Dr. Heinrich Labbert und Florian Dirszus stellten in der GGS Kronprinzenstraße die Pläne vor.
Dr. Heinrich Labbert und Florian Dirszus stellten in der GGS Kronprinzenstraße die Pläne vor, Fotos: Michael Gstettenbauer.

Hier wird gebaut

Die Landeshauptstadt Düsseldorf macht ihre Schulen fit für die Zukunft. Im Rahmen der Schulorganisatorischen Maßnahmen (SOM) werden künftig über 600 Millionen Euro in Schulbauten investiert. Laufende Baumaßnahmen gibt es zudem im Rahmen des Masterplans Schulen sowie unter Federführung des städtischen Tochterunternehmens IPM (Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH).

Florian Dirszus, Leiter Gesamtstädtische Koordination von schulischen Hochbaumaßnahmen und stellvertretender Leiter des Schulverwaltungsamt, und IPM-Geschäftsführer Dr. Heinrich Labbert stellten am Donnerstag, 28. Juli, exemplarisch Bauaktivitäten an drei Schulstandorten vor.

IPM-Maßnahme:

Gemeinschaftsgrundschule Kronprinzenstraße, Kronprinzenstraße 107

Die Gemeinschaftsgrundschule Kronprinzenstraße führt derzeit acht Klassen mit 217 Schülerinnen und Schülern. Zur Deckung des steigenden Bedarfs an Grundschulplätzen im Einzugsbereich der GGS Kronprinzenstraße ist die Schaffung von sechs Unterrichtsräumen als Klassen-, Mehrzweck- und OGS-Räume geplant. Hierzu wird das Dachgeschoss ausgebaut; weitere Räume werden ertüchtigt. Der Grundsatzbeschluss hierzu wurde am 30. April 2015 gefasst; der Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss wurde am 11. Februar 2016 gefasst. Die Baugenehmigung wurde im März 2016 bewilligt, der Baubeginn erfolgte bereits im Juni 2016.

In den Sommerferien werden Abhangdecken im 2. Obergeschoss und zur Verbesserung der Akustik auch im Schulleiterzimmer und dem Sekretariat eingebracht. Die Einbringung der notwendigen Betondecke wurde bereits am 15. Juli 2016 fertiggestellt. Außerdem finden Installationsarbeiten in den Bereichen Sanitär, Heizung und Elektro im Keller statt, die für den Gesamtausbau des Dachgeschosses notwendig sind. Zum Schuljahresbeginn 2016/2017 wird die Schule wieder voll betriebsfähig sein. Der weitere Ausbau erfolgt sukzessive.
 
Kosten:
ca. 1,5 Millionen Euro laut Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss
Terminplan:
Baubeginn: Juni 2016
Voraussichtliche Fertigstellung: 1. Quartal 2017

An der Regenbogenschule laufen derzeit Arbeiten an der Fassade, dabei wird auch ein alter Kamin abgetragen.
An der Regenbogenschule laufen derzeit Arbeiten an der Fassade, dabei wird auch ein alter Kamin abgetragen, Fotos: Michael Gstettenbauer.

Maßnahme Masterplan Schulen:

St. Peter-Schule und Regenbogenschule, Jahnstraße 97

In den vergangen Jahren wurden am Standort Jahnstraße 97 bereits viele Maßnahmen zur Ertüchtigung durchgeführt. Aus dem Konjunkturpaket II wurde 2010 beispielsweise die Außentoilettenanlage saniert. In der Turnhalle hat es in den Jahren 2013/2014 diverse Baumaßnahmen gegeben, unter anderem wurde eine Deckenstrahlheizung eingebaut und die Beleuchtung erneuert sowie die gesamte Halle mit einem Anstrich versehen. Im vergangenen Sommer wurde die ehemalige Hausmeisterdienstwohnung für die schulische Nutzung hergerichtet. Bereits im Jahr 2014 wurde ein Teil der Fenster und der Fassade saniert. Der Schulträger hat in diese Maßnahmen bereits insgesamt rund 1,5 Millionen Euro investiert.

Die bisher nicht sanierten Fassadenteile weisen weiterhin erhebliche Schäden auf. Seit 2008 finden regelmäßige Kontrolluntersuchungen durch ein Ingenieurbüro statt. Das Ingenieurbüro bescheinigt eine stetige Verschlechterung des Zustandes und empfiehlt eine kurzfristige Sanierung. Zur Vermeidung von weiteren Einschränkungen durch Sperrungen wurde über eine Machbarkeitsstudie eine Fassadensanierung in mehreren Bauabschnitten (BA) entwickelt. In drei Bauabschnitten soll die gesamte Fassade saniert werden. Inhalt des ersten Bauabschnittes, der aktuell in den Sommerferien durchgeführt wird, ist die Sanierung der Nordfassade (Giebelseite mit Kamin) und Schutzmaßnahmen für die Nutzer gegen herabfallende Bauteile an der Westfassade (Erstellung von Tunneln im Bereich der Treppenhausausgänge auf den Schulhof). Die weiteren Bauabschnitte (Sanierung Westfassade und Sanierung Ost-/Südfassade) müssen ebenfalls kurzfristig durchgeführt werden. Die Sanierungsmaßnahmen beinhalten den Abbruch des alten Kamins, das Abtragen der alten Vorsatzschale aus Klinkersteinen, das Sanieren der tragenden Betonwände, die Dämmung der Wände sowie das Verkleiden der Dämmung mit Klinkerriemchen. Der Dachrandanschluss wird überarbeitet und ein neuer Edelstahlkamin an die Fassade gesetzt.Kosten:voraussichtliche Kosten 1. BA (Nordfassade, Giebelseite): 160.000 Eurovoraussichtliche Kosten 2. BA (Westfassade, Fenster und Türen): 452.000 Eurovoraussichtliche Kosten 3. BA (Ostfassade, Fenster und Türen): 446.000 EuroTerminplan: Baubeginn 1. BA: 18. Juli 2016Fertigstellung 1. BA: ca. November 2016Die weiteren Bauabschnitte sollen in 2017 sukzessive umgesetzt werden.

