Margeriten, Salbei und Co, eine einzige Blütenpracht

Wildblumenwiesen

Blühende Wiesenflächen, Mittelstreifen und Straßenränder fallen vielen Bürgerinnen und Bürgern positiv ins Auge.

Insbesondere entlang der Kaiserswerther Straße, aber auch am Freiligrath Platz, am Fleher Knoten und auf dem Gründeckel am Flughafen, erfreuen sie in jedem Sommer das Auge. Die Blütenpracht des Wiesensalbeis explodiert förmlich, unterstützt von den Wiesenmargeriten und zahlreichen anderen Wiesenkräutern. Das Gesamtbild ist so blütenreich und farblich so harmonisch, wie es nicht zu pflanzen wäre.

Besonders wichtig bei der Blumenwiesenpflege ist die Wahl des richtigen Schnittzeitpunktes, der von den Mitarbeitern des Garten-, Friedhofs- und Forstamtes jährlich neu nach dem Abblühen der Hauptblumenflor punktgenau festgelegt wird. Ein falscher Schnitt und schon ist die natürliche Balance des artenreichen Stücks Natur dahin.

Beachtenswert ist nicht nur die Vielfalt an Gräsern und Kräutern auf den Wiesenstreifen. Biologen haben hier neben den zahlreichen Gräsern nicht nur 26 unterschiedliche Blumenarten gezählt, sondern auch das mannigfaltige Vorkommen von Käfern, Spinnen, Insekten und anderen Kleinlebewesen. Diese kommen hier in einer wesentlichen höheren Zahl vor, gemeint sind an dieser Stelle sowohl die Artenanzahl als auch Zahl der Individuen, als dies ein Rasen jemals bieten könnte.

Wildblumenwiese an der Simrockstraße
Wildblumenwiese an der Simrockstraße

Blütenzauber im Straßenraum

Die Blütenpracht ist Balsam für die Seele und erfreut viele Passanten, die an den blühenden Flächen vorbei kommen. Gezielt wurden ökologisch wertvolle vorhandene Wiesenflächen ausgesucht, je nach Standort wurden dann zusätzliche Wildstauden als Initialpflanzungen ergänzt oder Wildblumenmischungen ausgesät.

An einer der meistbefahrenen Kreuzungen, dem Mörsenbroicher Ei gedeiht auf den Verkehrsinseln mitten im Straßenraum eine richtige Wildblumenidylle. Die Pflanzen in diesem Bereich dürfen nicht zu hoch werden, damit die Flächen für die Verkehrsteilnehmer überschaubar bleiben. Wer genau hinsieht entdeckt dort eine ungeahnte Pflanzenvielfalt: Wild Möhre, Hundskamille, Wiesenflockenblume, Weißklee, Rote Taubnessel, Kleiner Wiesenknopf und Ferkelkraut um nur einige zu nennen. Dazu wurden Wiesensalbei, Wiesenstorchschnabel und Wiesenwitwenblume gepflanzt.

Auch an anderen Stellen wurde von den Gärtnerinnen und Gärtnern etwas nachgeholfen. Am Rather Broich finden sich unter anderem Labkraut, Löwenzahn, Johanniskraut, Storchschnabel, Wiesensalbei und Margeriten. In der  Grünverbindung Rath-Eller wurden auf der Fläche entlang des Otto-Götzen-Weges rund 3.000 Wildstauden eingebracht. Zusätzlich finden sich Kriechender Hahnenfuß, Wiesenschaumkraut, Kleiner Sauerampfer, wolliger Storchschnabel, Wilde Möhre, Wiesenlabkraut, Wiesenbärenklau und viele andere Wildblumen in dieser großen Fläche.

Auf dem Kreisverkehr an der Kehlerstraße in Unterrath wurden die durch den Sturm Ela umgestürzten Birken ersetzt, bei der Nachpflanzung wurde dann rings um die Jungbäume eine speziell vom Gartenamt zusammengestellte Samenmischung ausgebracht. Nun blühen dort Färberkamille, Natterkopf, Margeriten, Nachtkerze, Reiherschnabel und Kornblume. Zusätzlich wurden Stauden wie Wiesenwitwenblume, Wiesenflockenblume, Wiesenstorchschnabel und Wiesensalbei gepflanzt. Andere Wildkräuter waren bereits vorhanden, nun gedeiht an dieser Stelle eine wunderbare Vielfalt, wie man sie in der Großstadt so gar nicht vermutet.

An vielen weiteren Stellen im Stadtgebiet blüht es rings um die vielen Jungbäume, die als Ersatz für die im Sturm gefallenen Straßenbäume gepflanzt wurden. Das Gartenamt hat an diesem Stellen die Wildblumenmischung ausgesät, die für sonnige Standorte zusammengestellt wurde. Staudenlein, Venusspiegel, Ackerringelblume und Klatschmohn sind die auffälligsten Vertreter, die hier durch die vielen bereits vorhandenen Wildstauden ergänzt werden.