Zertifizierung

Seit 1965 wird der Stadtwald naturnah, ohne Kahlschläge und Pestizideinsatz, bewirtschaft. Düsseldorf erhielt im Jahr 2000 zudem als eine der ersten Kommunen bundesweit für ihre nachhaltige Bewirtschaftung nach den strengen Kriterien des FSC zertifiziert.

FSC steht für "Forest Stewardship Council" und bedeutet übersetzt Weltforstwirtschaftsrat, der für eine umweltgerechte, sozial verantwortungsvolle und wirtschaftlich tragfähige Waldwirtschaft steht. 2005 stellte sich die Forstabteilung erneut mit Erfolg den FSC-Kriterien.

Referenzflächen

Neben den integrierten Naturschutzmaßnahmen auf der ganzen Fläche - wie Naturverjüngung, Totholz und Altholzinseln - sind auch noch besondere Bereiche ausgewiesen worden, die unbewirtschaftet und ihrer natürlichen Entwicklung überlassen bleiben. In diesen sogenannten "Referenzflächen" sollen langfristig ungestörte, natürliche Prozesse und Entwicklungen im Wald ablaufen und beobachtet werden können. Referenzflächen haben einen hohen ökologischen Wert, weil sich dort zum Beispiel besonders viel Alt- und Totholz bilden kann. Sie beherbergen dadurch ein großes Artenspektrum mit vielen holzzersetzenden Pilz- und Insektenarten sowie Höhlenbrütern und Fledermäusen. Referenzflächen werden als größere zusammenhängende Komplexe repräsentativ für die hauptsächlich vorkommenden natürlichen Waldgesellschaften und Bestandestypen ausgewiesen. Mit Ausnahme von Verkehrssicherungsmaßnahmen findet keine forstliche Bewirtschaftung wie Durchforstungen statt. Ziel ist es dabei, lokale Informationen über die natürliche Waldentwicklung in der Region als Basis für eine ökologische Waldbehandlung zu erhalten. Dabei werden auch die Flächen der Nachbarbetriebe mit berücksichtigt. Im Düsseldorfer Stadtwald wurden zwei größere Referenzflächen ausgewiesen, die beide nach außen durch Wege klar abgegrenzt und nach innen nur geringfügig durch Wege erschlossen sind. Sie leigen im Forstrevier Nord im Naturschutzgebiet Überanger Mark und im Revier Süd im Naturschutzgebiet Eller Forst.