Baumfällungen im Stadtgebiet

Um einen gesunden Baumbestand an Straßen und in Grünanlagen zu sichern und eine Gefährdung zu verhindern, werden die Bäume im Stadtgebiet regelmäßig von speziell geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Garten-, Friedhofs- und Forstamtes auf Anzeichen von Krankheiten oder Schäden kontrolliert.

Von geschädigten Bäumen können Gefahren, zum Beispiel durch plötzlichen Astbruch oder Umfallen, ausgehen. Drohendes "Baumversagen" wird meistens durch bestimmte Schadsymptome erkennbar. So weisen etwa Fruchtkörper bestimmter holzabbauender Pilze auf eine beeinträchtigte Verkehrssicherheit hin. Die Mitarbeiter des Gartenamtes überprüfen bei den Baumkontrollen die Vitalität der Bäume und legen gegebenenfalls notwendige Pflegemaßnahmen fest. Wenn die Schadsymptome eindeutig sind, bleibt nur noch die Fällung des Baumes um eine Gefährdung der Bevölkerung auszuschließen.


Pilzbefall setzt den Bäumen zu

Durch lange, heiße und trockene Sommer geraten viele Bäume in "Trockenstress". Die Folgen zeigen sich in den Düsseldorfer Baumbeständen. Klimaveränderungen und Wassermangel führen dazu, dass immer mehr Bäume geschwächt und damit anfälliger für Krankheiten und Schädlinge werden. Zusätzlich nimmt Trocken- und Totholz in den Baumkronen zu.

Häufige Ursache für Fällungen sind holzzersetzende Pilze. So treten vermehrt Pilzerkrankungen wie das Eschentriebsterben oder die Rußrindenkrankheit auf. Letztere ist eine typische Folge von außergewöhnlich langen und trockenen Sommern. Dadurch werden Bergahorne so geschwächt, dass sich der Pilz im Holzkörper ausbreiten und schließlich die Rinde zerstören kann. Auch Insekten wie Borkenkäfer, die sich bei langer Trockenheit außergewöhnlich stark vermehren können, machen den Bäumen zunehmend zu schaffen.

Die holzzersetzenden Pilze verringern die Festigkeit des Holzes und gefährden somit die Stand- und Bruchsicherheit des Baumes. Die Erreger dringen mit ihren Sporen insbesondere in verletzte oder geschwächte Bäume über Wunden am Stamm, an der Krone oder über die Wurzeln ein. Einige Pilze wie der Birkenporling kommen nur auf einer Baumart vor. Andere, nicht wirtspezifische Pilze, siedeln sich auf unterschiedlichen Baumarten an. Eine Bekämpfung ist bei fortgeschrittenem Pilzbefall nicht möglich. Zu den besonders aggressiven holzzersetzenden Pilzen zählen der Riesenporling, der Lackporling, der Hallimasch und der Brandkrustenpilz.


Kennzeichnung am Straßenbaum und auf einer Online-Karte

Die zu fällenden Straßenbäume werden von den vom Gartenamt beauftragten Unternehmen etwa eine Woche vor der Fällung mit einer gut sichtbaren Information am Baumstamm gekennzeichnet. Mithilfe des darauf abgebildeten QR-Codes können interessierte Bürgerinnen und Bürger Informationen mit dem Smartphone abrufen: In einer Kartenanwendung zeigen rote Punkte die Standorte der zu fällenden Bäume. Alternativ ist die Kartenanwendung auch über maps.duesseldorf.de/stadtgruen erreichbar. Wird in der Anwendung unter den "Werkzeugen" das Feld "Objektinformationen" ausgewählt und anschließend mit der Maus auf einen der roten Punkte geklickt, so werden weitere Details wie Baumart, Stammumfang und Grund der Fällung angegeben.

Die Ergbenisse der aktuellen Baumkontrollen finden Sie in folgender Pressemitteilung unter:
www.duesseldorf.de/medienportal/pressedienst-einzelansicht/pld/kranke-geschaedigte-und-abgestorbene-baeume-muessen-in-den-naechsten-monaten-gefaellt-werden-1.html

Karte mit Baumfällungen