Eine Krebsdiagnose bringt viele Veränderungen für Betroffene, Angehörige und das soziale Umfeld mit sich. Deshalb hatte der Seniorenrat alle Interessierten zu einer kostenfreien Informationsveranstaltung eingeladen. Handzettel
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Eine Krebsdiagnose bringt viele Veränderungen für Betroffene, Angehörige und das soziale Umfeld mit sich. Deshalb hatte sich der Seniorenrat entschlossen, die Thematik des Umgangs mit dieser schweren Erkrankung aufzugreifen, um hilfreiche Informationen zu platzieren, die nicht jedermann bekannt sind. So wurden interessierte Bürgerinnen und Bürger der Stadt auf Initiative der Seniorenräte aus den Stadtbezirk 4 zu einer kostenfreien Informationsveranstaltung nach Oberkassel eingeladen, um die vielfältigen Hilfsmöglichkeiten bekannt zu machen, damit diese bei Bedarf genutzt werden können. Eingeladen war der Verein Krebsgesellschaft NRW e. V., der mit einer Psychoonkologin aus einer Krebsberatungsstelle und der Geschäftsführerin des Vereins die Teilnehmenden über ihr Beratungs- und Hilfeangebot informierte. Mit den Teilnehmenden wurde in offener Runde, bei der Fragen gestellt und Anmerkungen sowie Hinweise gegeben wurden, fachkundig darüber gesprochen, was die Diagnose bedeutet und wie man mit den seelischen und sozialen Herausforderungen umgehenen kann.
Die Psychoonkologin, Melina Morawietz, sensibilisierte in ihrem Vortrag unter anderem für die Herausforderungen und Perspektiven von Betroffenen und Angehörigen, um mehr Verständnis für deren Situation zu schaffen und zu einem offeneren Umgang mit dem Thema einzuladen. Krebs führt häufig zu Sprachlosigkeit und Tabus, dabei ist eine offene Kommunikation so wichtig, um gemeinschaftlich einen guten Umgang mit den Herausforderungen finden zu können. Zudem widmete sie sich den Fragen, wie es gelingen kann, auch in schweren Zeiten Hoffnung- und Kraftquellen zu finden. Woher nehmen Menschen die Stärke, mit der Situation umzugehen? In diesem Zusammenhang wurden sieben Säulen der Resilienz vorgestellt, die helfen können, die eigene Widerstandsfähigkeit zu stärken um besser mit belastenden Situationen umzugehen. Optimismus, Akzeptanz, Lösungsorientierung, Eigenverantwortung , Bindung positive Zukunftsplanung und Selbstreflexion waren die Elemente, die uns vorgestellt wurden.
Frau Heike Heymann-Pfeiffer, Geschäftsführerin der Krebsgesellschaft NRW e. V., stellte das Arbeitsfeld der Krebsgesellschaft dar. In Nordrhein-Westfalen gebe es 26 ambulante psychosoziale Krebsberatungsstellen, von denen vier in der Trägerschaft der Krebsgesellschaft NRW e. V. lägen. Die Krebsberatung decke ein breites Spektrum an Themen ab. Lebenspraktische Dinge oder wirtschaftliche Fragestellungen können ebenso thematisiert werden wie psychische, körperliche, soziale oder ethische Problemstellungen. Das Beratungsangebot gebe es für jede Krankheitsphasen, selbst wenn eine Krankheitsphase schon lange abgeschlossen sei. Das Beratungsangebot können auch von Familienangehörigen oder Freunden in Anspruch genommen werden; es sei vertraulich und kostenfrei. Es könne auch mehrfach in Anspruch genommen werden. Es wurden die folgenden Rufnummern bekannt gegeben:
Allgemeine Fragen oder Anliegen
Krebsgesellschaft NRW e. V.
Telefon 0211 - 15760990, info@kgnrw.de
Krebsberatung Düsseldorf
Telefon 0211 - 30201757, beratung-duesseldorf@kgnrw.de
Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrum
Telefon 0800 4203040, krebsinformationsdienst@dkfz.de
www.krebsinformationsdienst.de
Die Teilnehmenden zeigten sich sehr zufrieden mit der Informationsveranstaltung, die auch von anderen Stadtbezirken übernommen werden kann.