Naturschutzgebiet Überanger Mark

Das 303 Hektar große Gebiet liegt im Nordosten der Stadt und umfasst die Waldflächen der Heltorfer Mark und der Überanger Mark. Die ehemaligen Auenwälder mit lehmigen Böden, die früher regelmäßig durch den Rhein überschwemmt wurden, bieten für den Besuchern breite, flache und gerade Wege, ideal für ausgedehnte Radtouren.

Der Wald der Überganger Mark, die sich entlang des Angermunder Baggersees und des Stadtteils Angermund erstreckt, ist mit seinen alten Hainbuchen, Ulmen, Eschen und Weißdorn nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU als besonders schützenswerter Naturraum ausgewählt worden. Ziel ist es, dieses charakteristische und intakte Ökosystem als Naturschutzgebiet zu erhalten und zu pflegen. Deshalb wurde die Überanger Mark 2002 durch die Bezirksregierung vorläufig als Naturschutzgebiet sichergestellt.

Der Wald im Norden ist durch alte zum Teil naturnahe Stieleichen-Hainbuchenwälder geprägt. Aufgrund dieser Besonderheit hat das Land NRW bereits 1986 dort eine 14 Hektar große Naturwaldzelle ausgewiesen, in der die natürliche Entwicklung des Waldes über Jahrzehnte hinweg beobachtet und dokumentiert wird. Die Förster greifen dort lediglich ein, wenn die Verkehrssicherheit gefährdet ist. Dadurch ist die ungestörte Entwicklung des Bodens, der wild lebenden Pflanzen und Tiere sowie die natürliche Regeneration des Waldes zu gewährleisten.

Die Wälder im Naturschutzgebiet besitzen in der Regel eine für sie typische und charakteristische, gut entwickelte Krautschicht. Bemerkenswert ist das Vorkommen der gefährdeten Arten Königsfarn, Mittelspecht, Mäusebussard und Habicht. Des Weiteren besiedelt der für das Stadtgebiet von Düsseldorf seltene Dachs die Wälder.

Die Überanger Mark wurde durch eine Verordnung der Bezirksregierung befristet als Naturschutzgebiet einstweilig sichergestellt. Im laufenden Änderungsverfahren des Landschaftsplans ist die dauerhafte Festsetzung als Naturschutzgebiet vorgesehen.

Informationen
Gesamtfläche 303 Hektar
Naturschutzgebiet seit 2004 einstweilen unter Schutz gestellt
Besonderheit ursprünglicher Wald
Besondere Pflanze Hainbuchen
Besonderes Tier Dachs
ÖPNV Bus 749
Forst Kalkum
Wanderparkplatz Kalkumer Schlossallee / An der Anger

 

Lageplan