Baumfällungen im Stadtgebiet

Um einen gesunden Baumbestand an Straßen und in Grünanlagen zu sichern und Schäden zu verhindern, werden die Bäume im Stadtgebiet regelmäßig von speziell geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gartenamtes auf Anzeichen von Krankheiten oder Schäden kontrolliert. Als Ergebnis der diesjährigen Baumkontrollen müssen in den nächsten Monaten insgesamt 439 Bäume aus Gründen der Verkehrssicherheit entfernt werden. Die Fällarbeiten werden Mitte Dezember beginnen und spätestens Ende Februar 2019 vor dem Nisten der Vögel abgeschlossen sein.

Von geschädigten Bäumen können Gefahren, zum Beispiel durch plötzlichen Astbruch oder Umsturz, ausgehen. Drohendes Baumversagen wird meistens anhand der Ausbildung bestimmter Schadsymptome erkennbar. So geben etwa Fruchtkörper bestimmter holzabbauender Pilze einen Hinweis auf Beeinträchtigungen der Verkehrssicherheit. Die Mitarbeiter des Gartenamtes überprüfen bei den Baumkontrollen die Vitalität der Bäume und legen gegebenenfalls notwendige Pflegemaßnahmen fest. Bei erkennbaren, eindeutigen Schadsymptomen müssen leider Fällungen vorgenommen werden.

Die 439 zu fällenden Bäume entsprechen knapp 0,35 Prozent des Gesamtbaumbestandes in den Straßen und Grünanlagen. Von den zu fällenden Bäumen sind 262 Stück im Laufe des Jahres bereits vollständig abgestorben. Als abgestorben gilt ein Baum, wenn bereits mehr als 70 Prozent der Krone eingetrocknet ist und keine Chance für eine Regeneration besteht.

Pilzbefall setzt den Bäumen zu

Häufigste Ursache für Fällungen sind holzzersetzende Pilze. Die holzzersetzenden Pilze verringern die Festigkeit des Holzes und gefährden somit die Stand- und Bruchsicherheit des Baumes. Die Reststandzeit des Baumes ist abhängig von der Baumart und den jeweiligen Pilzerregern. Die Erreger dringen mit ihren Sporen insbesondere bei verletzten oder geschwächten Bäumen über Wunden am Stamm, an der Krone oder über Wurzeln ein. Einige Pilze wie der Birkenporling kommen nur auf einer Baumart vor. Andere, nicht wirtspezifische Pilze siedeln sich auf unterschiedlichen Baumarten an. Eine Bekämpfung ist bei fortgeschrittenem Pilzbefall nicht möglich. Zu den besonders aggressiven holzzersetzenden Pilzen zählen der Riesenporling, der Lackporling, der Hallimasch oder der Brandkrustenpilz.

Kennzeichnung am Baum und auf einer Online-Karte

Alle zu fällenden Bäume auf städtischen Grundstücken werden ab sofort von den vom Gartenamt beauftragten Unternehmen etwa eine Woche vor der Fällung mit einer gut sichtbaren Information am Baumstamm gekennzeichnet. Mithilfe des darauf abgedruckten QR-Codes können interessierte Bürgerinnen und Bürger weitere Informationen mit dem Smartphone abrufen: In einer Kartenanwendung zeigen rote Punkte die Standorte der zu fällenden Bäume. Alternativ ist die Kartenanwendung auch über maps.duesseldorf.de/stadtgruen erreichbar. Wird in der Anwendung unter den "Werkzeugen" das Feld "Objektinformationen" ausgewählt und anschließend mit der Maus auf einen der roten Punkte geklickt, so werden weitere Details wie Baumart, Stammumfang und Grund der Fällung angegeben.

Karte mit Baumfällungen