Bäume aus dem Stadtbaumkonzept werden mit dunkelgrünen Dreiböcken und weißem Schriftzug gekennzeichnet. Bild: Garten-, Friedhofs- und Forstamt Düsseldorf

Neue Bäume für Düsseldorf

Im Rahmen des Stadtbaumkonzeptes werden Baumstandorte neu erstellt oder saniert. Dafür wird für die Jahre 2019 bis 2023 jeweils eine Million Euro bereitgestellt. Vor Ort werden die Bäume mit dunkelgrünen Dreiböcken und dem weißen Schriftzug „Düsseldorfer Stadtbaumkonzept“ gekennzeichnet und sind darüber hinaus online unter maps.duesseldorf.de/stadtbaumkonzept zu finden.

200 Neupflanzungen im Jahr sind angestrebt. In Umlaufverfahren können jedoch vorhandene, nicht überpflanzbare Leitungstrassen, Auflagen des Brandschutzes für den zweiten Rettungsweg oder bevorstehende Umplanungen von Straßen dazu führen, dass Standorte abgelehnt werden müssen nicht alle geplanten Baumstandorte realisiert werden können.

Stadtbäume sind ohnehin schon einer Vielzahl schwieriger Faktoren ausgesetzt. Mit dem Stadtbaumkonzept pflanzt das Garten-, Friedhofs- und Forstamt Zukunftsbäume – anpassungsfähige Baumarten, die besonders gut mit unter den erwartenden Klimaveränderungen. Gepflanzt werden unter anderem Zukunftsbäume wie der Zürgelbaum (Celtis australis), die Magnolie (Magnolia kobus) und der Eisenholzbaum (Parrotia persica 'Vanessa').

Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt lässt seit September 2019 zusätzlich rund 100 Baumstandorte entstehen und saniert 40 weitere Baumstandorte.

Erste Pflanzsaison

Die Arbeiten der ersten Pflanzsaison des Stadtbaumkonzeptes haben im September 2019 begonnen. Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt lässt seitdem zusätzlich rund 100 Baumstandorte entstehen und saniert 40 weitere Baumstandorte. Im gesamten Stadtgebiet werden bis April 2020 die Bäume so nach und nach gepflanzt. Die Maßnahmen der ersten Pflanzsaison haben die jeweiligen Bezirksvertretungen einstimmig beschlossen.

Damit die rund 100 neuen Bäume im gesamten Stadtgebiet gepflanzt werden können, werden entsprechende Baumgruben hergestellt. Für die neuen Baumgruben wird der vorhandene Belag aufgebrochen und ausgehoben. Anschließend wird jede Baumgrube mit 12 Kubikmetern speziellem Pflanzsubstrat gefüllt und mit Belüftungsrohren ausgestattet. Das Substrat speichert effizient Wasser und sorgt für eine gute Luftzufuhr. Außerdem hat es den Vorteil, dass es überpflastert werden kann. Teilbereiche der Baumscheibe können wieder überbaut werden, sodass oberirdisch keine Flächen verloren gehen, dem Baum aber weiterhin als durchwurzelbare Bereiche zur Verfügung stehen. Darüber hinaus werden die neuen Baumscheiben inmitten der Stadt mit einer speziellen Blühmischung versehen: ein gedeckter Tisch für Insekten.

Neben Baumneupflanzungen werden im Rahmen des Stadtbaumkonzeptes auch Altstandorte saniert, um die Lebensbedingungen für Altbäume zu optimieren. Den Start machen die 40 Baumstandorte an  der Bilker Allee. Dabei werden beidseitig neben den kleinen, vorhandenen Baumscheiben die unterirdischen Baumgruben und somit der durchwurzelbare Raum für die Bäume vergrößert und mit dem gleichen speziellen Baumsubstrat gefüllt, das bei den neuen Baumgruben verwendet wird.

Nach der Fertigstellung werden die neuen und die sanierten Baumstandorte vier Jahre lang gepflegt,  wobei besonderer Wert auf die Bewässerung gelegt wird. Diese Maßnahmen sind wichtige Garanten für den Start in ein gesundes Baumleben und Grundsteine dafür, den Baumbestand langfristig zu optimieren und zu erweitern.

  • Video: Stadtbaumkonzept in Düsseldorf geht voran