Friedhöfe

Bei einem Blick auf das öffentliche Grün einer Stadt müssen auch die Friedhöfe – die letzten Gärten – erwähnt werden, die heute nicht nur als Begräbnisplatz, sondern auch für die "stille Erholung" und als Refugium für selten gewordene Tier- und Pflanzenarten große Bedeutung haben. 265 Hektar Friedhofsfläche gibt es zur Zeit in der Stadt.

Älteste Anlage ist der 1804 eröffnete Golzheimer Friedhof, der heute eine öffentliche Grünanlage ist. Auf ihm sind viele Grabmale bedeutender Düsseldorfer erhalten, nach denen Plätze, Straße und Alleen in der Stadt benannt sind.

Mit dem rasanten Bevölkerungswachstum der Stadt Ende des 19. Jahrhunderts wurden neue Friedhöfe in günstiger Zuordnung zu den neuen Wohngebieten erforderlich.

Die heute drei größten Friedhöfe mit zusammen über 150 Hektar Größe sind der Nordfriedhof, der Südfriedhof und der Stoffeler Friedhof. Insbesondere der Nordfriedhof beherbergt eine erstaunlich große Zahl historisch wertvoller Grabmale. Bei einem Spaziergang über die Anlage darf man den sog. Millionenhügel nicht versäumen, der sich auf einer natürlichen Sanddüne befindet. Hier haben sich im ausgehenden 19. Jahrhunderts die wohlhabenden Industriellenfamilien prächtige Grabstätten anlegen lassen, die heute eigene Denkmäler darstellen.

Insgesamt 25 Friedhöfe befinden sich heute auf Düsseldorfer Stadtgebiet. Dazu zählen Anlagen von nur 0,3 Hektar Größe wie der Katholische Friedhof in Wittlaer und auch ausgedehnte wie der Nordfriedhof, der sogar größer als der Benrather Schlosspark ist.

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