Das Zentrum für Schulpsychologie der Landeshauptstadt Düsseldorf unterstützt Schulen, Lehrkräfte, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler in diesem Prozess. Bei unserer Arbeit ist es uns ein besonderes Anliegen, auf dem aktuellen Stand und fachlich gut informiert zu sein, sowie konstruktive Entwicklungen mit voranzutreiben. Durch die Vernetzung in Gremien und Mitarbeit in Fachkreisen und Qualitätszirkeln möchten wir dieses Ziel erreichen.

Unsere Angebote:

Flyer zur Übersicht (PDF-Datei 60 KB)

Inklusive Einzelfallberatung

Das Zentrum für Schulpsychologie der Landeshauptstadt Düsseldorf unterstützt Eltern sowie Schülerinnen und Schüler bei allen Fragen im Zusammenhang mit der schulischen Inklusion. In einem Beratungsgespräch können zum Beispiel folgende Themen besprochen werden:

  • Wie gehe ich mit den Schwierigkeiten oder besonderen Bedürfnissen, die mein Kind hat, gegenüber der Schule um? Inwiefern ist es sinnvoll, diese gegenüber den Lehrkräften und der Klasse zu thematisieren?
  • Wie reagiere ich, wenn ich den Eindruck habe, dass mein Kind aufgrund seiner Besonderheiten benachteiligt, geärgert oder gemobbt wird?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, wenn ich mich als Elternteil im Umgang mit den besonderen Bedürfnissen meines Kindes überfordert fühle?
  • Wie verhalte ich mich als Elternteil, wenn ich merke, dass andere Kinder in der Klasse ausgegrenzt werden?

Psychologische Ansätze zur Prävention und Intervention bei unterrichtsstörendem Verhalten

Eine wesentliche Bedingung für gelingenden inklusiven Unterricht ist die Schaffung einer förderlichen Lernumgebung für die heterogene Schülerschaft. Besondere Bedeutung kommt hierbei einem effizienten Classroom-Management zu.

Hierzu gehören:

Das Zentrum für Schulpsychologie bietet Beratung, Fortbildung, Supervision und ggf. auch eine längerfristige Begleitung inklusiver Schulen zur Etablierung eines effizienten Classroom-Managements an. Wir nehmen Bezug auf psychologische (Lern-)Theorien, um störende Verhaltensweisen und deren Veränderung besser zu verstehen. Ziel ist dabei immer die Ableitung konkreter Tipps, die leicht in den Unterrichtsalltag zu integrieren sind.

Prävention von Ausgrenzung: Förderung der Integration aller Schülerinnen und Schüler in die Klassengemeinschaft

In einer inklusiven Schule sollen Benachteiligung und Diskriminierung abgebaut werden. Dies bedeutet, dass alle Kinder als Mitglied der (Klassen-)Gemeinschaft anerkannt und akzeptiert werden und an gemeinsamen Aktivitäten teilhaben. Forschungsergebnisse deuten jedoch daraufhin, dass manche Gruppen ein erhöhtes Risiko haben, ausgegrenzt oder Opfer von Mobbing zu werden. Hierzu gehören z. B. Kinder und Jugendliche mit Behinderungen oder Besonderheiten in der Entwicklung sowie Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund.

Die psychologische Forschung hat eine Reihe von Faktoren identifiziert, mit denen Schulen und Lehrkräfte die Gefahr der Ausgrenzung reduzieren und die soziale Integration aller Schülerinnen und Schüler in die Gemeinschaft gezielt fördern können.

Hierzu gehören beispielsweise:

  • eindeutige Regeln gegen und konsequente Unterbindung von Ausgrenzung und Diskriminierung
  • ein Verzicht auf Kategorisierungen und Achtsamkeit zur Vermeidung von Vorurteilen und Stigmatisierung
  • ein möglichst diskretes Vorgehen, wenn negatives Feedback oder Ermahnungen bei störendem Verhalten nötig sind
  • ein offener und sensibler Umgang mit Behinderungen und Besonderheiten

Für den Schulalltag haben wir verschiedene Maßnahmen zur Förderung der sozialen Integration in inklusiven Schulen in einer Übersicht | PDF-Datei 90 KB zusammengestellt.

Kooperatives Lernen in heterogenen Klassen

Lehrkräfte sind mit einer zunehmend heterogenen Schülerschaft konfrontiert: In einer Klasse finden sich Schülerinnen und Schüler mit verschiedensten Begabungen und Interessen, mit ganz unterschiedlichen Lern- und Leistungsvoraussetzungen, mit verschiedenen sozialen und kulturellen Hintergründen oder mit unterschiedlich gut ausgebildeten sprachlichen und sozialen Kompetenzen.

Eine geeignete Unterrichtsform, um dieser Vielfalt gerecht zu werden, ist das kooperative Lernen. Die Heterogenität wird hierbei nicht als Schwierigkeit, sondern als Ressource verstanden. Die Schülerinnen und Schüler werden systematisch an gemeinsames Arbeiten und gegenseitige Hilfestellungen herangeführt, um sie unabhängiger von der Lehrkraft zu machen. Die Methode ermöglicht allen Schülerinnen und Schüler die aktive Auseinandersetzung mit den Lerninhalten. Sie fördert ein unterstützendes Klassenklima zur Vermeidung von Ausgrenzung einzelner Schülerinnen und Schüler und trägt zur Entwicklung sozialer Kompetenzen bei.

