VFX-Klassiker: Filmreihe zur Sonderausstellung "Fantastische Welten, perfekte Illusionen"
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Visuelle Effekte (VFX) sind nicht immer trennscharf von Spezialeffekten (SFX) abzugrenzen, da die verbundenen Prozesse ineinandergreifen. In der Filmreihe "VFX-Klassiker" des Filmmuseums Düsseldorf, Schulstraße 4, zur Sonderausstellung "Fantastische Welten, perfekte Illusionen" stehen unter monatlich wechselnden Perspektiven Werke im Fokus, über die sich visuelle Effekte in ihrer technischen Funktionalität sowie als Teil einer künstlerischen Konstruktion des Filmischen auffächern lassen.
Im zweiten Teil der VFX-Klassiker stehen im November drei Filmwerke im Vordergrund, die wegweisende SFX in monumentaler Weise auf die Leinwand gebracht haben. Dabei fußt die Auswahl der Filme auf einer von der Visual Effects Society (VES) herausgegebenen Liste, die 70 Filme umfasst, die mit ihren VFX/SFX richtungsweisend für die Filmgeschichte sind.
Im Rahmen eines Spezialprogramms begrüßt das Filmmuseum zudem den renommierten VFX-Supervisor und Oscar-Preisträger Volker Engel, der im Gespräch mit Bernd Desinger unter anderem auf seine Zusammenarbeit mit Roland Emmerich zurückblickt und über den Wandel von analogen zu digitalen visuellen Effekten spricht. Im Anschluss lädt das Filmmuseum zu einem Empfang.
Filmprogramm in der Übersicht:
Samstag, 10. November, 19 Uhr
"Forbidden Planet" - "Alarm im Weltall"
USA 1956; 98 Min.; OF; digitalDCP; FSK 12; Regie: Fred McLeod Wilcox; Drehbuch: Cyril Hume nach Vorlagen von Irving Block, Allen Adler, William Shakespeare; Kamera: George J. Folsey; Darsteller: Walter Pidgeon, Anne Francis, Leslie Nielsen u.a.
Bis heute zehrt das Science-Fiction-Genre von "Forbidden Planet", in dem das Stück "Der Sturm" von William Shakespeare in den Weltraum übertragen wird. Im 23. Jahrhundert: Bei der Suche nach Überlebenden eines verschollenen Raumschiffs auf dem Planeten Altair 4 trifft Captain Adams auf Dr. Morbius und seine Tochter. Es kommt kurzerhand zu Attacken auf seine Crew. Welche Mysterien haben die Überlebenden auf dem Planeten bereits erforscht?
Samstag, 10. November, 21 Uhr
"Jaws" - "Der weisse Hai"
USA 1975; 119 Min.; OF; digitalDCP; FSK 16; Regie: Steven Spielberg; Drehbuch: Peter Benchley, Carl Gottlieb nach einer Vorlage von Peter Benchley; Kamera: Bill Butler; Darsteller: Roy Scheider, Robert Shaw, Richard Dreyfuss u.a.
Mit Steven Spielbergs Tierhorror "Jaws" wurde Mitte der Siebziger Jahre der erste Sommerblockbuster geboren. Seitdem ging der Erfolg der "Killermaschine" auf der Leinwand ungebrochen weiter, was nicht zuletzt daran liegt, dass seine Schöpfer mit einer tiefsitzenden Urangst des Menschen spielen.
Sonntag, 18. November, 17.30 Uhr
"The Ten Commandments" - "Die Zehn Gebote"
USA 1956; 220 Min.; OF; digitalDCP; FSK 16; Regie: Cecil B. DeMille; Drehbuch: Æneas MacKenzie, Jesse Lasky Jr., Jack Gariss, Fredric M. Frank nach Vorlagen von Dorothy Clarke Wilson, J.H. Ingraham, A.E. Southon; Kamera: Dan Laustsen; Darsteller: Charlton Heston, Yul Brynner, Anne Baxter u.a.
DeMilles letztes Werk: das Remake seines Films von 1923 im Superlativ. Er schaffte ein Spektakel in Technicolor und VistaVision, maßgeblich um des Spektakels willen.
Volker Engel Double Feature
Sonntag, 25. November, 15.30 Uhr
Anonymous
USA 2011; 130 Min.; OF; digital1080p; FSK 12; Regie: Roland Emmerich; Drehbuch: John Orloff; Kamera: Anna Foerster, Darsteller: Rhys Ifans, Vanessa Redgrave, David Thewlis u.a.
Von wem wurden die Werke von Shakespeare tatsächlich verfasst? Eine immer wieder gestellte Frage rund um den großen Literaten. Emmerich behandelt das Thema im Stil eines Mantel-und-Degen-Films sowie eines politischen Thrillers am Ende der Regierungszeit von Elisabeth I. Der Löwenanteil der Dreharbeiten fand in Babelsberg statt, wo eine Replik des Globe Theaters errichtet wurde.
Volker Engel Double Feature
Sonntag, 25. November, 17.30 Uhr
"Independence Day"
USA 1996; 145 Min.; OmU; digital1080p; FSK 12; Regie: Roland Emmerich; Drehbuch: Dean Devlin,
Roland Emmerich; Kamera: Karl Walter Lindenlaub; Darsteller: Will Smith, Bill Pullman, Jeff Goldblum u.a.
Nach dem Vorbild von Katastrophenfilmen aus den 1970er Jahren und Kriegsfilmen aus den 1940er Jahren war das Ziel von Roland Emmerich, mit Hilfe von modernster Technik und gleichzeitig mit etablierten SFX bis an die Grenzen des filmisch Machbaren zu gehen. Dabei ist die Geschichte um den Angriff von Außerirdischen auf die Erde und die Verteidigung des US-amerikanischen Freiheitsgedanken auch patriotisches US-Blockbusterkino durch und durch.
Im Anschluss: Gespräch zwischen Bernd Desinger (Filmmuseum) und Volker Engel (VFX-Supervisor und Oscar-Preisträger für die visuellen Effekte in "Independence Day").
Mit der Eintrittskarte des ersten Films ist die zweite Vorstellung kostenlos. Danach lädt das Filmmuseum zu einem Empfang.