Frühlingsboten im Straßengrün - Narzissenblüte

In jedem Frühling leuchten sie in allen Gelbtönen im Straßengrün entlang der Hauptverkehrsrouten in die Landeshauptstadt. Wie viele Narzissen in Düsseldorf jährlich erblühen, weiß niemand so ganz genau. Mindestens zwei Millionen Osterglocken stehen auf den Mittelstreifen von Südring, Fischerstraße, Kölner Landstraße, Brüsseler Straße, Kaiserswerther Straße und natürlich auch in den Parkanlagen.

Die Osterglocken (Narcissus pseudonarcissus) oder Narzissen stammen aus dem südlichen Mitteleuropa und gehören in die Familie der Amaryllisgewächse. Ihren Namen bekamen sie vom Narziss, einer Figur aus der griechischen Mythologie. Narzissen sind Zwiebelpflanzen, und blühen relativ lange, und manche Sorten duften auch. Die Osterglocken gehören zu den Frühlingsboten, recht früh stecken sie ihre Köpfe aus der Erde, und erfreuen uns zusammen mit anderen Frühlingsblühern durch ihre farbenfrohe Vielfalt. Außerdem gilt die Narzisse als Symbol des Frühlings und - das wissen wenige - des Brautstandes.

Narzissenblüte auf dem Südring

Die Blüten erscheinen vom März bis Mai. Dabei reicht die Farbpalette von weiß über gelb, bis hin zu orange oder apricot. Aber auch zweifarbige Züchtungen sind keine Seltenheit. Narzissen mit großen Blüten haben häufig eine gefüllte Form. Als Osterglocken wird die gelbblütige Narzisse bezeichnet.

Die Frühlingsblüte in Düsseldorf hat schon Tradition. Seit der Bundesgartenschau 1987 sorgen die vom Gartenamt gepflanzten Blumenzwiebeln für ein stimmungsvolles Bild im ausklingenden Winter. Sie vermehren sich auch selbst und so entstehen immer größer werdende Horste und die Zahl der Blüten steigt jedes Jahr an.

Die Mitarbeiter des Gartenamtes ergänzen außerdem im Herbst die Bestände, damit die Frühlingsblüte in Düsseldorf immer wieder besonders üppig ausfällt. Osterglocken aber auch Krokusse, Schneeglöckchen, Traubenhyazinthen und Blausternchen sind in Rasen und Wiesenflächen zur Verwilderung gesetzt worden.