Mehrbedarfe

Neben den allgemein üblichen Kosten für den Lebensunterhalt können in besonderen Situationen zusätzliche Bedarfe entstehen, die in der Sozialhilfe gesondert berücksichtigt werden.

 

Übersicht der zusätzlichen Bedarfe
Art der Mehrbedarfe Höhe der Mehrbedarfe
(prozentual vom jeweiligen Regelsatz)
Mehrbedarf für Personen, die älter als 65 Jahre oder unter 65 Jahren und voll erwerbsgemindert sind und einen Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen "G" besitzen 17 Prozent des Regelsatzes
Mehrbedarf für werdende Mütter nach der 12. Schwangerschaftswoche 17 Prozent des Regelsatzes
Mehrbedarf für Alleinerziehende, die mit einem Kind unter 7 Jahren oder mit 2 Kindern unter 16 Jahren zusammen leben und allein für deren Erziehung und Pflege sorgen 36 Prozent des Regelsatzes
Mehrbedarf für Alleinerziehende, wenn die oben genannten Voraussetzungen nicht vorliegen je Kind 12 Prozent des Regelsatzes, höchstens jedoch insgesamt 60 Prozent des Regelsatzes
Mehrbedarf für Menschen mit Behinderung, die älter als 15 sind und denen Eingliederungshilfe nach § 54 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1-3 Sozialgesetzbuch XII gewährt wird 35 Prozent des Regelsatzes
Mehrbedarf für Personen, die eine kostenaufwendigere Ernährung (als im Regelsatz enthalten) benötigen Die Notwendigkeit des Mehrbedarfes wird durch das Gesundheitsamt überprüft. Die Höhe richtet sich nach dem jeweiligen Krankheitsbild.