Der Rheinpark Bilk

Auch der neue Rheinpark Bilk hat seine Kontraste zur Natur: Mattsilber das Gestänge, Plexi die neuen Fenster, blaugestrichen das Holz des Führerhauses – so erinnert beispielsweise ein Hafenkran von 1894 an die Vergangenheit des Parks südlich der Kniebrücke, der gleichsam dem Rheinhafen abgetrotzt worden ist.

Veränderte wirtschaftliche Anforderungen, neue Strukturierungen und Rationalisierungen hatten den Berger Hafen überflüssig gemacht. Die Becken wurden zugeschüttet. Die neu gewonnene Fläche war willkommener Platz für den Landtag am Rhein, für den Rheinturm mit den Richtfunkeinrichtungen der Post und für das Landesstudio des WDR.

Und weil Parlamente, öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten und technische Einrichtungen bürgernah sein wollen, lag es nahe, sie mit einem Park zu umgeben. Besonders kunstvoll und technisch hochwertig ist die Verbindung zwischen Park und Stadttor durch eine 50 Meter breite Landschaftsbrücke gelungen. Mit dem Zusammenspiel der Pflanzen, Wiesen und öffentlichen Bauten werden gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Die architektonisch eigenwilligen, interessanten Bauten sind ein lohnendes Ausflugsziel, der Park wertet die Gebäude auf, die Rheinfront von Bilk ist schöner anzusehen und mit der übrigen Rheinfront der Landeshauptstadt besser verbunden. Schon rein optisch durch die 220 in Doppelreihe gepflanzten Platanen, die wie ihre älteren Brüder an der Düsseldorfer Rheinfront stark beschnitten sind. Auf den vier Hektar großen grünen Flächen haben zudem etwa 200 Pappeln, Linden, Ahorne und Eschen ihren Platz von den Grünplanern zugewiesen bekommen. Denn wie in allen Parks einer Stadt wuchern Bäume und Büsche nicht natürlich wild, sondern werden kunstvoll zu sich selbst und zur Umgebung in Beziehung gesetzt. So soll auf engem Raum der Reiz der "Natur" erlebbar gemacht werden.

Auskragungen an der alten Hafenmauer, Platzaufweitungen, Sichtachsen zu den Rundungen des Landtags, zum Rheinturm und zum Yachthafen machen zudem überraschende Sichtweisen möglich. Von ihnen gibt es eine ganze Reihe, denn der Park erstreckt sich bis tief in den Hafen, bis zur äußersten Mole des Zollhafens, und macht auf den Betrieb im Hafen neugierig.

Karte

Daten und Fakten

Stadtteil / Lage Unterbilk, Stromstraße (am Rheinturm und Landtag)
Gesamtfläche 7,6 Hektar
Baujahr / Planer aufgeschüttete Fläche des Berger Hafens wurde 1986 um die öffentlichen Bauten als Park angelegt
Attraktivitäten / Freizeitangebot
  • außergewöhnliche Stadtarchitektur
  • Landschaftsbrücke zum Stadttor
  • Promenade mit Kopfplatanen
Hunde kein Hundeauslauf
Parken gebührenpflichtige Parkplätze am Fernmeldeturm
ÖPNV Straßenbahn-Linie 706, 709
Haltestelle: Stadttor
Bus-Linie 726, 732
Haltestelle: Rheinturm

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