Die Sandsteinskulptur Affe in Erinnerung an "alte Zeiten"

Der Zoopark

Der Zoopark stammt aus einer Zeit, wo die Stadtparks zum Lustwandeln angelegt wurden. Eine grüne Lunge mitten in der dicht besiedelten Stadt durfte schon aus Repräsentationsgründen nicht fehlen. Eine besondere Attraktivität stellte der bis zum Bombenangriff in 1943 bestehende Tierpark dar. Er wurde mitsamt dem Zooviertel zerstört.

Aufgebaut wurde der Zoo nicht mehr. Statt dessen wurde der Aquazoo im Nordpark gebaut und die Grünfläche mit den alten Strukturen und dem wertvollen Baumbestand erhalten.

Sturmschaden im Zoopark

Sturm Ela

Durch das Orkantief "Ela" an Pfingsten 2014 sind große Lücken in den rahmenden Gehölzbestand gerissen worden. Bei teilweise flächigen Totalverlusten der Vegetation in den Randbereichen kann die Schutzfunktion der Rahmenvegetation nicht mehr vollständig erfüllt werden. Aber auch auf den Freiflächen sind viele Einzelbäume dem Sturm zum Opfer gefallen. Besonders im Bereich der Spielflächen sind Totalverluste großer Schattenspender zu verzeichnen. Insgesamt sind im Zoopark Totalverluste von 158 Einzelbäumen und flächige Schäden in 18 verschiedenen Teilbereichen erfasst. Durch umgestürzte Bäume wurden auch Einrichtungsgegenstände und angrenzende Vegetationsflächen in Mitleidenschaft gezogen.

Die Grünanlage ist zu den flankierenden Straßen von einem Gehölzbestand umschlossen. Dieser schirmt den Park vor störenden Verkehrseinflüssen ab. Durch den Orkan „Ela“ Pfingsten 2014 sind große Lücken in diesen Gehölzsaum gerissen worden, welche bei der Pflanzung Anfang 2016 größtenteils wieder geschlossen wurden. Insgesamt wurden 48 Jungbäume als Ersatz für die im Sturm verloren gegangenen Gehölze gepflanzt.

Die Burgruine, um 1875 für 80 000 Goldmark geplant und erbaut, war das Wahrzeichen des Düsseldorfer Zoos. Das Fundament ihres Turmes kann man noch heute auf dem Hügel nördlich des Zooteiches sehen.

Die Geschichte und Entwicklung

Als Düsseldorf sich im letzten Drittel des vorigen Jahrhunderts anschickte, eine Großstadt zu werden, als durch die Industrialisierung die Bevölkerung sprunghaft wuchs und neue Mietshäuser in den alten, bis dahin beschaulichen Stadtteilen aus dem Boden schossen, da durften auch Parks nicht fehlen. In dieser Zeit entstand in Privatinitiative der Zoopark. Am 14. Dezember 1874 wurde dazu vom Tierschutzverein "Fauna" eine Aktiengesellschaft gegründete.


Der Zoologische Garten wurde einst als eine der hervorragendsten landschaftlichen Anlagen Düsseldorfs bezeichnet. Entsprechend der damaligen Begeisterung für die Naturwissenschaften, kam es aber dieser Gesellschaft in erster Linie auf die Verbreitung von Kenntnissen der Zoologie und Botanik an und nicht auf den eigentlichen Tierschutz. In Düsseltal wurde ein Grundstück erworben, das der Benrather Hofgärtner C.A. Hillebrecht zu einem Landschaftsgarten gestaltete. Das ursprünglich ebene Gelände wurde durch Erdaufschüttungen modelliert. Es wurden zwei miteinander verbundenen Teichen angelegt und ein Restaurant gebaut. Bereits am 31. Mai 1876 wurde der Zoologische Garten in Düsseldorfer eröffnet.

Die Düsseldorfer Anlage konnte sich nie mit den großen Tierparks in Hamburg, Berlin oder Köln messen. Er wurde aber besonders wegen seiner schön gestalteten Flächen mit reichem Baumbestand, farbenfrohen Beeten und schön geschwungenen Wegen geschätzt. Schattige Terrassen und ein gemütliches Gartenrestaurant rundeten das Angebot ab.

Karte

Daten und Fakten

Stadtteil / Lage Düsseltal, Brehmstraße / Grunerstraße / Mathildenstraße / Faunastraße
Gesamtfläche 13,06 Hektar
Baujahr / Planer 1876 als Zoo Düsseldorf eröffnet
1951 von Ulrich Wolf nach völliger Zerstörung nach dem Krieg zum Stadtteilpark umgebaut
Attraktivitäten / Freizeitangebot
  • Teichanlage
  • Wasserspielplatz
  • Kinderspielplätze
  • Bolzplatz
  • Spiel- und Liegewiesen
  • Attraktiver Baumbestand
Hunde Hundeauslaufplatz
Standort Brehmstraße Nähe Eisstadion
Parken kein öffentlicher Parkplatz
ÖPNV Stadtbahn-Linien U71, 706, 708, Bus 725, 812
Haltestelle: Brehmplatz