In der St. Rochus-Schule werden Kabelinstallationen in die Decke von Klassenräumen eingezogen.
In der St. Rochus-Schule werden Kabelinstallationen in die Decke von Klassenräumen eingezogen.

Maßnahme aus dem SOM II-Paket:

St. Rochus-Schule, Gneisenaustraße 60

Im Rahmen von Schulorganisatorischen Sofortmaßnahmen wurden die seinerzeit leerstehenden Gebäude des Schulstandortes Gneisenaustraße 60 zum Schuljahresbeginn 2015/2016 für die katholische St. Rochus-Grundschule hergerichtet, die am ehemaligen Standort Ehrenstraße nur 1-zügig geführt werden konnte. Am Standort Gneisenaustraße wird die Schule 2-zügig geführt.

Hierfür wurden bereits in den Sommerferien 2015 bestehende Brandschutzmängel sowie weitere Gefahrenstellen beseitigt und die Haustechnik wieder in Stand gesetzt. Darüber hinaus wurde in der ehemaligen Lehrküche eine neue Mensa geschaffen. Die WC-Anlagen wurden saniert und um ein Behinderten-WC ergänzt. Alle Räumlichkeiten erhielten einen neuen Anstrich. Innerhalb des 2. Bauabschnittes werden aktuell in den Sommerferien 2016 die alten Flurtüren gegen neue Rauchschutztüren ausgetauscht und eine Sicherheitsbeleuchtungsanlage eingebaut. Zudem werden die Verkabelung der Alarmierungsanlage sowie die Beleuchtung in den Fluren und Treppenhäusern erneuert und neue Lautsprecher montiert.

Folgende weitere Maßnahmen sind künftig geplant:

  • Einbau einer Deckenstrahlheizung in der Turnhalle
  • Erhöhung der Zügigkeit von zwei auf drei Züge durch Umnutzung und Sanierung des derzeit noch vom Max-Weber-Berufskollegs genutzten Vordergebäudes
  • Einbau eines behindertengerechten Aufzuges im Hauptgebäude
  • Erneuerung der Akustikplatten der Rasterabhangdecken im Hauptgebäude
  • Erneuerung der Raumbeleuchtung in den restlichen Räumen des Hauptgebäudes
  • Sanierung des Heiz-, Zu- und Abwasserleitungsnetzes


Kosten:
Die Kosten für den 1. BA lagen bei rund 430.000 Euro
Die Kosten für den 2. BA liegen bei rund 320.000 Euro

Terminplan:
Baubeginn und Fertigstellung 2. BA in den Sommerferien 2016
Die weiteren Maßnahmen sollen sukzessive umgesetzt werden.

Besichtigung der Baustelle an der Gemeinschaftsgrundschule Lörick durch Elisabeth Klak, Projektleiterin Amt für Gebäudemanagement, Florian Dirszus, stellv. Leiter des Schulverwaltungsamtes, Oberbürgermeister Thomas Geisel und Schulleiterin G.Cunrady
Elisabeth Klak, Projektleiterin vom Amt für Gebäudemanagement, Florian Dirszus, stellvertretender Leiter des Schulverwaltungsamtes, Oberbürgermeister Thomas Geisel und Schulleiterin Gabriele Cunrady bei der Besichtigung der Baustelle an der Gemeinschaftsgrundschule Lörick (von links nach rechts), Foto: M. Gstettenbauer.

Baumaßnahme Gemeinschaftsgrundschule Lörick

Die Zügigkeit der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Lörick wird derzeit von zwei auf vier Züge erhöht. Dazu wird ein Erweiterungsbau (1.600 Quadratmeter) errichtet, so dass der Schule nach Fertigstellung insgesamt 16 Klassen zur Verfügung stehen. Für den Neubau werden die eingeschossigen Bestandsgebäude Bibliothek, Pausen-WC, Milchausgabe und die Überdachungen der Erschließungswege zurückgebaut und ihre Funktion im Neubau integriert. Im Bestandsgebäude wird außerdem der Singsaal aufgegeben, er wird ebenfalls im Neubau seinen Platz haben. An dessen Stelle wird das Lehrerzimmer mit Nebenräumen angeordnet, sodass dieser Bereich im direkten Bezug zur Verwaltung im Erdgeschoss steht. Weitere Umbauten im Bestand (neue WC´s, Pflegebad mit Behinderten-WC, Teilung eines Differenzierungsraumes in zwei Räume etc.) erfolgen ebenso. Aktuell laufen vorbereitende Maßnahmen zur Aufstellung der Klassenmodulcontainer, Abbrucharbeiten und Kanalbauarbeiten. Die Fertigstellung ist für das 1. Quartal 2018 vorgesehen. Die Kosten des Projekts an der GGS Lörick: 8,9 Millionen Euro.