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Aktion Zukunft - Aufholen nach Corona

Was ist "Aktion Zukunft"?

Um Schülerinnen und Schüler bei der Aufarbeitung pandemiebedingter Lernrückstände zu unterstützen, hat die Landeshauptstadt die "Aktion Zukunft" ins Leben gerufen und fördert damit zentrale Unterstützungsleistungen an Schulen.

Im Rahmen der "Aktion Zukunft" werden die Kinder und Jugendlichen im laufenden Jahr auf vielfältige Art und Weise aufgebaut und gestärkt: Motorische, sportliche, kognitive, soziale, emotionale und kreative Fähigkeiten sollen gefördert und gestärkt werden.

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche: "Die Corona-Pandemie hat uns alle in diversen Bereichen getroffen, eine der am härtesten betroffene Gruppe sind unsere Schülerinnen und Schüler. Wir müssen daran ansetzen, was in den letzten zwei Jahren verloren ging und zwar für jeden Einzelnen. Wesentliche Unterstützungsbedarfesind beispielsweise unterschiedliche Bewegungsangebote, Angebote zur Stärkung der psychischen Gesundheit sowie eineerweiterte Deutschförderung."

 

Hintergrund

Finanziert wird das Projekt "Aktion Zukunft" aus Mitteln des Programms "Ankommen und Aufholen" von Bund und Ländern: Um Schülerinnen und Schülern das gezielte Aufholen pandemiebedingter Lernrückstände zu ermöglichen, stellen Bund und Länder bis Ende 2022 insgesamt 430 Millionen Euro zur Verfügung. Durch diese zusätzlichen finanziellen Mittel sollen vor Ort individuelle Förderangebote ermöglicht, weiteres Personal eingestellt und Kooperationen mit außerschulischen Partnern organisiert werden.

Aus dem Förderprogramm erhält die Landeshauptstadt einen Betrag in Höhe von rund 5,6 Millionen Euro, wovon etwa 1,65 Millionen Euro direkt in das Schulbudget, weitere knapp 1,65 Millionen Euro in Bildungsgutscheine und ca. 2,23 Millionen Euro in das Schulträgerbudget fließen. Mit den Mitteln des Schulträgerbudgets können die beiden anderen Budgets ergänzt werden - alternativ werden daraus zentrale Unterstützungsleistungen für die Schulen entwickelt und zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen zum Förderprogramm des Ministeriums für Schule und Bildung NRW finden Sie hier.

Unterstützungsbedarfe der Schulen

Um die Schulen bestmöglich zu unterstützen, hat das Regionale Bildungsbüro die Schulen befragt. Aus dieser Befragung heraus werden Unterstützungsmaßnahmen in Kooperation mit unterschiedlichen Partnern entwickelt, z. B. mit dem Jugendamt, dem Sportamt, dem Gesundheitsamt, dem Sportbund und der Bädergesellschaft.

Gute Beispiele aus der Praxis

Ein erstes erfolgreiches Beispiel der "Aktion Zukunft" sind die "LernBrücken" an der Gemeinschaftshauptschule Bernburger Straße: In Kooperation mit dem Amt für Schule und Bildung und dem Jugendamt wurde ein Projektauf die Beine gestellt, das es der Gemeinschaftshauptschule Bernburger Straße und vier weiteren Schulen ermöglicht, die Grundidee des berliner Großprojektes "LernBrücken" passgenau auf ihre Strukturen, Möglichkeiten und Bedarfe der Schülerinnen und Schüler anzupassen.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie unterstützen die "LernBrücken" die Kinder und Jugendlichen mit individueller Beratung und Motivation beim Lernen. In Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit vor Ort liegt der Fokus bei der Umsetzung in Düsseldorf auf der individuellen Förderung in Kleingruppen mit maximal zehn Schülerinnen und Schülern. Gestärkt werden die Alltagsorganisation, das Entdecken und Fördern individueller Lernstrukturen, das digitale Lernen, Bewegung, Motorik, Kreativität und Psychosoziales.

Anhand von Bedarfsanalysen hat die Gemeinschaftshauptschule Bernburger Straße im Rahmen des Projekts gemeinsam mit dem Träger "interaktiv" unterschiedliche Arbeitsgemeinschaften mit festen Gruppen entwickelt, die von den Schülerinnen und Schülern gewählt weden konnten - offene Mittagspausenangebote ergänzen das Angebot. Statt einem Aufbau von Defiziten stehen dabei die Möglichkeiten der Selbstverwirklichung, der Selbstständigkeit und des Erkennens der eigenen Möglichkeiten im kreativen, motorischen, sozialen und digitalen Bereich im Fokus. Dafür wird zum Beispiel mit Graffiti auf dafür vorgesehenen Platten zur Gestaltung der Sportplatz-Bande gesprüht.

 

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche beim Graffiti-Kurs an der Gemeinschaftshauptschule Bernburgerstraße, wo die Kindern in gemeinsamen Workshops ihre individuellen Fähigkeiten entdecken und entwickeln können. Der Graffiti-Kurs gehört, ebenso wie der Kurs zum digitalen Lernen, zur "Aktion Zukunft", die Schülerinnen und Schüler bei der Aufarbeitung pandemiebedingter Lernrückstände unterstützen soll
© Landeshauptstadt Düsseldorf/Winfried Meyer