Kommunale Beschäftigungsförderung

Düsseldorf ist eine Stadt mit herausragender Wirtschaftsstärke und einem dynamischen Arbeitsmarkt. Dennoch gibt es etwa 8.000 Menschen (Stand: Dezember 2016), die bereits seit mehr als einem Jahr arbeitslos sind. Lange Arbeitslosigkeit hat Folgen: Die Chancen auf einen neuen Arbeitsplatz werden schlechter, die Gesundheit leidet, oftmals findet Ausgrenzung und gesellschaftliche Isolation statt.

Der Stadt Düsseldorf ist der soziale Zusammenhalt in der Stadtgesellschaft wichtig und ein Anliegen. Denn obwohl die Lage auf dem Arbeitsmarkt eher günstig ist und die Arbeitslosenzahlen sinken, profitieren Menschen, die schon länger arbeitslos sind, nicht in gleichem Maße von dieser Tendenz. Daher gilt es, Verantwortung zu übernehmen und Ideen zu entwickeln, wie einer verfestigten Arbeitslosigkeit entgegengewirkt werden kann. Langzeitarbeitslose Menschen sind keine homogene Gruppe. Sie brauchen individuelle Wege und passgenaue, regionale Strategien und Angebote.

Finanzielle Mittel zur Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit

Seit dem Jahr 2015 stellt der Rat der Stadt Düsseldorf jährlich 2,2 Millionen Euro für die Kommunale Beschäftigungsförderung bereit. Aus diesen Mitteln werden unterschiedliche Projekte und Aktivitäten finanziert, die sich an langzeitarbeitslose Düsseldorferinnen und Düsseldorfer richten.

Beispiele

  • Die Beratungsbüros  i-Punkt Arbeit, die es in vier Stadtteilen gibt, werden mit über 50 Prozent aus dem Budget der Kommunalen Beschäftigungsförderung finanziert. In den Beratungsbüros werden Zugangsmöglichkeiten zum Arbeitsmarkt individuell entwickelt und die Schritte dorthin begleitet. Die Beratung geht weit über die Hilfe bei der Erstellung und Optimierung von Bewerbungsunterlagen hinaus. Sie umfasst eine ganzheitliche Beratung bei vielen verschiedenen Problemen. Die gute Vernetzung in und mit dem jeweiligen Stadtteil, auch zu ortsansässigen Arbeitgebern und Unternehmen, eröffnet neue Chancen und Möglichkeiten, einen Zugang zum Arbeitmarkt zu finden.

  • Für Menschen ab 50, die aufgrund multipler Problemlagen keine Aussicht auf eine erfolgreiche Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt haben und für die das Jobcenter keine Integrationsangebote mehr bereit hält, sind befristete sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze im Bereich der Gemeinwohlarbeit eingerichtet worden.

  • Menschen, die über das Jobcenter im Rahmen einer Arbeitsgelegenheit (AGH) gemeinnützige Arbeit bei einem Beschäftigungsträger leisten, erhalten weitere Entwicklungsperspektiven durch die Übernahme der Kosten von zusätzlichen individuellen Qualifikationen.

  • Langzeitsarbeitslose, die an einer vom Jobcenter finanzierten Umschulung teilnehmen, werden auf Nachfrage unterstützt. Oftmals gefährden Prüfungsängste oder fehlende Strategien zur Bewältigung des Lernpensums einen erfolgreichen Abschluss der Umschulung. Die Stadt Düsseldorf finanziert die Teilnahme an Grundlagenkursen bei der Volkshochschule. Damit soll der Erfolg der Umschulung gesichert werden.

Kontakt

  • Kommunale Beschäftigungsförderung0211 89-28761
  • Termine nach
    Vereinbarung
  • Amt für Soziales
    Willi-Becker-Allee 8
    40227 Düsseldorf
  • Eingang barrierefrei, Aufzug, taktile Leitlinien, Behinderten-WC, Wickelraum, Behindertenparkplatz