Ehrenfeld für die Opfer des 1. Weltkrieges

In den 1920er Jahren wurde das Ehrenfeld für 1.595 Kriegstote aus dem 1. Weltkrieg auf einer Erweiterungsfläche angelegt (Feld 118). Die großzügige Anlage schließt nordöstlich an den sogenannten Millionenhügel an. Die Kriegsgräber sind nicht als Einzelgräber betont, für jedes Grab wurde eine Basaltlavaplatte, versehen mit den Daten des Gefallenen in die Rasenfläche eingebettet. Mehrere Kreuzgruppen aus Michelnauerbasalttuff  gliedern die Fläche.

Das Mahnmal aus Muschelkalk auf diesem Ehrenfriedhof wurde 1921 von Bildhauer Hermann Nolte nach Plänen des Architekten Hermann Görke errichtet. Das neoklassizistische Denkmal zeigt eine verherrlichende Darstellung des Heldentodes. Die Gefallenen halten Eichenlaubkränze in den Händen. Sie sind als antike Krieger dargestellt. Jesus Christus als Mittelfigur des Wandbildes empfängt die Gefallenen mit offenen Armen.

Eingefasst wird die terrassiert angelegte Ehrenanlage von einer Mauer, die mit Platten aus Muschelkalk verkleidet ist. Diese Mauer muss saniert werden. Zahlreiche Platten haben sich gelöst und im Mauerwerk haben sich Risse gebildet. In einem ersten Schritt wurde der dichte Bewuchs aus Efeu entfernt. Die nun freigelegte Mauer wurde von einem Sachverständigen untersucht, der ein Konzept zur Sanierung erarbeitet hat. Die Sanierung des Ehrenfriedhofs wird aus Mitteln der deutschen Kriegsgräberfürsorge finanziert.

Das Mahnmal am Nordfriedhof

Das Mahnmal zu Ehren der Opfer des zweiten Weltkrieges wurde am Volkstrauertag 1958 eingeweiht. Glaube, Liebe und Hoffnung versinnbildlichen die drei überdimensionalen Frauengestalten des Mahnmals in Basaltlava. Der Entwurf stammt von dem Düsseldorfer Bildhauer Jupp Rübsam und wurde ausgeführt von Erich Moog. Das Ehrenmal ist 250 Tonnen schwer und ruht auf fast sieben Meter tiefen Fundamenten. Drei Reliefs im Sockel der zehn Meter hoch aufragenden Gedenkstätte erinnern an die "Opfer des Feldes, der Heimat und des politischen Terrors".