Jürgen-Lodemann-Abend im Heinrich-Heine-Institut
| Kultur
Spätestens seit der Gründung der Bücher-Bestenliste des SWR 1975 gilt Jürgen Lodemann als "Institution des Literaturbetriebs". Schwerpunkte seiner Publikationen sind Romane, Reise-Reportagen sowie Opernliteratur. Von 1972 bis 1988 moderierte er die Formate "Literaturmagazin" und "Café Größenwahn" im Fernsehprogramm des Südwestfunks. In über einhundert Sendungen empfing er eine Vielzahl bedeutender Persönlichkeiten, darunter Heinrich Böll, Marcel Reich-Ranicki oder Martin Walser. Lodemann erhielt unter anderem den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik, den Literaturpreis des Ruhrgebiets und den Literaturpreis der Stadt Stuttgart, 2005 wurde er zum Professor des Landes Nordrhein-Westfalen ernannt.
Am Mittwoch, 22. November, liest der Filmemacher und Schriftsteller um 19.30 Uhr im Heinrich-Heine-Institut, Bilker Straße 12-14, aus seinem neuesten Buch "Gegen Drachen". Im Mittelpunkt steht dabei das Nibelungen-Epos, die älteste deutsche Geschichte, um Siegfried, den (angeblichen) Drachentöter und Kriemhild, die Königstochter. Die nachhaltige Verdrehung des "Nibelungenlieds" zum "ungeheuren Lobpreis aufs Kriegerische" wird Lodemann anhand seiner Lesung aufzeigen. Darüber hinaus veranschaulichen Film-Ausschnitte seine 30-jährige Tätigkeit als Literaturredakteur im ARD-Fernsehen, während der er zahlreiche Dokumentarfilme produzierte. Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.