Mark Terkessidis: „Wessen Erinnerung zählt? Koloniale Vergangenheit und Rassismus heute“

Am | Veranstaltungsort: Zentralbibliothek, Lesefenster

Mark Terkessidis

Vortrag und Gespräch mit Mithu Sanyal

Lange vergessen, kehrt die Kolonialperiode in Ländern wie Namibia, Kamerun oder Ruanda in den letzten Jahren in die deutsche Erinnerung zurück. Die neue Erinnerungskultur hat gravierende Auswirkungen für das Selbstverständnis eines Landes, dessen Bevölkerung immer diverser wird. Der lange Schatten der deutschen »Kulturmission« findet sich heute etwa im Umgang mit der »Schuldenkrise«, mit Migration und Flucht und im alltäglichen Rassismus wieder. Mark Terkessidis, renommierter Migrations- und Rassismusforscher, wirft in seinem aktuellen Buch einen Blick in die Vergangenheit. Er macht aktuelle Debatten nachvollziehbar und zeigt, an welchen Stellen sie in eine neue Richtung gelenkt werden müssen. Sein Gespräch mit der Düsseldorfer Kulturwissenschaftlerin Dr. Mithu Sanyal und mit dem Publikum wird unter anderem davon handeln, welche Fragen sich ergeben, wenn auch die Erinnerung jener zählt, die eingewandert und damit Teil der Gesellschaft geworden sind.
Dr. Mark Terkessidis lebt als freier Autor und Migrationsforscher in Berlin. Er promovierte über die Banalität des Rassismus und unterrichtete an den Universitäten Köln, Rotterdam und St. Gallen. Zuletzt veröffentlichte er Interkultur (2010), Kollaboration (2015) und Nach der Flucht (2017). Er lebt in Berlin.
In Kooperation Düsseldorfer Appell /Respekt und Mut

Der Eintritt ist frei; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zentralbibliothek, Lesefenster, Bertha-von-Suttner-Platz 1, Telefon 0211 - 8994027