Neben Einführungsworkshops bieten wir eine unterrichtsbegleitende Fortbildungsreihe mit der Möglichkeit zu individuellem Coaching vor Ort an. Ziel dieses Fortbildungskonzeptes ist es, anfängliche Stolpersteine gemeinsam zu überwinden und kooperatives Lernen nachhaltig und ohne großen Aufwand im Unterrichtsalltag nutzen zu können. Unser Fortbildungsangebot zum kooperativen Lernen finden Sie hier.

Gesundheit von Lehrkräften

Die Veränderungen des Schulsystems bringen für Lehrkräfte veränderte Aufgabengebiete, neue Rollen und Herausforderungen mit sich. Durch die Unsicherheiten innerhalb dieses Prozesses entsteht bei vielen Lehrerinnen und Lehrern ein Gefühl der Überlastung. Im Rahmen des inklusiven Schulwandels ist es daher umso wichtiger, die Gesundheit von Lehrkräften in den Blick zu nehmen.

Durch Strategien und Verhaltensweisen, die im Alltag das Ausmaß an Stresserleben reduzieren und den Grad an Erholung erhöhen,  können Lehrkräfte präventiv einer (Über-)Belastung vorbeugen. Die Gestaltung eines gesunden Schulklimas ist für die Entlastung von Lehrkräften dabei ebenso unumgänglich. Das Zentrum für Schulpsychologie unterstützt Lehrkräfte und Schulen im ressourcenorientierten Umgang mit Stresserleben und Belastung. Ausführliche Informationen zum Thema Lehrergesundheit und unseren Angeboten finden Sie hier.

Fortbildung für Lehrkräfte

Neben Fortbildungen zu den hier beschriebenen inklusionsbezogenen Themen finden Sie weitere Angebote in unserer aktuellen Übersicht.

Supervision und Coaching

Die aktuellen Veränderungen im Schulsystem gehen z. T. mit hohen Anforderungen und veränderten Aufgaben und Rollen für die Lehrkräfte einher, und auch für Schulleitungen stellt die Entwicklung zur inklusiven Schule eine neue Herausforderung dar.

Im Rahmen von Supervision und Coaching bieten wir Raum für die Reflexion und Erfahrungsaustausch, um verschollene Ressourcen wieder zu entdecken und eigene Handlungskompetenzen zu erweitern. Im Einzel- oder Gruppensetting können konkrete Unterrichtssituationen erörtert und individuelle Lösungsstrategien oder Verhaltensalternativen für schwierige berufliche Situationen erarbeitet werden. Supervision und Coaching dienen der Professionalisierung des eigenen beruflichen Handelns und wirken präventiv zur Vermeidung von gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch berufliche Belastungen.

Ausführliche Informationen zum Thema Coaching und Supervision sowie laufende Angebote des Zentrum für Schulpsychologie finden Sie hier.

Schulentwicklung und Prozessbegleitung

Der Weg zur Inklusion stellt Schulen und Lehrkräfte vor neue Aufgaben und bedeutet einen Wandel von Rollen, Einstellungen und Haltungen. Im Unterrichtsalltag sind oft veränderte Ansätze und Methoden notwendig. Hierfür sind externe Unterstützung und gezielte Fortbildungen nötig. Um Überforderung zu vermeiden, gilt es gleichzeitig, durch Entlastung an anderer Stelle (zeitliche) Ressourcen und Freiräume zu schaffen. Aufgaben müssen verteilt, Anstrengungen gebündelt und verbindliche Absprachen getroffen werden.

Auf Schulebene bieten wir Beratung und Prozessbegleitung bei der Schulentwicklung an, z. B.:

  • Beratung für Schulleitungen Infoflyer | PDF-Datei 111 KB
  • Moderation interner (Bedarfs-)Analysen und Diskussionen
  • fachliche Beratung zu spezifischen Themen (z. B. Classroom-Management bei schwierigen Klassensituationen, Vermeidung von Ausgrenzung und Stärkung des Klassenklimas, …)
  • Konzeptions- und Prozessbegleitung bei der Umsetzung von spezifischen Projekten und Neuerungen (z. B. Förder-/Lernverlaufsdiagnostik, Einführung von kooperativem Lernen, …)
  • Maßnahmen zur Teamentwicklung und Verankerung von Teamarbeit
  • Evaluation von Veränderungsprozessen

Weitere Informationen

Publikationen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu diesem Themengebiet finden Sie hier.

  • Informationen zur schulischen Inklusion vom Schulverwaltungsamt Düsseldorf Schulische Inklusion in Düsseldorf
  • Informationen zur schulischen Inklusion vom Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW Schulische Inklusion
  • Schulpsychologische Unterstützung von Schulen auf dem Weg zur Inklusion – Positionspapier des AK Kommunale Schulpsychologie beim Städtetag NRW (PDF-Datei 142 KB)

Ansprechpersonen

  • Dr. Jessica Dörner
    Dipl.-Psychologin
    Psychologische Psychotherapeutin

  • Dr. Judith Lanphen
    Dipl.-Psychologin

  • Natalie Waschke
    Dipl.-Psychologin

  • Dr. Gunnar Wiedenbauer
    Dipl.-Psychologe
    Kinder- und Jugendpsychotherapeut

Kontakt

  • Zentrum für Schulpsychologie
    Willi-Becker-Allee 10
    40227 Düsseldorf

  • Sekretariat
    Telefon 0211 - 8995340

    E-Mail
  • Unsere Angebote sind kostenfrei.