institute for Cultural Heritage (ICN); Co-organiser: Tate, London; Partner: Stedelijk Museum voor Actuele Kunst (SMAK), Ghent; Solomon Guggenheim Museum, New York/Bilbao; Det Kongelige Danske Kunstakademi/Konservatorskolen, Kopenhagen; Fundacio La Caixa / Centre Cultural de Barcelona; Museum Moderner Kunst (MUMOK), Wien; Galeria d'Arte Moderna (GAM), Turin; Academy of Fine Art, Warschau; Foundation for the Conservation of Modern Art (SBMK), Niederlande.
www.incca.org

Lederprojekt (in Zusammenarbeit mit der VTB-Hygiene Forschung, Henkel KGaA, Düsseldorf, und dem Deutschen Ledermuseum, Offenbach) (2003)

Bekämpfung und Prävention mikrobieller Schäden an Lederoberflächen durch herkömmliche Methoden der Lederreinigung, veröffentlicht im Ergebnisband der VDR-Tagung
"Oberflächenreinigung" Artikel Dirk Bockmühl / Cornelia Weyer

  • Lederprojekt Lederprojekt Lederprojekt: Stereomikroskopische Evaluierung des Schimmelbewuchses. 0 = kein Bewuchs | 1 = schwacher Bewuchs | 2 = deutlicher Bewuchs | 3 = starker Bewuchs

Tagung Oberflächenreinigung (2003)

Planung, Vorbereitung und Beteiligung am Restauratorentag des Verbandes der Restauratoren (VDR) 2003 mit Fachtagung Oberflächenreinigung in Düsseldorf. Publikation VDR-Schriftenreihe

  • Fotokonservierung Ergebnisband der Düsseldorfer VDR-Tagung "Oberflächenreinigung - Material und Methoden", herausgegeben von Cornelia Weyer, Bonn 2006 | Blinky Palermo, ohne Titel, 1969, Museum Kunstpalast, nach der Reinigung